Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Michael Junge
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5295-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2'

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19. Das ist das Kolonialwarengeschäft von Thießen in der Barmstraße. Die Werbung war auch damals schon ein sehr wichtiges Mittel für den Erfolg eines Unternehmens. Auf einer großen Tafel wird das Sortiment schon draußen dem Kunden offeriert. Sehr dekorativ wirken aus heutiger Sicht die Finnenschilder von Maggi, Liebig und Kathreiners Malzkaffee. Links im Fenster neben der Tür die Bonbonhäfen. So ein Laden wurde oftmals von Frauen betrieben. Sie hatten ein besseres Fingerspitzengefühl für die Ware und sicherlich auch für die Kundschaft. Von hier aus kursierten alle Neuigkeiten aus der Nachbarschaft. Daneben mußten selbstverständlich der Haushalt und die Kinder noch versorgt werden.

20. Nach dem großen Brand von 1768 erbauten die Hohenwestedter ihren Ort größer und schöner. Es wurde auch eine zweite, zur Vorderstraße (Lindenstraße) paralellaufende Straße angelegt. die sogenannte 'Achterstraat' (heute Friedrichstraße). Beide Straßen wurden zweizeilig bebaut. Krärner, Handwerker und andere Gewerbetreibende zogen hier ein, und so gab es bald einen neuen Wohlstand und das Verkehrsaufkommen wuchs. An der Ecke der Wilhelmstraße lag einer der alten Hohenwestedter Gasthöfe, 'Die Harmonie'. Hier fanden Bälle , Liebhaberaufführungen und die allwöchentliche Tanzstunde statt. Gegenüber der Harmonie an der Ecke Wilhelmstraße liegt das 1901 erbaute Gründerzeithaus, in dem ein Drogist sein Geschäft betrieb.

21. Wenn Häuser Geschichten erzählen könnten, die alte Haßkate. die zum Bauernhof Speek gehörte, hätte so manches zu berichten gehabt. So zum Beispiel von dem Dichter Hermann Claudius, dem Urenkel des Wandsbeker Boten, der hier mit seiner Braut in vielen Stunden unter dem blühenden Rotdorn gesessen hatte. Er schrieb ein volkstümliches, zu Herzen gehendes plattdeutsches Gedicht, dessen eine Zeile lautet: 'Am Weg verlom. dar steiht de Doorn,' So wurde die alte Haß- oder Speckkate auch Dornkate genannt. Sie wurde 1960 abgerissen. Sie stand an der Ecke Mühleustraße-Friedrichstraße.

22. Noch einmal ein Bild der alten Haßkate im Winter. Das Reetdach ist schneebedeckt und Eiszapfen hängen fast bis in die Fenster. Die alte Frau hat ein wollenes Tuch um den Kopf geschlagen und trägt schwarze wollene Strümpfe. Die Zeiten waren härter und schwerer. Der alte Rotdorn an der Ecke steht noch. Hier zeigt er sich in seinem Winterkleid. Wie sagt doch Hermann Claudius in seinern Gedicht über den alten Dorn? 'To Wintertiet denn steiht he dool.' Trotz Winterszeit lebte er aber noch. Gestorben ist er erst, als die Menschen ihn für den Fortschritt fällten. So starb mit ihm ein altes Stück Hohenwestedt.

23. In der oberen Friedrichstraße betrieb die Firma Johannes Wohlers um die Jahrhundertwende ein erstes kleines Kaufhaus. Es hatte zwei große Schaufenster , und in zwei getrennten Laden wurden auf der einen Seite Kolonialwaren, Weine und Zigarren vcrkaufr, und auf der anderen Seite gab es ein Manufaktur-, Aussteuer- und Konfektionsgeschäft.

24. Das ehemalige Rathaus in der Friedrichstraße, Ecke Höpen ist ein zweigeschossiger Klinkerbau aus der Zeit um 1930. Es wurde zucrst als Katasteramt gcnutzt und wurde dann 1938 Rathaus. 1989 wurde am neuen Markt hinter der Peter-Pauls-Kirche ein neuer großzügiger Verwaltungskomplex gebaut. Demnächst wird in das alte Rathaus die öffentliche Bücherei Einzug halten, nachdem die Fassade in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden ist, Nach dem Zweiten Weltkricg wurde es modernisiert und ein Ratssaal angebaut.

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25. Auf der ehemaligen Pastorenkoppel wurde bereits 1829 das erste Schulhaus gebaut. Es war reetgedeckt und eingeschossig. Es hatte eine sehr klare Gliederung der Vorderfront. Es befand sich an derselben Stelle, wo später ein Neubau errichtet wurde, nämlich an der Ecke Friedrichstraße-Höpen. Baumeister Schanekau aus Rendsburg hatte den Schulbau damals für 7 000 Mark Courant ausgeführt. Im Westende lag die Organistenwohnung mit eigenem Eingang. Der Organist war gleichzeitig Oberlehrer. Den Mittelteil nahmen zwei Schulstuben für die Oberklasse ein. Die größere Unterklasse war in einern Raum untergebracht, Auf dem Hausboden gab es noch je eine beheizbare Stube für zwei ledige Lehrer. Auch die Stallungen waren mit im Haus untergebracht,

Volks n e

26. Die Volksschule befand sich an der Ecke Friedrichstraße-Höpen. Mehrfach wurde sie baulich erweitert, bis sie den neuzeitlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Das alte Schulgebäude wurde abgerissen. 1972 wurde in der heutigen Rektor-Wurr-Straße ein modernes Schulzontrum errichtet. Auf dem Foto haben sich die Kinder für den Fotografen aufgestellt. Fast alle Mädchen tragen Schürzen, um ihre Kleider zu schonen. Hinter dem Stakettenzaun fängt der Schulgarten an. Alles ist noch beschaulich.

27. Die Friedrichstraße, die früher Achterstraat hieß , wurde umbenannt nach Kaiser Friedrich lIl. Das Denkmal Friedrichs des lIl. erhielt darum auch seinen Platz vor der alten Schule in der Friedrichstraße. Die Friedrichstraße ist zweizeilig bebaut und hat auf dieser Aufnahme noch das alte Straßenpflaster. Der Gehsteig der rechten Seite ist von Linden gesäumt. Die FriedrichstraBe ist eine wichtige GeschäftsstraBe. Autos parken zu dieser Zeit am StraBenrand. Aber auch das Fahrrad war ein sehr wichtiges Verkehrsmittel.

28. Dieses Denkmal stand vor der alten Volksschule an der Friedrichstraße. Es ist ein Werk des Bildhauers Heinrich Missfeld. Er lebte vom 20. Dezernber 1872 bis zum 7. Januar 1947. Er stammte aus Berlino Dieses Denkmal ist zur Erinnerung an den unglücklichen lOO-Tage-Kaiser Friedrich lIL geschaffen worden. Leider weiß man nichts über den Verbleib des Denkmals. Sicherlich ist es beim Abriß der Schule mit zerstört worden. Eigentlich ist es sehr schade. Sagt man Friedrich lIl. doch nach, daß er ein sehr liberaler Kaiser gewesen ist. Der alte Preußenadler steht auf einem Blitzbündel.

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