Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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9. Mit der Giebelfront des Wirtschaftsteils dieses sehr schönen alten Bauernhauses auf Pringen Hof in Dierstorf ist der Bliek auf die Straße gerichtet. Über der Tür zur grofsen Diele liegt der Querbalken, den dieser fromme Spruch ziert: 'Bewahr, Herr, unser Haus! Schütz Menschen, Frucht und Vieh, und gehn wir ein und aus, so segne unsere Müh'! Verleih zur Arbeit Kraft und gib der Saat Gedeihn! Du bist's, der alles schafft, wir wollen dankbar sein. August Meier - Elisabeth Meier geb. Erhorn.' Der alte Hofname Pringen erinnert an Cordt Prigge, der in den Jahren zwischen 1590 und 1602 den Hof bewirtschaftete.

10. Dieses strohgedeckte Haus ließ Pringen Bauer aus Dierstorf auf seinem Hofe für seinen Häusling bauen. Ein zuverlässiger Häusling war dem Hofe viel wert. Hier steht ein noch heute recht hübsches Haus, dem die regelrnäßige, aufmerksame Pflege sichtlich gutgetan hat. Hier wurde auch die für das Dorf erwünschte 'Kühlhauseinrichtung' untergebracht. Es liegt dem Pringenhof genau gegenüber an der Dorfstraße.

11. Das zum Titenshofe Martens-Bruns in Dierstorf gehörende Backhaus wurde im Schutze starker Eichen gegenüber dem Hofe errichtet. Es war wohl ein ungeschriebene Gesetz, dieses zu jedem Hofe gehörende und lebenswichtige Backhaus möglichst weit entfernt vom Wohnhause und den Stalhingen zu bauen. So wurde die Feuersgefahr entschieden geringer.

12. Das Bild zeigt den nach 1942 erfolgten Neubau eines ähnlichen, im genannten Jahre in Flammen zerstörten Bauernhauses auf Titens Hof in Dierstorf Nr. 5. Er gelangte vor 1642 in den Besitz der Familie Martens, denn Menke Martens' Name taucht 1642 in einer Liste der zu einer Jagdfolge des Celler Herzogs verpflichteten Bauern erstmalig auf. Doch die Geschichte des Hofes geht über die etwa zehn oder elf den Familiennamen Martens führenden Geschlechter noch hinaus. In dem ViehschatzRegister des Jahres 1497 wird Heine Titken als der letzte der fünf Dierstorfer Bauern genannt, hinter dessen Namen die in lateinischer Sprache bemerkte Ergänzung 'novellus est' steht. Er ist 1497 noch ein 'Neuiing' in Dierstorf, und dieser Hinweis darf auch als Gründung des Hofes angenommen werden. Es besteht daher kein Zweifel: Der alte Hofname Titens erinnert an Heine Titken und gehört zu den ältestbekannten Hofnarnen des ehemaligen Amtes Moisburg.

13. Das sehr hübsche und im Schutze starker Hofeichen in Dierstorf Nr. 3 hier gezeigte Bauernhaus auf Arps-Hof gehört dem 18. Jahrhundert an und befindet sich im alten, wohltuenden Zustande verflossener Tage. Vor dem Kauf des Besitzes durch Dr. Walter Werner wirtschafteten nachweislich sechs Geschlechterfolgen namens Peters auf dem Hofe, mit ihnen auch zwei Interimswirte, Joharm Joehen Oelkers, wohl von einem benachbarten Hofe in Dierstorf, und der vom Lütens-Hofe im Emmen Nr. 2 stammende Johann Johannsen. Der altgebräuchlich gewordene Hofname Arps erinnert an dem um 1590 auf dem Hofe wirtschaftenden Arp Meyer.

14. Das Lichtbild vom Jahre 1909 zeigt die Familie des Bauern Joharm Heinrich Thiele vom Kourshof in Dierstorf NI. 4. Seine Frau, Anna Catharine Meier, stammte vom 'Pringenhof' Dierstorf Nr. 2. Acht Kinder sind um das Ehepaar versammelt, und die vier ältesten sind wohl zur Zeit der Aufnahme auswärts. Die Namen: Johann Heinrich Thiele, geboren 6. Juli 1855, verstorben 30. April 1931, verheiratet 10. Dezernber 1886 mit Anna Catharine Meier, geboren 25. März 1865, verstorben 11. August 1934. Die Kinder, obere Reihe von links: Magdalene Dora, geboren 29. April 1900, Joharme Elise, geboren 25. Januar 1894, Fritz Heinrich, geboren 5. Februar 1896, Wilhelmine (Minna) Margarethe, geboren 17. Dezember 1891, und Anna Martha, geboren 7. November 1903. In der Mitte: Johann Jochen, geboren 30. September 1897, Erna Elise, geboren 19. Mai 1905, und die Jüngste Grete Sophie, geboren 18. Mai 1908.

15. Der Wieehernsehe Dorfskrug in Dierstorf war der Treffpunkt der Einwohnerschaft des vor dem Ersten Weltkriege ausschließlich aus echten Bauernhöfen bestehenden Dorfes. In einer teils unleserlichen, aber auch etwas beschädigten Urkunde aus den 'Iden des März' - 12. März 1229 - in Rotenburg geschriebenen Urkunde wird Thiderstorpe neben Ennebike (Immenbeek), Growinge (Grauen), Eversten (Eversen), Yzenbude (Inzbüttel, Wüstung südlich von Daerstorf), Hardestorpe (Ardestorf) und einem nicht dem Namen nach bekarmten Orte, dessen Endsilbe auf ... mar auslautet, bezeugt Bischof Iso von Verden die Verpfändung der Zehnten aus diesen Dörfern dem Probste von Bucstehude.

16. Die Ansicht dieses alten niedersächsischen Hofes im Schatten und Schutz sturmgewohnter Eichen führt den Betrachter nach Drestedt. Es ist der Joomshof des Bauern Karl-Heinz Weselmann, der 1964 die Vollhofserbin Dora Emma Martens heiratete. Die alte Niedersachsen-Familie Martens bewirtschaftete den Hof seit 1601 durch elf Generationen. Derüberlieferte Hofname Jooms erinnert an den Rufnamen des Joachim Martens, der in den Jahren 1620 und 1630 nachgewiesen werden kann.

17. Ein altes Ölgemälde von Friedrich Torgersen überliefert die Erinnerung an das im Jahre 1667 erbaute niedersächsische Bauernhaus auf Peets Hof in Drestedt. Es ist der Remiensche Hof Nr. 2. Der Balkenspruch über der Tür zur großen Diele, der sogenannten Missendöör, lautete: 'Genieße, was dir Gott beschieden, entbehre gern, was du nicht hast! Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last!'

18. In Drestedt war über der Tür des einer fernen Vergangenheit angehörenden Backhauses auf Peets Hof in dem ein Meter langen Riegel die Inschrift zu lesen: 'Hinrich Ölckers und Dorothea Ölckers. Anno 1782, den 19. May. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, Ich bitte durch dein theures Blut, mach mir mein letztes Ende gut. Obgleich das selbst ist wunderlich, so laß es doch sein seliglich.'

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