Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Jockenhövel
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2963-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1'

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39. So sah das Gebäude der alten Volksschule an der Ecke Friedrichstraße/Höpen vor dem Umbau im Jahre 1901 aus. An dieser Stelle des Ortes - auf der ehemaligen Pastorenkoppel - stand bereits seit 1829 ein Schulhaus. Ergänzt durch ein weiteres Gebäude am Höpen aus dem Jahre 1913 für eine 'Gehobene Schulabteilung', der späteren Mittelschule, blieb dieser Bereich des Ortes weit iiber einhundert Jahre Schu1zentrum in Hohenwestedt. Erst die Neubauten für die Mittelschule von 1954 und die Grund- und Hauptschule von 1972 sowie der Bau des Sportplatzes, des Jugendzentrums und des Kindergartens führten zu einer Verlagerung an die Park- und die Rektor-Wurr-Straße. Das alte Schulgebäude an der Friedrichstraße wurde 1974 abgebrochen.

40. Die Gaststätte 'Harmonie' ist weit über die Grenzen Hohenwestedts bekannt. Seit Generationen haben die Einheimischen hier ihre großen Feste gefeiert, denn schon 1823 kaufte die Familie Kasch den Besitz in der Friedrichstraße, zu dem damals eine Bäckerei und eine Gastwirtschaft mit Beherbergung gehörten. Besenders die Tanzsäle, die 1861 und 1892 errichtet wurden, und der Anbau der großen Veranda in der Wilhelrnstraße ließen die 'Harmonie' zu einem beliebten Treffpunkt der Hohenwestedter Bevölkerung bei gesellschaftlichen Ereignissen werden.

41. Das Kolonialwaren- & Delikatessengeschäft von Marie Böge befand sich im Haus Friedrichstraße 33. Über all die Jahre hinweg - dieses Foto entstand um 1905 - wurden die Räume im Erdgeschoß als Ladengeschäft genutzt, heute in modernisierter Form von einer Drogerie. In der 'guten, alten Zeit', als die 'Colonialwaren' wirklich noch aus den Kolonien kamen, gab es bei Marie Böge Lebensmittel zu kaufen, die auch heute noch einen wohlklingenden Namen haben: 'Dr. Oetkers Backpulver, Kathreiners Malzkaffee, Maggi-Suppen-Artikel, Liebigs Fleisch-Extract.' Bei aller Nostalgie kann jedoch nicht übersehen werden, daß die damaligen Besitzer vieler Geschäfte nur ein geringes Einkommen hatten und häufig nur mit einem landwirtschaftlichen Nebenerwerb ein ausreichender Gesamtverdienst zu erzielen war.

.- Hohenwestedt.

Friedrichstrasse

42. Wir stehen hier an der Wegegabel Bergstraße/Mühlenstraße und blieken in westlicher Richtung die Friedrichstraße hinunter. Links sehen wir das Stammhaus der Firma Wohlers. Johannes Wohlers, der Begründer des noch heute bestehenden Geschäftes, versprach 1898 in einer Zeitungsanzeige den Kunden seines Manufaktur-, Modewaren- und Konfektionsgeschäftes 'nur mit guten, reellen Waren zu billigsten Preisen zu dienen'. Auf der rechten Straßenseite steht auf dieser Karte noch das alte Delfsche Bauernhaus. Es wurde 1971 abgebrochen, um die Friedrichstraße und ihre Gehwege zu verbreitern und Raum zu schaffen für eine Geschäftserweiterung des Kaufhauses Wohlers,

43. Am Übergang der Friedrichstraße in die Mühlenstraße stand bis 1960 diese wohl hundertjährige Altentei1kate des Bauernhofes Speek. Sie fiel ebenso wie der eigenartig geformte 'ole Doom' der Verbreiterung der Straße zum Opfer. Dieser Baum war in den Jahren seiner Blüte fast zu einern Wahrzeichen Hohenwestedts geworden. Hermann Claudius, heirnatverbundener Dichter Norddeutschlands, machte ihn zum Mittelpunkt eines Gedichtes, das so beginnt: To Hogenwestedt an de Straat bi sunne oie Sassenkaat, an Weg verlorn, dar steiht de Doorn. To Wintert jet denn steiht he doot. In'n Sommer steiht he grön und rot. In'n Harrest denn steiht he geel und gröön. Und immer is he wunnerschöön.

