Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Jockenhövel
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2963-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1'

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49. Diese Ehrenpforte wurde 1913 zum Hohenwestedter Sängerfest anläßlich des siebzigjährigen Bestehens des 'Männergesangvereins von 1843' errichtet, Sie stand in der Kieier Straße in Höhe der Abzweigung in die Mühlenstraße. Der Männergesangverein ist nach der Schützengilde die älteste noch bestehende Vereinigung Hohenwestedter Bürger. Während in den ersten Jahren auch politische Gedanken bei der Gründung dieser 'Vaterländischen Vereine' mitspielten - sie waren Trager der Unabhängigkeitsbestrebungen vom Dänischen Reich - so stand spätestens seit 1867 die Freude am Singen und am Lied im Mittelpunkt des Vereinslebens. Der Gesangverein, in dem während der Kriegsjahre und der nationalsozialistischen Zeit alle Aktivitäten ruhten, wurde 1948 neu gegründet. Mit der Aufstellung eines gemisenten Chores hat er sein Repertoire erweitert und ist heute fest im gesellschaftlichen Leben des Ortes verankert.

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50. Vor gut achtzig Jahren, am 11. Oktober 1903, wurde die Kapelle der Hohenwestedter Dreieinigkeitsgemeinde in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ihrer Bestimmung als Gotteshaus übergeben. Persönliche Verbindungen zu anderen Freikirchen hatten zur Gründung der Gemeinde geführt. Ziel war es, die Reinheit des lutherischen Bekenntnisses zu bewahren. Die Gemeinde versteht sich noch heute als 'Kirche Jesu Christi auf dem Boden der heiligen Schrift und des lutherischen Bekenntnisses'. Zahlreiche Familien aus Hohenwestedt und Umgebung schlossen sich 1902 zur Gemeinde zusammen und erstellten die Kapelle in der B urrnesterstraße vornehmlich in Eigenleistung.

M a a sS-M w h e

51. Die Windmühle an der Kieier Straße, Maas'-Mühle genannt, ist 1819 von Joharm Maas errichtet worden und befand sich jahrzehntelang im Besitz der Familie. Sie stand an der Stelle der heutigen Schloßmühle und wurde 1943 durch einen Brand vernichtet. Über den Müller Maas gibt es folgende Anekdote: Beim jährlich von der Schule veranstalteten Vogelschießen spendierte er der Musikkapelle, die den Festumzug von der alten Schule in der Friedrichstraße zum Festplatz im Park anführte, in jedem Jahr zwanzig Mark. Die Kapelle umrundete dafür seine Mühle und spielte das bekannte Volkslied 'Das Wandern ist des Müllers Lust'.

52. Dieses Foto zeigt das Haus Kieler Straße 40, die 'Villa Sierckhus'. Das Gebäude wurde 1911 von Hans Wilhelm Sierck erbaut, den wir hier auch mit seiner Frau am künstlerisch gestalteten Gartenzaun aus natürlichem Astholz stehen sehen, Sierck stammte aus Vaalermoor. Er war Lehrer in Hohenwestedt und Begründer und erster Leiter des Hohenwestedter Heimatmuseums. Bereits 1910 begann er mit den Vorarbeiten zur Errichtung dieses Museums, das der Nachwelt typische Gegenstände der Heimat erhalten sollte. Sierck starb 1949 und liegt auf dem Hohenwestedter Friedhof direkt hinter seinem ehemaligen Haus begraben.

53. Ein beliebter Erholungs- und Aufenthaltsort der Hohenwestedter ist seit fast einhundert Jahren der Park Wilhelmshöhe, kurz 'Park' genannt, mit der damals noch dazugehörigen Gastwirtschaft. Der Park wurde 1889 angelegt, später von der Spar- und Leihkasse übernommen und weiter ausgestaltet. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1903. Ein rühriger Verschönerungsverein sorgte für die Unterhaltung und Verbesserung der Anlagen, für das Aufstellen von Bänken an besonders schönen Punkten, sowie die Herrichtung von Sportanlagen und Spielmöglichkeiten.

