Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Michael Junge
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5295-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2'

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29. In diesem dem Heimatmuseum benachbarten Haus befanden sich die Harderschen Bierstuben. Harders Bierstuben waren zeitweise auch Herberge für Wandergesellen. So kam viel fremdes Volk des Weges und wurde von manchem Einheimischen wohl auch voller Mißtrauen betrachtet. Wieviele abenteuerliche Geschichten mögen diese Mauern im Laufe der Jahre gehört haben? In jener Zeit präsentierte sich das Haus noch in dem für Hohenwestedt so typischen Rotziegelstein-Fachwerkbau mit holzverkleidetem Giebel und hölzernen Fensterläden, die man am Abend zuklappte, und hinter denen man sich geborgen fühlte.

30. Das Burmesterhaus in der Friedrichstraße wurde nach der Familie Burmester benannt , die seit 1746 in Hohenwestedt ansässig war. Sie berrieben am Anfang unseres Jahrhunderts dort eine Lohnbäekerei. Mit Hilfe eines Legats im Testament des letzten Vertreters dieser Familie. konnte 1927 dieses Haus als Heimatmuseum eingerichtet werden.

31. Hier hat man in der 'Döns', der guten Stube im Heimatmuseum, eine Spinnstube nachgestellt. Hohenwestedterinnen haben sich in der Tracht der Frauen der Geest zum Spinnen versammelt. Man hat sich in die Nähe des 'Bileggers', des alten Ofens, der von der dahinterliegenden Küche beheizt wurde, gesetzt. Hinter dem geblümten Vorhang war das Bett der Eheleute , der Alkoven. Rechts daneben ist ein wandgebundener Glasschrank mit wertvollem alten Porzellan zu sehen. Die Spinnräder sowie die Haspel und der Kratschbock, auf dem die Wolle gekämmt wurde, befinden sich noch heute im Museum. Die Aufnahme stammt aus den dreißiger Jahren.

32. Hier sieht man eine Ansicht des unteren Teiles der Friedrichstraße rnit ihren sanft auslaufenden Kurven. Ganz links im Bild die Malerei und Wagenlackiererei von Krohn, darm die Schneiderei Lührnann, danach die beiden typisohen Fachwerkhäuser von Harders und Bunnester und ganz am Ende der Straße der Eckhoffund die alte Schmiede, die noch heute betrieben wird.

33. Hier ist das Haus des Malermeisters Wilhelm Krohn in der Friedrichstraße , das 1823 erbaut und 1913 verandert wurde. Es hat wieder den für Hohenwestedt typischcri holzverkleideten Giebel. Hinter dem großen hölzernen Tor befand sich sicherlich die Werkstatt. Die Frau und die Kinder sind am Fenster des Hauses zu sehen. Der Meister und sein Geselle haben sich stolz unter dem Finnenschild postiert. Der Meister ist im Sonntagsstaat, die Fahne hängt aus dem Fenster. Es ist sicherlich ein besenderer Tag. Der Geselle aber ist noch in seiner Arbeitskleidung.

34. Einer der typischen Familienbetriebe um 1900. Es ist die Schneiderwerkstatt von Albert Lühmann in der Friedrichstraße 15. Da es in der damaligen Zeit noch kein Blitzlicht gab, hat sich an einem sonnigen Tag die gesamte Belegschaft mit allem Inventar für den Fotografen nach draußen begeben. Der Meister mit Stoff, Schere und Maßband steht links am Zuschneidetisch. Hinter ihm auf einer Leine hängen die Modelle. In der Bildmitte sitzt ein Geselle an der Nähmaschine , rechts daneben steht ein anderer heim Bügeln mit einem großen Kohleeisen. Unter dem Bügeltisch in Fächern untergebracht befinden sich die Stoffballen. Die Lehrlinge im Hintergrund sind mit dem Heften der zugeschnittenen Teile beschäftigt. Der zukünftige Erbe sitzt feingemacht auf cinem Stuhl im Vordergrund. Nur Mutter und Tochter müssen im Hause bleiben. Sie werfen einen Bliek durchs Fenster. So hat alles noch seine feste Ordnung und jeder seinen Platz im Leben.

35. In seinen Jugenderinnerungen um 1850 schreibt H.C. Dencker: 'Der Ortskern mit Vör- und Achterstraat hatte sich nach mehreren Richtungen ausgeweitet.' Sechs Häuser standen an der Chaussee nach Itzehoe. Auf unserem Bild sind es schon wesentlich mehr Häuser. Die Itzehoer Chaussee ist beidseitig bebaut und wird von hohen Linden gerahmt wie viele Straßen in Hohenwestedt. Die Fahrbahn ist schon gepflastert. Aber wie man an den Pferdeäpfeln sieht, gibt es noch wesentlich mehr Pferdefuhrwerke als Autos.

36. Das sogenannte Efeuhaus war schon immer das Arzthaus in Hohenwestedt. Schon im Jahre 1820 ließ sich hier der erste Arzt nieder. Es war Dr. Zielsdorf, der die Tochter von Pastor Mieden geheiratet hatte. Bis 1906 praktizierte dann der Nervenarzt Dr. Krogh in dem Haus. Er nahm hier auch Patienten zur stationären Behandlung auf. So konnte man sagen, daß es in der damaligen Zeit in Hohenwestedt schon eine 'Nervenheilanstalt' gab. Das Haus lag an der Ecke Itzehoer Straße und Wape!felder Weg. Es wurde im Mai 1936 abgebrochen, um der neuen Umgehungsstraße Platz zu machen. Damals lag es in einem wunderschönen Garten unter großen Bäumen. Es war umgeben von aufgeschichteten Feldsteinen und einem weißen Zaun.

37. Das Haus Itzehoer Straße 3 wurde von dem Sanitätsrat Dr. Karl Borehers erbaut. Der Sanitätsrat hatte damals auch die umliegenden Dörfer medizinisch mitzuversorgen und hatte Freifahrtscheine für die Kleinbahn 'Rosa', wie sie im Volksmund hieß. Die Auffahrt des Hauses war sehr repräsentativ. Später wurde das Haus von dem Rechtsanwalt Hamkens erworben.

38. Der Sohn Dr. Hans Borchers bebaute das Grundstück Itzehoer Straße 3a. Es war ein sehr schöncs Jugendstilhans. das 1911/12 errichtet wurde und ein Entwurf des Kieier Architekten Prinz war. Das Haus ist heute leider sehr stark verändert.

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