6russ aus Hohenwesledt

P Treu

44. Die 'Villa Favorit' in der Mühlenstraße ist eines von zahlreichen um die Jahrhundertwende im wilhelminischen Stil erbauten Privathäusern, die Hohenwestedt schon damals 'ein vornehmes Aussehen' gaben. Hohenwestedt war in seiner Geschichte nie ein reines Bauerndorf gewesen. Gewerbetreibende, die öffentlichen Einrichtungen und die Kirche übernahmen Mittelpunktsfunktionen für den gesamten Raum. Entsprechend prägten auch Bürger und Handwerker, wie hier der Schneidermeister Treu mit seiner 'Villa Favorit', das Ortsbild. In einer Beschreibung des Kirchspiels Hohenwestedt konnte Hermann Mohrdiek daher 1922 mit Recht aussagen:

Hohenwestedt macht mit seinen geschlossenen Straßenfronten und seinen zum Teil zweistockigen, ziegelgedeckten Wohnhäusern den Eindruck eines Landstädtchens.

45. Bei dieser Postkarte der Bergstraße, die vor 1900 entstanden ist, kann man wirklich von 'Alt-Hohenwestedt' sprechen. Eine zentrale Wasserversorgung, die bis ins Haus führte, gab es noch nicht. Der tägliche Bedarf mußte aus grofsen Wasserpumpen, die am Straßenrand standen, gedeckt werden. Ein Nachtwächter war verantwortlich für das Funktionieren der mit Öl befeuerten Straßenlaternen. Er machte Rundgänge durch den Ort, um die Einwohner vor Diebstahl und Feuer zu schützen. Auf seinem nächtlichen Gang mußte er auf seiner Trillerpfeife zu jeder vollen Stunde ein Signal geben. Auch der Pferdewagen in der Straßenmitte gehörte zum altvertrauten Ortsbild: Ein Milchhändler, der aus Kannen seine frische Ware anbot.

Hohenwestedt

Bergstraase

46. Die Bergstraße war die alte Rodelbahn - der Koppheisterberg - der Hohenwestedter Kinder. Auf dieser Karte aus dem Jahre 1927 sehen wir links die Bäckerei und Conditorei von Hinrich Grell, im Eckhaus den Schlossereibetrieb von Hermann Wollander und bereits in der Kieier Straße gelegen, das Kolonialwarengeschäft von Jürgen Wohlers. Wohlers war seinerzeit aktiv im Roten Kreuz tätig und führte als Mitglied der 'Immobilen Sanitätskolonne' Krankentransporte durch. In den Anfangsjahren - die Sanitätskolonne wurde 1892 gegründet - benutzte man einen zweirädrigen Karren mit einer Krankenliege für den Weg zum Bahnhof. In Neumünster stand dann ein Krankenwagen bereit, der die Patienten zum Weitertransport in die Klinik aufnahm.

<A{llrr.

47. Die Gärtenerei Bemens besteht schon seit 1889. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1911 sehen wir Karl Bemens, den damaligen Besitzer, im Gesprach mit Hans-Wilhelm Sierck, dem Hohenwestedter Lehrer und Museumsleiter. Geschäftshaus der Gärtnerei war ursprünglich das Haus Kieler Straße 5, das jedoch 1915 abgebrochen wurde, Auf diesem Grundstück befindet sich heute ein Parkplatz und stehen die Gewächshäuser des Betriebes, Die Gärtnerei zog in das Nachbargebäude Nr. 3 urn, in dem sich zum Zeitpunkt der Aufnahme noch die Schuhmacherwerkstatt von Hans Hartmann befand.

Hohenwestedt. Kielerstrasse

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48. Die Kieier Straße bildet in Fortführung der Lindenstraße den Hauptverkehrsweg durch den Ort. Hier auf diesem Bild, das um 1912 entstanden ist, sehen wir, daß auch diese Straße im damals üblichen Stil gepflastert war. An der Ecke zur Bergstraße steht auch heute noch fast unverändert ein zweistöckiges Gebäude, Bis 1910 hatte hier die Bauschlosserei Robert Schünemann ihren Betrieb. Dieser wurde anschließend von Hermann Wollander übernommen und als Maschinenschlosserei mit der Betreuung aller umliegenden Meiereien fortgeführt. Rechts vor der alten Kate und dem machtigen Baum steht der Musiklehrer Bachmann aus Neumünster. Bachmann gab zu jener Zeit in Hohenwestedt Privatunterricht und war Dirigent des Gesangvereins. Er kam meist für zwei Tage in der Woche zum Unterricht nach Hohenwestedt und übernachtete dabei stets im Kirchspielhaus.

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