Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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19. Hier war um 1905 der alte Fotograf Siggelkow aus Buxtehude nach Emmen gekommen, um in der Gastwirtschaft Friedrich Oelkers, Orns Hof, eine fröhliche Gesellschaft städtischer Ausflügler beim Klöhnen und Kaffeetrinken auf seine Glas-Fotoplatte zu bannen. Darnit schuf er eine Erinnerung, die in der neu errichteten Gaststätte Thiele hochbeachtet wird und, viele Gäste auf die 'gute, alte Zeit' aufmerksam macht, als auch damals der Ort Emmen mit seinen wunderschönen Eichen- und Buchenbeständen zu gemütlichen Stunden und frischem Trunk schon zur Einkehr einlud.

20. Der alte Hofname Joost für den Hof Nr. 1 der Familie Heins in Emmen erinnert an Jost Albers, Er bewirtschaftete den Vollhof während des Dreißigjährigen Krieges, Über der Dielentür des 1850 errichteten Bauernhauses steht in dem Querbalken dieser Spruch: 'Serge du, Herr, für dies alles; Sorge für mein ganzes Haus, für die Meinen gleiches falles, alle, die da gehen ein und aus! Sorge du für Licht und Feuer, für die Häuser, Kirch und Scheuer! Alles ist in deiner Gabe und ein Zeichen deiner Gunst. Was in dieser Welt ich habe, schütze es für Feuersbrunst! Schütze es für Unglücksfälle, weil ich alles dir heimstelle. Daniel Heins, Margarethe Heins. 14. Juni 1850.'

21. Im Schatten wetterfester und schattiger niedersächsischer Eichen steht ein gegenwärtig ganz der bäuerliche Bewirtschaftung entzogener. seit 1450 bereits urkundlich nachweisbarer Vollhof in Emmen Nr. 2, der mit dem Hofnamen 'Lütens' bezeichnet wird, Dieser ehrwürdige Hofname erinnert an den um 1497 auf dem Hofe wirtschaftenden Bauern Lütke, der noch keinen Familiennamen führte. Im Jahre 1755 kam der Name Ernst Johannsen auf den Hof. Sieben Geschlechterfolgen waren hier ansässig.

22. Das Haus des Landwirts Johannes Heinrich Meyer wurde in Eversen unter NI. 7 geführt und mit dem Hofnamen 'Deckers' bezeichnet. Wenn mehrere Familien namens Meyer im Dorfe wohnten, verhinderte ein Hofname eine Verwechselung. Dieser unter den hohen Eichen liegende Hof mit dem schönen Bliek auf den freundlich wirkenden Fachwerkgiebel wurde im 19. Jahrhundert noch vor der Verkoppelungszeit gegründet. Der Hofname Deckers bezieht sich wahrscheinlich auf den ersten Besitzer, der neben der Bewirtschaftung der Neubauernstelle noch den Beruf eines Strohdachdeckers ausübte.

23. Es ist Peets Hof in Eversen Nr. 2, von dem die Namen der Bauern vom Jahre 1563 an bekannt sind; doch der alte Hofname 'Peets', abgeleitet von dem Familiennamen Peters, ist erst seit 1642 gelegentlich einer Urkunde über die Brotlieferung für die Hunde bei einer Jagdfolge des Celler Herzogs nachweisbar. Der Name Peters blieb in der Folge der Hofwirte bis 1801; als Hans Joharmsen aus Grauen durch seine Heirat mit der Hoferbin Marlena Peters die Bewirtschaftung des Halbhofes in die Hand nahm. Der Hof gelangte 1912 in den Besitz von Jürgeri Heinrich Ernst Endeward, der aus Drögennottorf bei Bevensen stammte. Im Jahre 1950 zog die Familie Endeward nach Neu Wulmstorf.

24. Das Bild zeigt den jüngeren der beiden Söhne des Hofbesitzers Jürgen Heinricb Ernst Endeward vom Peetsbof in Eversen NI. 2, Ericb Endeward. Jeden Morgen, noch in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts, war es seine Aufgabe, die Milchkannen aus Grauen, Eversen, Ohlenbüttel, Rade und Mienenbütte1 nach der Hollenstedter Molkerel zu bringen. Ernst Endeward wurde am 16. Mai 1914 in Eversen geboren, wurde 1934 zur Wehrmacht eingezogen und fiel schon im ersten Kriegsjahre 1939 im Osten bei Tapiau.