54. Die Planung für das Ehrenmal zum Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg Gefallenen stammt von dem damaligen Berliner Gartenbaudirektor Albert Brodersen, einem Sohn der Gemeinde Hohenwestedt, der auch hier begraben liegt. Alle Gemeinden des Kirchspiels beteiligten sich an den Arbeiten zur Erstellung des Ehrenrnals, Die Findlinge dazu wurden in Eigenarbeit zu einem großen Steinkreis zusammengefügt, in dessen Mitte eine Doppeleiche gepflanzt wurde. Mehrere Reihen einheimischer Gehölze bilden den Übergang zur Landschaft, die 1921 noch kahl und leer wirkte. Heute dagegen ist das Ehrenmal harmonisch inmitten der hoch aufgeschossenen Bäume in die Parklandschaft eingebettet. Ein Beweis für Bredersens weitsichtige Gestaltungskraft,

55. 'Adelheid'I Es gibt keinen Hohenwestedter, der sie nicht kennt, die kleine Kanone aus den Schleswig-Holsteinischen Befreiungskämpfen von 1848/1850. Zwei Hohenwestedter kauften sie und schon 1851, am Morgengrauen des 24. März, erinnerte die 'Adelheid' durch ihren Salut an die Erhebung der Schleswig-Holsteiner, Diese Tradition wurde sorgsam gepflegt und ging von einer Generation zur folgenden über, Auch beirn Vogelschießen war die 'Adelheid' dabei, Unser Foto zeigt die 'Adelheid-Batterie' mit Kommandeur, Batteriechef und Kanonieren beim Antreten zum Salutschießen im Jahre 1935. Das jährliche 'AdelheidSchießen' am 24. März fand sein Ende, als 1949 die letzte Batterie das Geschützrohr dem Heimatmuseum übergab. Heute schießt sie wieder alljährlich den Königssalut beim Gildefest und ist bei der Hohenwestedt-Woche dabei,

56. 'Halte dem geehrten Publikum von Hohenwestedt und Umgegend meine aufs beste eingerichtete Gastwirtschaft, Badeanstalt nebst Gehölz und Garten empfohlen,' so konnte Ludwig Eggers für seine Gastwirtschaft und seine private Badenstalt im Jahre 1908 in einer Broschüre zur Belebung des Fremdenverkehrs werben. 'Ludwigslust', der alte Dorfkrug von Vaasbüttel, der seit 1813 besteht, war früher Bindeglied zwischen Vaasbüttel und Hohenwestedt. Die idyllische Lage am Wilhelmspark ließen 'Ludwigslust' und die 'Eggerssche Badeanstalt' zu einer beliebten Ausflugsstätte werden. Im Bereich der ehemaligen Badeteiche befindet sich heute das Hohenwestedter Freibad.

57. Diese Aufnahme aus Vaasbüttel zeigt die typische, bäuerliche Bauweise vergangener Jahrhunderte. Zu sehen sind Gebäude und Stallungen der Bauernhöfe Göttsche und Thun. Vaasbüttel war bis 1938 eine selbständige, landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde mit zahlreichen Bauernhöfen. Dieser bäuerliche Anteil macht auch heute noch die Grundstruktur dieses Hohenwestedter Ortsteiles aus. In den vergangenen Jahrzehnten sind allerdings in zunehmendem Maße Handels- und Gewerbebetriebe hier ansässig geworden und neue Wohngebiete erschlossen worden. Der Charakter des alten Ortskernes - zahlreiche frühgeschichtliche Funde wie der Schalensrein und Spuren einer altsächsischen Dorfanlage aus der Zeit der Völkerwanderung weisen Vaasbüttel als alten Kult- und Siedlungsplatz aus - ist jedoch erhalten geblieben.

58. Die Dehnsche Ziegelei mit Dampfbetrieb in Vaasbüttel bestand schon seit 1864. Sie ging aus der Schlemmanlage von Claus Hauschildt hervor, der hier den Rohstoff für seine Erdfarbenfabrik, den er aus der Nindorfer Feldmark bezog, weiterverarbeitete. Aus der geschlemmten und getrockneten Farberde konnten durch Weiterbehandlung im Brennofen auch braune und schwarze Farbtöne gewonnen werden. Für den Betrieb der Ziegelei wurden die Vorkommen an blauem Ton in der Nähe des Betriebes abgebaut und mit magerem Ton aus Gruben bei Nienjahn und Kellinghusen, der mit einer Drahtseilbahn ins Werk transportiert wurde, gemischt. Erst dann konnte er geformt und zu Ziegeln gebrannt werden. Die Ziegelproduktion wurde 1953 nach Übernahme durch neue Besitzer allmählich eingestellt und die Produktion auf die Fertigung von Betonteilen verlagert.

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