Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Michael Junge
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5295-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Noch einmal das Doktorhaus der Familie des Arztes Hans Borchers. Der Weg durch den Vorgarten führt auf die Treppe der Terrasse. Die Familie hat sich hier mil ihren beiden Töchtern und Frcunden zusammcngcfunden. Es ist ein herrlicher Sommertag. Alle Fenster sind weit geöffnet. Im Garten blüht cs üppig.

40. Wir sehen ein Foto mit Bliek aus dem Fenster des Schriftstellers Heinrich Eckmann. Damals gab es noch den alten Kirchsteig, der umsäumt war von Hecken und Gärten. Im Geburtshaus Heinrich Eekmanns an der Itzehoer Straße wird noch heute eine Gärtnerei betrieben. Eckmann wurde am 18. August 1893 als Sohn eines Gärtners und Bauern in Hohenwestedt geboren. Er übernahm später die Gärtnerei seines Vaters. Am Tag mußte er hart arbeiten, um seine Familie, seine Frau und vier Kinder. zu ernähren. Die Abende und Nächte aber gehörten seiner Schriftstellerei. Er gestaltete in seinen Büchern die Menschen seiner heimatlichen Geest. Typisch dafür 'Der Stein im Acker' Er starb relativ jung am 2. Mai 1940 an einern Herzversagen.

41. Der Heimatdichter Heinrich Eckmann wurde in Hohenwestedt am 18. August 1893 geboren. Er war der Sohn eines Gärtners und Bauern. Er erlernte auch den Beruf des Gärtners, Spater bildete er sich auf einer Gartenbauschule in Thüringen weiter. Dann geht er nach Sachsen, Böhrnen, Hessen und Berlin. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs melder er sich als Freiwilliger. Er kommt in Gefangenschaft. Seine Stationen sind Frankreich und England. vor allem Wales. Er schrieb sein Erfolgsbuch 'Eira und der Gcfangenc'. Aber immer trug er seine Heimat im Herzen: Und alles noch, wie's damals war, verträumt und still im Lindengrûn des Dorfes traute Hüuserschar, Die Pfone offen, Rosen blühn.

42. Kommen wir an dieser Stelle noch einrnal auf das Heimatmuseum zurück , so hat es in der Hauptsache mit der Person des Lehrers Sicrek zu tun. Er harte jahrclange Vorarbeitcn dafür geleister. Er trug alles zusarnmen, was ihm samrnelnswert erschien. So übertrug man ihm auch die Leitung des Museums, das am 6. März 1927 eröffnet wurde. 1910 hatte er schon mit seiner umfangreichen Sammlung begonnen, so daß die Räume in der alten Mittelschule am Höpen nicht mehr ausreichten. Im Jahre 1984 wurde das Burmesterhaus von Grund auf renoviert und präsentiert sich heute als Museum in einer klaren Gliederung den Besuchern. Es ist außerdem eine kulturelle Begegnungsstätte mit Vortragen und Ausstellungen.

43. Am 5. August 1934 feierte der Lehrer H.W. Sierck zusammen mit seiner Frau Marie geborene Koltze das Fest der goldenen Hochzeit. Sein Wohnhaus, die 'Villa Sierckhus', lag in der Kieler Straße 40. Er wurde 1860 in Vaalermoor geboren. Er wurde Lehrer in Hohenwestedt. So kannte er die einzelnen Familien sehr gut, waren sie ihm doch im Laufe ihres Lebens irn Schulbereich fast alle einrnal begegnet. Er war für sie fast so etwas wie eine Institution, der man gern den 'alten Plunder' für das Museum überließ und konnte sornit für spätere Generationen typische Gegenstände der Heimat erhalten. Jeder kannte ihn, wenn er im Sommer mit einern hellen Strohhut durch die Straßen ging. Dann grüßten ihn die Leute ehrerbietig.

