Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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29. Erntefest in Halvesbostel! Einer der einst hohen Festtage für die erwartungsvolle Jugend des Dorfes, die sich vor dem Gasthaus Tödter zum Abholen des auf einer Bauerndiele aufgehängten Erntekranzes eingefunden hat. Ja, es gab wieder einmal die ersehnte und vielleicht vielversprechende Gelegenheit zum Tanzen, wohl nach dem Faslaam zum erstenmal wieder. Diese Art von Tanzvergnügen gab es um 1920 noch nicht an jedem Wochenende, aber um so fröhlicher war die Jugend, die mit den Einwohnern auf der zum Tanz umgestalteten Diele schöne Stunden erhoffte und erlebte.

30. Mit vielen alten und ältesten Gebäuden hat sich in den dreißiger Jahren der in Holm wohnende, im Ruhestand lebende Berliner Bürgermeister Dr. Albers mehrere Jahre beschäftigt. Auch die beiden Gebäude, die nur noch als Lichtbilder erhalten sind, stammen von einem Aufenthalt in Halvesbostel und standen auf Harms Hof. Die Konstruktion zeichnete ein aus der Nachbarschaft kommender Zimmermann oder -meister; sie ist deutlich zu erkennen.

31. Im Bilde links wird ein Schuppen zum Schutz von Maschinen gezeigt, und das auf der rechten Seite dargestellte Bild ist der Torfschuppen mit Wagenschauer. Oben unter dem Strohdache fand der Schlitten sommertags seinen Platz. Auf Harmshof wird der ältestbekannte Bauer in einem ViehschatzRegister vom Jahre 1590 mit Harm Detken genannt, dessen Rufname zum Hofnamen wurde, zum Unterscheid gegenüber dem Klaashof in Halvesbostel, wo auf dem Hof des andern Detken, Claus, wirtschaftete. Auch hier führte der Rufname zu dem ehrwürdigen alten Hofnamen.

32. Zwar hatte das 'Maschinenzeitalter' nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auch für die bäuerliche Wirtschaft längst begonnen, doch tauchten von da an immer neue Maschinen auf, zu denen auch die 'Selbstbinder' gehörten, die andernorts und besonders auf den größeren Höfen die Erntearbeiten schon vor 1914 sehr beschleunigten. Die Abbildung macht die Leser mit einem Flügelrnäher vom Marlshof in Halvesbostel bekannt. Der Eigentümer Klindworth steht vor seinen drei Pferden. Die sich drehenden Flügel bewirkten das bequeme, geordnete Legen des gemähten Getreides, weil es so zum Mähen von den Messern sicher erfaßt werden konnte .. Dann wurden durch die Bewegung die Garben ungebunden auf den Stoppel gelegt, und das Aufbinden daher bedcutend vereinfacht. Zeitlich wenig später nach dem Flügelrnäher kam auch der 'Selbstbinder' in die Dörfer. Vor diese Flügelrnäher spannte man je nach Beschaffenheit der Getreideäcker und der Stärke des Getreides auch vier Pferde.

33. Die Einwohnerschaft von Halvesbostel und Holvede errichtete im Jahre 1923 zwischen beiden Dörfern ein Ehrenmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Ein alter Granitfindling aus dem heimatlichen Boden nennt die Namen der zu ehrenden Söhne der beiden Dörfer, die der Krieg aus der Jugend oder der Mitte des Lebens den Familien und der dörflichen Gemeinschaft entriß. An dieser Stätte versammelt sich auch die Bevölkerung der beiden Ortschaften, um am Volkstrauertage dieser Toten zu gedenken.

34. Dem aus Schneverdingen stammenden Christoph Tödter, verstorben 1906, oder seinem Erben und ältesten Sohne Heinrich (1845-1921) wurde 1885 die Konzession für das Tödtersche Gasthaus erteilt. Während eines Frühlingsfestes, an dem die Einwohnerschaft in fröhlichem Beisammensein teilnahm, brannte das strohgedeckte Haus am 5. Mai 1957 völlig nieder, Das guterhaltene Lichtbild beweist die mit landwirtschaftlichen Arbeiten versehene Brinksitzerstelle, die in alten Ortslisten Halvesbostels mit Nr. 19 bezeichnet wurde. Bei dem Anblick dieses Hauses, das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts errichtet sein könnte, mag mancher das Fehlen eines solen schönen Gebäudes bedauern.

35. Die Familie Detjen auf Harms Hof in Halvesbostel verlor am 9. November 1942 in einer Feuersbrunst das auf dem Foto abgebildete, strohgedeckte Gebäude. Es hatte jahrelang als Schweinestall gedient. Diese Art von Gebäuden, die ohne große Kosten und schnell erbaut werden konnten, gehören der Vergangenheit an. Die Bauernhöfe der Gegenwart zeigen gegenüber der Zeit vor 50 Jahren ein völlig verändertes Bild.

Garten ven R. Holzt

Gruß aus Holvede

36. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1913 stellt den Bienenzaun der Imkerei Friedrich Subeys dar, der mit einem Lüneburger Stülper den Bliek in einen seiner Körbe gestattet, Subeys Haus führte den vertrauten Namen 'Imkers'. In 'Hollwedell' wurden 1563 mit den sechs Höfnern auch zwei Kötnerhöfe gezählt. Eduard Kück erklärt das Grundwort des Ortsnamens ... wede als Weide; doch kann seinem Hinweis auf das Bestimmungswort Hol als 'eine hohle Weide' kaum zugestimmt werden. Die erste Silbe muß wohl im Zusammenhang mit den benachbarten Ortsnamen Hollenstedt, Holtorf, Hollinde und auch Halvesbostel verstanden werden. Holvede könnte (müßte) als besenders auffallendes, hervcrragendes und für die Viehhaltung nützliches Weidegebiet benannt worden sein. Den ältesten schriftlichen Hinweis auf Holvede liefern Urkunden aus der Geschichte Neuklosters vom Jahre 1335.

37. Der Gruß mit dieser Ansichtskarte kommt aus Holvede, dessen Gastwirtschaft Heins im Jahre 1927 durch ein Schadenfeuer eingeäschert wurde. Auf demselben Grundstück wurde der Neubau des modern ausgeführten Gasthauses errichtet, das weiter im Besitz der Familie Heins blieb. Ihr Name kam mit Menke Heins (1832 bis 1908) aus Hollenstedt, der sich 1858 mit Anna Marie Detjen verheiratete. Ihnen folgte als Erbe der älteste Sohn Johann Heinrich Wilhelm (1873 bis 1908), der in Friedrich Wilhelm seinen Nachfolger fand. In der Mitte des Bildes, an dem noch nicht ausgebauten Wege in Richtung Hollenstedt, steht das Haus Heinrich Meiers, und unten ist das an der Straße nach Halvesbostel errichtete Ehrenmal.

Imkerei eon Wilh. Helris Holvede, Post HclIenstedt.

38. Vor diesem großen Bienenzaun in Holvede steht mit den Kindern, die ihr Gesicht gegen die Stiche der Bienen mit Hauben abgesichert haben, der Besitzer des 'Immentuuns', wie er im Plattdeutschen bezeichnet wird, Wilhelm Heins. Zur Betreuung einer so großen Bienenhaltung war ein ausgebildeter Imker notwendig, der dem Fotografen einen Bliek in einen Korb voll Immen erlaubt. Unter dem schützenden, mit Dachziegeln beschwerten Dach stehen in zwei Reihen Immen- oder Bienenkörbe vom Typ des Lüneburger Stülpers, wie er in der Lüneburger Heide allgemein in der Imkerei benutzt wurde.

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