Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Harald Jockenhövel
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2963-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Rendsburger Kreisbahn nahm am 21. Dezember 1901 ihren Betrieb auf. Auf dieser Karte aus dem Jahre 1902 sehen wir den damaligen Endpunkt der Strecke, den Kleinbahnhof Hohenwestedt. Die Kleinbahn, im Volksmund liebevoll 'Rosa' genannt, diente vor allem dem Güteraustausch der Landwirtschaft und der Industrie sowie der Förderung des Handels. Sie sicherte aber auch den Beförderungsverkehr zwischen den angeschlossenen Dörfern und brachte viele Fahrschüler sicher zu ihren Schulorten Rendsburg und Hohenwestedt, 1916 wurde die Kleinbahnstrecke über Hohenwestedt hinaus bis nach Schenefeld verlängert. Planungen, die Bahn weiter nach Itzehoe und Wilster zu führen, sind nicht mehr verwirklicht worden.

Kleinbahnhof - Hohenwestedt L. rff1p1J:

70. Im Zuge der Streckenverlängerung nach Schenefeld erhielt die Kleinbahn in Hohenwestedt ein neues, größeres Bahnhofsgebäude. Heute ist dieses Haus Sitz der Amtsverwaltung Hohenwestedt-Land, Nach 1949 konnte der Kleinbahnbetrieb nur noch mit Hilfe größerer Zuschüsse aufrechterhalten werden. Der Kreistag beschloß daher 1954, die Kleinbahn stillzulegen. Noch im gleichen Jahr wurde als erster Abschnitt die Strecke Schenefeld-Hohenwestedt abgebaut. Zwei Jahre später folgte der Abschnitt Hohenwestedt-Luhnstedt und 1957 wurde der Betrieb auf der Reststrecke endgültig eingestellt. Für viele war es ein schmerzlicher Tag, als die 'Rosa' ihren Betrieb einstellen mußte, denn sie hatte gut 55 Jahre ihren Dienst treu und zuverlässig erfüllt.

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J{olt~l1w~st~at Beim Bahnhof

71. Auf dieser Postkarte werfen wir noch einmal einen Bliek in die Straße 'Am Bahnhof'. Rechts sehen wir die Gleisanlagen des Bahnhofs. Im Hintergrund, halb verdeckt, nur der Giebel ist zu erkennen, steht das Bahnhofsgebäude. Links befinden sich die Anlagen der Kleinbahn. Das helle Gebäude mit dem alten Kleinbahnhof und dem Bahnhofshotel wird heute als Außenstelle des Arbeitsamtes Neumunster und für Wohnzwecke genutzt, Das kleinere Gebäude davor mit dem Zwerchgiebel ist spater aufgestockt und beim Bau des neuen Kleinbahnhofs in die Gesamtplanung mit einbezogen worden.

72. Das ehemalige Bahnhofshotel war unter seinen Besitzern August und Jakob Gravert über lange Jahre Sammelstelle für die von Viehhändlern bei den Landwirten in den Umgebung aufgekauften Schweine. Die Tiere wurden über eine Viehwaage am Kleinbahnhof getrieben, in Güterwagen verladen und zum Schweinernarkt nach Hamburg gebracht. In Hohenwestedt selbst fand vor dem Hotel 'Zur Börse' in der Lindenstraße allwöchentlich ein Ferkelmarkt statt.

Hohenwestedt.

Barmstraße.

73. Die Buch- und Papierhandlung J.R.J. Thomsen in der Barrnstraße war einer von zweitweise zehn Postkartenverlagen in Hohenwestedt. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gaben außerdem folgende Geschäftsleute des Ortes Ansichtskarten heraus:

H. Böge, B. Petsch, Chr. Delfs, A. Bolln, J. Trede, G. Gock, H. Hartnack, J. Ostermann und O. Fick. Zahlreiche Aufnahmen dieser Verlage sind Bestandteil dieses Bildbandes. Am Ende der Häuserreihe steht das Gebäude, in dem das Katasteramt tätig war. Als 1938 die Zuständigkeiten dieses Amtes nach Rendsburg verlegt wurden, kaufte die Gemeinde das Haus auf dem ehemaligen Grundstück des Bauernhofs Hinriehsen in der Friedrichstraße und nutzt es seitdem als Verwaltungsgebäude. Die Barmstraße, die nach dem Bau der neuen Ost-West- und dem Ausbau der Parkstraße nur noch innerörtliche Funktionen hat, bildete früher mit der Kellinghusener Chaussee den direkten Weg in die südlichen Ortschaften des Kirchspiels.

74. An der Barmstraße neben dem Teich lag die alte Genossenschaftsmeierei des Ortes. Sie war 1885 eingerichtet worden und wurde auch von Grauel und den damals noch selbständigen Gemeinden Vaasbüttel und Glüsing beliefert. Die wichtigsten dort hergestellten Produkte waren Voll-, Mager- und Buttermilch sowie Rahm und Butter. Als 1968 das überregional tätige Butterwerk an der Itzehoer Straße seinen Betrieb aufnahm, bedeutete dieses, wie für viele kleinere Meiereien im ländlichen Raum, auch das Ende für die Milchproduktion in der Hohenwestedter Genossenschaftsmeierei. In diesem Gebäude befindet sich heute ein Getränkegroßhandel.

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75. Der Barmer Teich war um 1900 noch sehr viel größer als heute. Das Gaswerk stand noch nicht. Am alten Kollschen Bauernhof fand die Bebauung des Ortes ihren Abschluß. Färbereien, die an diesem Teich ihre eigenene Stege besaßen, spülten hier nach dem Einfärben von Kleiderstoffen und Leinenstücken ihre bei heimisehen Webern hergestellten Stoffe. Braunbierbraucreien stachen Eis, um in den Kellern ihrer Betriebe ihre Produkte zu kühlen. Und auch die Dorfjugend freute sich auf den Winter: Der Barmer Teich war ein beliebter Platz zum Schlittschuhlaufen,

76. Die Hohenwestedter Gasanstalt, die heutigen Gemeindewerke, nahm 1905 ihren Betrieb auf. Die Zeit der Petroleumlampen ging damit langsam zu Ende. Das Gas wurde anfangs überwiegend als Lichtquelle im Haushalt und bei der Straßenbeleuchtung verwendet. Das neue Gaswerk kostete seinerzeit bereits 100000 Goldmark und hatte bei den Versorgungsleitungen eine Rohrlänge von 7,5 Kilometern. 1907 bildete sich in Hohenwestedt dann auch eine Wasserleitungsgenossenschaft, aus der die zentrale örtliche Wasserversorgung hervorging und die die zahlreichen Einzelbrunnen im Ortsgebiet ablöste.

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