25. Der Hof Eversen Nr. 3 des Landwirts Peter Meyer wurde mit dem Hofnamen 'Makens' bezeichnet und in den alten Listen als Kleinkötner geführt, In einem Nachweis über die Stuvenwalder Holzungsleute, der um die Zeit des Dreißigjährigen Krieges niedergeschrieben wurde, werden neben dem Namen des vermutlichen Begründers dieses Hofes mit Macke Flügge (sprich Maake) auch Jochim Alldag und Lüetke Ulrichs, wohl für die Höfe Nr. 1 und 2, genannt. Der Rufname Macke wurde zum Hofnamen. Eversen wird unter den Ortsnamen genannt, in denen einzelne Bauern laut Urkunde vom Jahre 1197 dem neugegründeten Benediktinerinnenkloster bei Buxtehude Gefälle zu entrichten hatten.

26. Unsere Ansicht aus Grauen erinnert an den früheren Lührschen Dorfskrug, wo die ältere Generation der Grauener Einwohner viele schöne Stunden erlebte, die sie sicher gem im Gedächtnis bewahrt hat. Die Familie Lührs stellte mit Beginn des Jahres 1877 fast sämtliche Gemeindevorsteher und die späteren Bürgermeister noch bis an die Gegenwart. Der älteste Lühr, Heinrich Christoph, kam aus 'Brockhöfede' und freite die Erbin des Kleinkötnerhofes Catharine Margarethe Prink, deren Vater aus dem Maddenshof in Eilendorf Nr. 1 stammte. Der Ortsname kenntlich an der Endung ... ingen ist wahrscheinlich langobardischen Ursprungs, wurde 1105 wie Growine, 1229 Growinge geschrieben, eine bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges übliche Schreibung. Im Jahre 1105 wurden sechs Hufen (Höfe) gezählt, und der Charakter eines echten Bauerndorfes ist erhalten geblieben.

27. Die beiden Gebäude auf dem Bilde oben rechts gehörten zur Schule, von denen das ältere noch als Wohnung für den Lehrer bereitstand, nachdem im neuen schon unterrichtet wurde. Von den 34 Lehrern, die für die früher einklassige, dann dreiklassige Schule mit zwei Lehrern festgestellt werden konnten, hat vom 5. November 1876 bis Oktober 1922 der für Halvesbostel und Holvede amtierende Lehrer Johann Heinrich Carl Faeseke hier die längste Zeit gewirkt. Ihm wurden in dem alten Schulhause zwischen 1880 und 1905 zehn Kinder, sechs Mädchen und vier Knaben, geboren. Jetzt fahren die Kinder beider Orte der Grund- und Hauptschule, sowie der Orientierungsstufe zum Unterricht mit Schulbussen nach Hollenstedt. Das untere Bild ist das Heinssche Gasthaus in Holvede.

28. Der Betrachter dieses Lichtbildes schaut hier auf ein sehr schönes, altes, im Schmuck eines in tadellosem Zustande erhaltenen Strohdaches aus Halvesbostel. Es ist das Wohnhaus des Höfners Detjen auf dem Harmshof. Ein Luftangriff am 13. September 1943 legte das Haus, in dem schon die gesamte Ernte des Jahres geborgen war, innerhalb weniger Minuten in Schutt und Asche. Den Giebel beider Dachfirste des Wohnungs- und Dielenendes schmückte je eine Art hölzerne Säule, fälschlich Wendenknüppel genannt, mit dem Morgenstern, wie diese auch Professor Dr. Eduard Kück (geboren 26. Dezember 1867 Hollenstedt, verstorben 2. Juni 1937 Berlin), der sich um Pflege und Erhaltung niederdeutschen Wesens und Brauchturnes sehr verdient gemacht hat, diesen häufig vorkommenden Giebelschmuck bezeichnet hat,

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