Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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39. Die Gemeinde Hollenstedt errichtete den im Ersten Weltkriege gefallenen Söhnen beider Dörfer Hollenstedt und Emmen bald nach 1919 ein Ehrenmal vor Smetts Haus des Landwirts Meyer-Rover. Als dieses alte, schöne Bauernhaus am 19. April 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, durch feindliche Einwirkung eingeäschert und die Straße infolge des zunehmenden Verkehrs verbreitert werden mußte, wurde das Denkmal auf einem würdigen und schön gelegenen Platz bei der Brücke über die Este am Stegen wieder errichtet,

Çasthof ..7(einr . .J(oppe, .J(o/lenstedt.

40. Der Bliek des Betrachters trifft auf den Gasthof Heinrich Hoppe, jetzt 'Hollenstedter Hof' im Besitz von Heinrich Meyer-Hoppe, der 1982 in einem großen Kreis von Gästen und Freunden in festlichem Rahmen das 275jährige Bestehen des Gasthauses feiern durfte, Die fotografische Aufnahme - die alte Reichsfahne des deutschen Kaiserreichs täuscht nicht - stammt aus der Zeit vor 1914. Zu einem Tag von besonderem Anlaß zeigt auch Wilhelm Meyer auf Langens Hof von nebenan an dem hohen mit den schwarz-weißen Farben des preußischen Königreichs geschmückten Fahnenmast die Flagge schwarz-weiß-rot. Auch sie gehörte bis zum Jahre 1918 zu den alten Fahnen der Vergangenheit.

41. Am 22. März 1867 eröffnete der Kaufmann Wilhelm Eduard Kück, Sohn des Papierfabrikanten Georg Kück aus Staersbeck, eine Manufaktur- und Kolonialwarenhandlung. Seine Kaufmannslehre hatte der Gründer in der Firma Carl Hermann Richter in Buxtehude erhalten. Eine Neuerrichtung des Geschäftes wurde bereits 1880 notwendig, nachdem ein Feuer starke Verwüstung verursacht hatte. Sein Sohn Franz übernahm das väterliche Erbe im Jahre 1900, und ihm folgte 1920 Sohn Wilhelm, erst 19 Jahre alt. Wilhelm Kück ist am 16. März 1978 verstorben. Das 100jährige Geschäftsjubiläum wurde arn 22. März im 'Hollenstedter Hof' in Gegenwart von 1 000 Gästen festlich begangen.

42. Der Bliek fällt auf die im Hintergrunde sichtbare Molkerei Hollenstedt. Die alte, schmale Dorfstraße in Richtung Moisburg führt daran vorüber, die wegen des sehr stark zunehmenden Verkehrs verbreitert werden mußte. Das Haus rechts mit der Bezeichnung 'Balzers Huus', gehörte der Familie Gustav Böhrs und ging über in den Besitz der Familie Rampold. Der Name Post-Aldag für das Haus links erinnert an die alte Posthilfstelle Hollenstedts und an den Namen des früheren Post-Agenten Joehen Peter Aldag, der von 1870 bis 1943 lebte. Seine Frau, Marie Dorothee Meier, war eine Bauerntochter aus dem Langenshofe in Hollenstedt.

43. Das Bild erinnert an das Häuslingshaus auf Minkens Vollhof in Hollenstedt 1. Noch ist das im 18. Jahrhundert für eine Häuslingsfamilie errichtete Fachwerkhaus als Wohnung erhalten, und nur das Strohdach ruft nach einem tüchtigen Dachdecker. Damit das Wetter in Wind, Sturm, Regen und Schnee den bereits eingetretenen Schaden nicht noch deutlicher macht, bedient man sich einer Egge.

