Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Michael Junge
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5295-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2'

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9. Das Haus für Schuhwaren von Schmidt ist eines der für die Lindenstraße typischen Wohn- und Geschäftshäuser. Der Laden hat für die damalige Zeit schon einen sehr repräsentativen Charakter, mit seinen großzügigen aus der Front hervorgehobenen Schaufenstern. Heute erstreckt sich das noch immer bestehende Schuhgeschäft über die gesamte Front des Erdgeschosses. Links daneben is! noch ein Teil des traditionsreichen Gasthofes 'Zur Post' erkennbar. Vor dern Schuhgeschäft betrieb Heinrich Wüpper hier eine Schankwirtschaft. Den Ausschank von Getränken betrieb er aber nur als Nebcnerwerb , denn er war Töpfermeister und verkaufte in seinern Laden seine Tonwaren.

10. Die Familie Hauschildt präsentiert sich stolz rnit Fahrrädern vor ihrern Haus in der Lindenstraße dem Fotografen. Sie harten es zu beachtlichem Wohlstand gebracht. Der Vater Claus Hauschildt stellte Mirte des 19. Jahrhunderts die ersten Zündhölzer in Schlcswig-Holstein her. Der Sohn Detlef gründete Ende des 19. Jahrhunderts eine Muschelindustrie. Senneeken und Muscheln kaufte er im Hamburger Hafen und verzierte sie rnit eingcätzten Inschriften. Diese Souvenirs waren damals sehr beliebt und wurden in ganz Deutschland vertrieben. Daneben war das Präparieren von Tieren ein weiterer Erwerbszweig. Ein solch ausgestopfter Schwan schmückt die Schaufcnsterauslage .

11. Das alte Uhrmacherhaus in der Lindenstraße gibt es nicht mehr. Es wurde in den zwanziger Jahren abgebrochen. Es war ein Fachwerkziegelbau mit einern holzverkleideten Spitzgiebel, wie sie damals für den Ort üblich waren. In dem Fenster gleich neben der Tür hängen Taschenuhren zum Verkauf an einem Drahtseil aufgereiht. Hier wurden auch Uhrreparaturen ausgeführt. Links von der Diele waren die Wohnräume und zur Seite und nach hinten hinaus der hauswirtschaftliche Bereich, Über eine hölzerne Treppe erreichte man die Schlafräume. Rechts am Nachbarhaus vorbei führte der Nickelsteig, ein schmaler Durchgang zur Friedrichstraße. Die große Familie des Uhrmachers hat sich vor dem Haus für den Fotografen aufgestellt. Die Uhrmacher Fritz Meyer und Eggert Möller betrieben hier nacheinander ihr Handwerk. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Supermarkt.

12. Dies ist der Durchgang vom westlichen Teil der Lindenstraße zur Itzehoer Straße, an dem, etwas abseits von der Lindenstraße gelegen, sich noch ein Wohnhaus befand. Das im Vordergrund rechts zu sehende Haus wurde in den zwanziger Jahren erbaut. Bis vor kurzem war hier ein Friseurgeschäft. In dem Haus links befindet sich heute eine Arztpraxis. Diese Durchgänge, von denen es zahlreiche in Hohenwestedt gab und noch gibt, waren sehr praktisch, erreichte man doch ohne lange Umwege schnell die dahinterliegenden Straßen. An schönen Tagen standen Fenster und Türen offen, und so konnte man auch im Haus an dem Leben draußen teilnehmen.

13. Das repräsentative Wohn- und Geschäftshaus des Juweliers Carl Michaels befindet sich in der westlichen Lindenstraße. Das linke Jugendstilschaufcnster war äußerst gediegen. Im rechten Schaufenster ist ein radschlagender Pfau Blickfang. Der gesamte Geschäftsbereich ist in schwarzem Glas gerahmt und mil goldener Firmeninschrift und Gründungsjahr 1887 versehen. Im Obergeschoß befand sich sicherlich eine sehr großzügige Wohnung. Man wohnte eben in der Lindenstraße, der Hauptstraße des Ortes.

14. Das Hotel 'Stadt Hamburg' mit dem Ausspann liegt an der Einmündung der Lindenstraße in die Itzehoer Straße. Früher gab es hier einen Bauernhof mit Ausschank. Es war der alte Hopfenkrug, der direkt am Kreuzungspunkt zweier großer Handelsstraßen lag und für durstige Wanderer und Reisende eine willkommene Erholung bot. Er wurde von der Familie Delfs geführt. Doch schon 1811 übernahm die Familie Wesselmann das Anwesen. Nach einem großen Brand wurde das Gebäude 1856 wieder aufgebaut. Jetzt entstand hier das Hotel 'Stadt Hamburg'. Die Wesselrnanns gehören zu den ältesten Gastwirtsfamilien im Ort.

15. Die Kieler Straße ist am östlichen Ende eine Verlängerung der Lindenstraße. Hier betrieb die Firma H.D. Voß einen gutgehenden Landhandel. In fast jedern dieser Häuser beland sich damals ein gewerblicher Betrieb: Handwerker. Kaufleute , Gärtner und Gastwirte.

16. Der dreigeschossige Rotziegelbau der Gärtnerei Hans Bchrens liegt in der Kieler Straße. Die nebenliegenden Häuser sind später zur Erwciterung des Gärtnereibetriebes abgcrissen worden. Die Gärtnerei Behrens besteht schon seit 1889. Heute nehmen die Gewächshäuser und ein Parkplatz das urnliegende Gelände ein.

17. Die Bergstraße sollte die Kieier Straße und die Friedrichstraße miteinander verbinden. Auch in dieser Straße gab es sehr viele Handwerksbetriebe. So wurde über eine lange Zeit hier ein ganz vorzüglicher Kuchen gebacken, Die Bäckerei am selben Platz harte verschiedene Inhaber. Der letzte Eigentümer war der Bäckermeister Buhrnann, der dann aber endgültig den Betrieb einstellte. Bereits in der Kieier Straße liegt das Haus von Jürgen Wohlers. Heute ist es abgerisscn. Er betrieb hier ein Kolonialwarengeschäft. Wohlers, der damals schon im 'Roten Kreuz' tätig war, führte auch Krankentransporte durch. In den Anfangsjahren fuhr er die Kranken auf einem zweirädrigen Karren zum Bahnhof. Erst in Neumunster stand dann ein Krankenwagen für den Weitertransport ins Krankenhaus bereit.

18. Hier in der Mühlenstraße befand sich die erste Gemeindeverwaltung in dem repräsentativen Haus auf der rechten Seite. Später zog sie um in die Friedrichstraße. Zu jener Zeit konnte man sich noch mitten auf der Fahrbahn bewegen. Sollte aber wirklich ein Fahrzeug des Weges kommen, so hörte man das Rumpeln auf dem Kopfsteinpflaster ganz gewiß schon von weitem. Damals kannte jeder noch jeden, und ein Fahrzeug würde anhalten, und man könnte noch ein kleines Schwätzchen machen. So geruhsam ging es aber nicht nur in der Mühlenstraße zu.

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