Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Michael Junge
Gemeente
:   Hohenwestedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5295-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hohenwestedt in alten Ansichten Band 2'

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49. Das Bild zeigt einen der Lehrsäle der Landwirtschaftlichen Lehranstalt. Hier wurden die Ergebnisse der Zuchtforschung den Schülern vermittelt. Schüler aus der ganzen Welt kamen damals nach Hohenwestedt. Der Ort profitierte davon, wurden doch die Schüler von den Bürgern gern in Logis genommen. Aber jede Familie hatte auch auf den ihr gewisserrnaßen anvertrauten Schüler zu achten, denn es herrschte seitens der Schule eine strenge Disziplin. Eine Schulordnung hängt noch heute im Hohenwestedter Heimatmuseum. Danach wurden Verstöße schwer geahndet. Aber man tand dennoch immer wieder eine Möglichkeit, sich das Leben ein wenig angenehm zu machen.

50. Ein Ort aber wird erst durch seine Menschen lebendig. Es wird hier gelebt, geliebt und gelitten. Eine wichtige Persönlichkeit war daher 'de Utroper', den wir hier im Bild haben. Er war über viele Jahre eine Institution in Hohenwestedt. Meistens war er von einer Kinderschar begleitet, wenn er die öffentlichen Verlautbarungen in der Gemeinde bekanntgab. Er wies aber auch auf Veranstaltungen hin. Auf dem Foto von 1928 sehen wir den Utroper Johannes Kruse an der Ecke Kieier Straße. Von ihrn wird berichtct , daß er häufig nicht mit seinen Nachrichten durch den ganzen Ort kam, weil viele Leute ihm ein Gläschen einschenkten. Das bronzene Ebenbild dieses liebenswerten Hohenwestedter Originals wird demnächst die Stufen des neuen Rathauses schrnükken.

51. Der oberste Beamte um 1900 war in Hohenwestedt der Gemeindevorsteher, der gleichzeitig Amtsvorsteher war. In dieser Eigenschaft hatte er polizeiliche Befugnisse. Sein Amtsdiener war in Uniform ständig im Ort unterwegs. Streng wachte er darüber, daß die Bürgersteige und Straßen ordentlich gefegt waren. Er war eine absolute Respektsperson. So gab es eine Verordnung, die da lautete: Den Dienstboten und Lehrlingen wird das gruppenweise Umherstehen auf den Strassen verboten, wie auch das zwecklose Umhertreiben im Sommer abends nach JO Uhr und im Winter nach 8 Uhr. Die Übertretungen dieser Varschrift werden mit neun Mark Geldstrafe oder entsprechender Haft bestraft. Nach Erfindung des Fahrrades wurden die Ordnungshüter mil den damals üblichen ersten Rädern ausgerüstet.

52. Was aber ist eine Stadt ohne ihr Vereinsleben? Die Gründung von Gilden und Vereinen hatte im 19. Jahrhundert aber fast immer auch politische Hintergründe, nämlich die Betonung des Deutschtums. Auf dem Foto hat sich die Bürger- und Schützengilde Hohenwestedt vor dem alten Gasthof 'Zurn weißen Ross' versammelt. Er befand sich an der Ecke Friedrichstraße-Rendsburger Straße. Das Haus ist bis heute in unveränderter Form erhalten. Die Schutzengilde von 1836 ist der älteste Verein in Hohenwestedt.

53. Der Lehrer Wilhelm Sierck war unter anderem Ehrenvorsitzender des Männergesangvereins von 1843. Das Gründungsjahr fiel in eine Zeit, in der das Verhaltnis zu Dänemark getrübt war. In dem Vertrag von Ripen von 1460 hieß es: 'Up ewich ungedcclt.' Es wurde zum Wahlspruch der Revolution von 1848. bei der der Gesangsverein eine sehr wichtige Rolle spielte. Die Sänger waren auch bei dem sogenannten Hohenwestedter Volksfest beteiligt, das in Wahrbeit eine politische Aktion gegen den dänischen König war. Das Volkstest wurde am 22. Juni 1846 auf dem Platz zwischen der heutigen Schloßmühle und dem Conradiring gefeiert. Jedes Jahr wurde an diescm Tag das Sängerfcst gefeicrt. Hier steht Lehrer Sierck auf der Rednertribüne.

54. Im Jahre 1809 wurde in Hohenwestedt die erste Löschgemeinschaft gegründet. Zum Feuerwehrdienst war damals jeder Bürger verpflichtet. Die Bürger hielten nicht viel von dieser Zwangswehr. So wurde am 13. Dezember 1877 die Freiwillige Feuerwehr Hohenwestedt gegründet. 37 Burger versammelten sich hierzu im Lokal 'Fernsicht", Durch eine Sammlung wurden 550 Goldmark aufgebracht. Bald schon war die Feuerwehrtruppe so gut ausgebildet, daß man auch in den umliegenden Dörfern seine Hilfe anbieten konnte. Aber auch das gesellschaftliche Leben kam nicht zu kurz. Eine eigene Feuerwehrkapelle entstand und spielte bei Festlichkeiten zum Tanz auf. Auch bei Umzügen marschierten sie immer an der Spitze mit. Auf dem Bild, sitzend: Carl Bchrens. Ehler Voss, Friedr. Kasch, Willi Hein, Johs. Behrens und Hans Reese. Stehend: Herrn. Ehlers, Johs. Weit, Julius Ihle , Peter Jensen. Karl Kasch und Otto Koek.

55. Das Foto ist ein Dokument aus dem Jahre 1912. Es zeigt den Spielmannszug und Turner des 'MTV Hohenwestedt'. Aus dem MTV von 1860 und dem Sportverein Holstein wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der 'Männer-Turn und Sportverein von 1860 e.V. Hohcnwestedt'. Danach ging es relativ schnell aufwärts mit dem Verein. Durch sehr viel Eigeninitiative wurde der neue Sportplatz auf Wilhelmshöhe geschaffen. Der MTSV gab von nun an dem Breitensport sehr viel Platz.

56. Der Festumzug des 'Landwirtschaftlichen Vereins' zieht am Barrner Teich vorüber in die BarmstraBe, um darm in die Lindenstraße einzubiegen. Die bodenlangen Kleider der Damen mit ihren mit Blumen und Bändern geschrnückten Hüten und die Strohhüte der Herren geben den Zuschauern am Straßenrand ein festliches Gepräge. Sie bestaunon die geschmückten Erntewagen und die Frauen in ihren Trachten und weißen Schürzen mit den geschutterten Reehen. Die Straßen sind fahnengeschmückt in den Schleswig-Holsteinischcn Landestarben. Rechts im Bild der Schornstein der Genossenschaftsmeierei. Im Hintergrund die 'Maassche Mühle. Der Landwirtschaftliche Verein wurde 1856 in Hohenwestcdt gegründet.

57. Um die Jahrhundertwende trat in Deutschland das Fahrrad seinen Sicgeszug an , ein Fortbcwegungsmittel, das auch in Zeiten der Urnweltverschrnutzung eine besendere Wertschätzung erfährt. Die Bewegung in frischer Luft war schon zu allen Zeiten sehr beliebt. Damals gründete man sogar Fahrradvereine und machte gemeinsame Ausflüge per Rad in die nähere und weitere Umgebung. Diese Herren auf dem Foto führten die Tradition des 1894 in Hohenwestcdt gegründeten Radfahrervereins fort. Der Vorsitzende läutet mil seiner Fahrradklingel die Tagung ein. Er hat Tinte , Fedcr und Papier vor sich aufgestellt. Aber vorher muß ein Urntrunk das alles erst cinrnal bcsicgeln.

58. Aber auch die Motorisierung schritt immer weiter voran .. Der Traum der jungen Männer von damals war ein eigenes Motorrad. Damit durch die Landschaft zu brausen erweckte schon immer ein Gefühl von Freiheit. Doch nur die wenigsten konriten sich diesen Traurn crfüllen. Hier einer der Glücklichen in Hohenwestedt.

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