44. Das Molkereigebäude in Hollenstedt wurde 1904 errichtet. An der Straßenfront war der Leitgedanke sichtbar zu lesen: Der Grund, darauf dies Haus gebaut, / das ist der Mut, der Gott vertraut. / Das Sparrwerk, [est zu al/er Zeit, / ist der Genossen Einigkeit. /1. Juli 1904 - 1. Juli 1929. Aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr des Gründungstages wurde das Haus am 1. Juli 1929 mit Kränzen geschmückt. Die Gemeinschaft bewährte sieh durch sieben Jahrzehnte. Am 17. September 1970 wurden die Molkereien Hollenstedt und Tostedt mit Sittensen zusammengelegt. Von da ab kommt täglich der Tankwagen, um aus dem Einzugsbereieh Hollenstedt die Milch abzuholen. Die Abstimmung über die Stillegung im Gasthaus Heins beweist die tief ins wirtschaftliche Leben eingreifende Maßnahme: 49 Teilnehmer stimmten für die Stillegung, 32 dagegen, und fünf enthielten sich der Stimme.

45. Es ist der Peetshof in Holtorfsbostel, auf dem das alte Bauerngeschlecht Eickhoff-Lorenz zu Hause ist. Der alte Hofname erinnert an Peter Reese, der um 1583 auf dem Hofe wirtschaftete. Sein Nachfolger Peter Bartels hat das für das ganze Moisburger Amt so verhängnisvolle Pestjahr 1627/28 nicht überlebt. Der Hof wurde damals als Horneburger Vollhof genannt, dessen Bauer dem Ministerialengeschlecht von Schulte in Horneburg dienen mußte, Die drei andern Höfe mit den alten Hausnummern 2, 3 und 4 und den Hofnamen Tammen, Minkens und Lohmanns waren Bischofshöfe, deren Grundherr der Bischef im Bremen-Verdener Stift war. Dieses Gebiet wird noch heute als 'im Sticht' bezeichnet. Als erster Eickhoff auf dem Hof Nr. 1 wird Johann um 1730 genannt,

46. Die Umbenennung des 1446 aus dem Dunkel der Geschichte ans Licht auftauchenden HoltorpeHoltorf in Holtorfbostel erfolgte 1932, als der Kreis Winsen (Luhe) mit dem Kreise Harburg vereinigt wurde und damals ein zweites Holtorf im westlichen Kreisteil bestand. Da wurde für unser Holterf die glückliche Lösung gewählt, den Namen in Holtorfsbostel zu ändern. So gehört es in namensverwandtschaftlicher Hinsicht zu den andern benachbarten Bosteldörfern westlich vom Kirchort Hollenstedt. Holtorfsbostel konnte durch die Jahrhunderte als echtes Bauerndorf sich behaupten, wenn die alten vier Höfe, wie 'Tammen' auf der Ansicht, sich auch mit den Gebäuden und in der zeitentsprechenden Landwirtschaft gegenüber den modernen Erfordernissen nicht verschlossen.

47. Auf dieser Seite werden Moisburger Ansichten aus der Zeit um 1900 gezeigt. Die Este erscheint zweimal: Am Park der Domäne und am Estedamm links neben Meyers Gasthaus, das später zum 'Amtskrug' umbenannt wurde. Das Hasenkampsche Kaufhaus an der Dorfstraße ging 1912 über in den Besitz von Wilhelm Gerdts, dem 1958 sein Enkelsohn Gerdt Hartig folgte. Das alte Kaufhaus wurde 1930 abgerissen und mit einem Neubau ersetzt. Gegenüber auf dem Bilde liegt das Bauernhaus des Hofes mit der Hausnummer 10, 'Zillens',

48. Das jüngst wieder mit erheblichen Kosten erneuerte Amtshaus im alten Mosidigo darf als der geschichtliche Mittelpunkt während vieler Jahrhunderte im Westen des Kreises Harburg genannt werden. Hier schaltete und waltete der Amtmann in dem ihm anvertrauten Gerichtsbezirk zwischen Neugraben und Otter bei Tostedt. Das stets mit 'Schloß' bezeichnete und 1379 schon erwähnte ehrwürdige Gebäude war auch Wohnsitz des Pächters der um 1928 aufgelösten Staatlichen Domäne und diente von 1603 bis 1616 der Herzogin Hedwig, Gattin Ottos I1., als Witwensitz.

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