44. In den schlimmsten Zeiten wirtschaftlicher Depression 1920/21 entstand das Kriegcr-Ehrcnrnal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Durch Geldspenden und sogenannte freiwillige Hand- und Spanndienste wird das Werk von Albert Brodersen (1857-1930) im Park errichtet. Die Findlinge des Ehrenmals wurden damals in Eigenarbeit zu einem großen Kreis aufgeschichtet, in deren Mitte eine Doppe!eiche gepflanzt wurde. Urn sie herum pflanzte man einheimische Gehölze. Der Besucher muß die breit angelegtcn Stufen zum Ehrenmal emporsteigen. Es ist auch heute noch ein lohnender Spaziergang mit der Mahnung und Hoffnung verbunden. den Frieden in der Welt zu bewahren.

45. Die drei Initiatoren des Ehrenmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs im Bürger-Park in Hohenwestedt auf den Stufen zur Gedenkstätte. Links irn Bild Alfred Bredersen. Gartenbaudirektor in Berlin. Alfred Brodersen har das Ehrenmal entworfen. Er ist gebürtiger Hohenwestedter und auch in Hohenwestedt begraben. Sein Vater war königlicher Rentmeister in Hohenwestedt. Die Familie Andreas Bredersen bewohnte ein Haus im Höpen. Sohn Alfred hat in Berlin unter anderem den Kreuzbergpark entworfen. Das Ehrenmal wurde unter großer Anteilnahme der Hohenwestedter Bürger und ihrer Vereine eingewcihr und gleichzeitig eine bewegende Gedenkstunde zu Ehren der gefallenen Söhne abgehalten.

46. Manch einer der alteren Hohenwestedter mag auf diesern Gruppenfoto aus dem Jahre 1937 seinen alten Lehrer noch wiedererkennen. Das Lehrerkollegium der damaligen Volks- und Mittelschule Hohenwestedt hat sich hier dem Fotografen gestellt. Zur Erinnerung sind sie alle hier noch einmal namentlich aufgeführt. Von links nach rechts: Wellhoner, Piening, Schween, Thornsen, Collen burg, Fräulein Hinrichs, Harder, Fräulein Braun, Trede, Kruse, Wurr, Rober, Relling, Sierck und Fräulein Meier. Heute befindet sich die Volkshochschule in diesem Gebäude.

47. Schüler und Lehrer der Landwirtschaftlichen Lehranstalt präsentieren sich dem Fotografen. In der vorderen Reihe in der Bildmitte der Herr mit dem schwarzen Vollbart ist Professor Conradi. Der Lehrstoff wurde immer wieder den zeitlichen Veränderungen angepaßt. Die Lehrkräfte waren auch im landwirtschaftlichen Versuchswesen tätig und hielten Fachvorträge in landwirtschaftlichen Vereinen. Der so erarbeitete Lehrstoff kam natürlich den interessierten Schülern zugute. Auch die Schüler rnußten erarbeitete Vorträge halten. Sie bildeten einen landwirtschaftlicheu Verein der Schüler. So sind immer wieder tüchtige Landwirte und fähige Führungskräfte aus dieser Lebranstalt hervorgegangen.

48. Die landwirtschaftliche Lehranstalt wurde 1870 von Hohenwestedter Bürgern gegründet. Die Kaufleute Martens und Jargstorff riefen eine Aktiengesellschaft ins Leben. Errichtet wurde die neue Lehranstalt im früheren Gebäude der Kolonial- und Farbenhandlung M.H. Muhl. Zum ersten Direktor wurde Dr. Friedrich Giersberg bestellt. Am 19. Dezember 1877 wurde die Direktorenstelle Herrn Albert Conradi übertragcn, Wegen seiner großen Verdienste wurde er 1902 mit der Verleihung des Titels 'Königlicher Ökonomierat' ausgezeichnet. Er begründete den guten Ruf des Instituts. Kurz nach dem hundertjährigen Bestehen der Schule wurde sie mit der Fachhochschule Reedsburg zusammengelegt. Für Hohenwestedt war es ein echter Verlust.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek