Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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49. Mit der Geschichte der Kirche in Molsburg hat sich Dr. Willi Meyne eingehend beschäftigt und ihre vielhundertjährige Chronik in dem Buche über die 'Ehemalige Hausvogtei Moisburg' dargelegt. Das alte Gotteshaus gehört wahrscheinlich der Zeit mehrerer Kirchengründungen im alten Amtsbezirk um das Jahr 1200 an, als die Glocken der Kirchen in Hittfeld und Hollenstedt berelts seit 400 Jahren die Menschen zu christlichen Gottesdiensten einluden. Dr. Meyne hat fast 70 lange Jahre die im Jahre 1803 erbaute Orgel gespielt.

SeitenBügel des Heims

50. Mit diesem Lichtbild gewinnt der Beschauer einen recht schönen Eindruck von Bauten im alten Ort. Die Este, die sich vom Süden aus dem Wümmemoor her in Moisburg teilt, umfließt eine Insel. Mit dem Wasserrad und der Mühle bietet sich wegen des im nördlichen Deutschland selten vorkommenden Anblicks den Vorübergehenden ein bestechendes Bild dörflicher Einmaligkeit, Viele unter ihnen werden veranlaßt zum Verweilen und stillen Genießen. Die beiden anderen Bilder zeigen das einst herzogliche Schloß Moisburgs.

51. Hier werden zwei Persönlichkeiten aus dem Lüneburger Lande vorgestellt, mit deren Namen sich eine verdienstvolle Bedeutung für die Heimatforschung und die Geschichte Niedersachsens verbindet. Professor Dr. Eduard Kück, rechts auf dem Foto, wurde am 26. Dezember 1867 in Hollenstedt geboren, karn als Gymnasiallehrer nach Berlin und widmete sich tiefgreifenden, seiner alten Heimat dienenden Studien, die für die Nachwelt in zahlreichen Veröffentlichungen von unschätzbarem Wert wurden. Sein überragendes Werk ist das dreibändige 'Lüneburger Wörterbuch'. Neben ihm steht der im Ruhestande in Moisburg lebende Lehrer Dr. Willi Meyne, geboren 22. September 1888 in Süttorf, Bleckede, dessen Werk 'Geschichte der Hausvogtei Moisburg' in diesem Bildbande mehrfach genannt wird und als besonders beachtenswert und immer noch hoch eingeschätzt werden muß,

Mein tiebes Heimatdori, wie liegst du still. Hoch über dir erqliuizer: hell die Stetne.

Doch hot di, was rauscht dort unten in der Petnet Es ist das Wehr, das nimmer ruhen will.

Du tieoes Mühlenwehr, dir wink' ich zu ..

Warst meinet Kindhèit neuer Spieigejährte.

Und was das Schicksal mir auch weitertün bescherte, Dein ew'ges Rauschen Schlug den Takt dazu.

Es gibt dem Herzen immer neUe Krait.

Drum kuisdie ich dir oft z~ später Stunde,

Wenn ringsumher in weiter stiller Runde, Verstummet ist des Tages wilde Hast.

Drum Iiebes Hetmatdort am Bstestrand,

Dit gilt mein GruB, äir gilt mein Träumen.

Mein Molsburg du, umrahmt von hohen Bäumen, Du bist ein Paradies im weiten Land.

Grete Siegmund, Mofsburg

52. Bei der Wahl alter Ansichten aus dem Esteort Molsburg muß auch der Heimatdichterin Grete Siegnund geborene Meyer gedacht und gedankt werden. Ihr Elternhaus stand in unmittelbarer Nachbarschaft des Rades mit dem plätschernden Wasser der alten Wassermühle, 'Spielgefährte aus frohen Tagen ihrer Kindheit', um ihre tiefempfundenen Gedanken hier zu wiederholen. Ihre Bücher fanden viel Zustimmung.

53. Ochtmannsbruch wird in den von Hodenbergschen Verdener Geschichtsquellen von 1197 urkundlich als Ochtemersbroke erstmalig erwähnt, und eine weitere Beurkundung als Ochtmannsbrock findet sich in dem Viehschatzregister von 1497, zwar nicht in der Vogtei Moisburg, doch in der Harburger mit zwei Höfen, die bis 1554 aufgeteilt wurden und 1664 mit vier Halbhöfen erscheinen. Um diese handelt es sich bei den vier Abbildungen. Oben links Hof 1 (Wilkens), rechts Hof 3 (Böschens), unten links Hof 2 (Lütens) und rechts Hof 4 (Peets).

54. Der Bliek fällt auf den schon im Jahre 1554 erstmals schriftlich mit dem Namen Cordt Cordes, im Harburger Erbregister von 1667 als halben Schillingshof erwähnten Peetsschen Hof in Ochtmannsbruch Nr. 4. Das Geschlecht Cordes-Cohrs bewirtschaftete den Hof zwischen 1554 und 1950, und der Familienname Wentzien setzte die Erbfolge fort, als die Hoferbin Elisabeth Marie Dorothea Cohrs 1950 den aus Dohren stammenden AdolfWilhelm Wentzien, verstorben 1982, heiratete.

Uchtmannsbruch bei Hotlenstedt, Kreis Harburg Gastwirtschaft von Joh. Marquardt

55. Der Bauernhof Nr. 2 heißt in Ochtmannsbruch und Umgegend immer noch 'Lütens' nach Lütke Weßelmann, der zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges hier wirtschaftete. Doch mit dem Jahre 1672 gelangte der Familienname Marquard auf den Hof. Spater wurde von dieser Familie auch der Dorfskrug eröffnet, der bis in die Gegenwart zum Besuch einlädt. Die freundlich-nette Bedienung durch die Erbin des Hofes, Frau Elsbeth Brandt geborene Marquàrdt, kann zugesichert werden. Aus der alten Familie Marquard-Marquardt wurden nacheinander folgend elf Generationen festgestellt.

56. Dieses langgestreckte und sich in einern schönen Zustand befindliche Bauernhaus steht in Oldendorf. Es ist der Vollhof Nr. 1 mit dem alten Hofnamen 'Meiers', Besitzer Tierarzt und Landwirt Dr. Heinz Rudolf Maack. Sein Ahnherr Johann Friedrich Maack heiratete 1867 die Hoferbin Marie Gerkens, deren Vorfahren aus Calve karnen und mit Kaspar Friedrich Gerken in den Besitz dieses Oldendorfer Vollhofes gelangten. In dem Hofnamen 'Meiers' wird wahrscheinlich kein ehernaliger Familienname auf dem Hofe überliefert; denn um 1450 wird der den Hof bewirtschaftende Bauer mit 'de meyger' bezeichnet, der im Auftrage des Grundherrn (1664: der Landesfürst in Celle) gewisse Meieraufgaben zu erflillen hatte.

57. Der Oldendorfer Vollhof Nr. 2, Besitzer Heinrich Herbert Röver, führt im Volksmund der heimisehen Einwohnerschaft den Hofnamen 'Baars', der sich auf den Rufnamen Balisar Oleckes vom Jahre 1563 zurückführen läßt, 1590 jedoch als Balzer Olrickes in einem Viehschatz-Register genannt wird. Der Ortsname Oldendorfs tritt als Aldenthorp schon 1105 in einer Urkunde auf, in der auf drei Vollhöfe hingewiesen wird. Die Aufteilung eines dieser drei Höfe zu zwei Halbhöfen kann zeitlich wohl nicht - oder noch nicht - festgelegt werden; doch darf der Ort selbst, wie sein Name deutlich beweist und es im Plattdeutschen noch anschaulicher als 'Olendörp' macht, zu den ältesten in der Umgebung Hollenstedts gezählt werden. Die Grundsteuer-Mutterrolle vom Jahre 1850 zählt zwei Vollhöfe, zwei Halbhöfe, zwei Kleinkötner, einen Brinksitzer und einen Abbauer.

58. An der Dorfstraße in Oldendorf macht auch der 'Goddenshof' einen beachtlichen Eindruck. Hier wirtschaftet als Bauer Fritz Wilhelm Hans Wendt. Der immer noch gebräuchliche Hofname 'Goddens' überliefert den Rufnamen Goedeke oder Gottke. Der schon 1664 als Halbhofin den älteren Registern bezeichnete Hof dürfte Teil eines ehemaligen Vollhofes sein, der aber als Buxtehuder Mühlenhof am 20. Juni 1295 bereits halbiert war. Beide Halbhöfe gehörten damals zu dem Hollenstedter Allod (lehnsfreier Hof) des Verdener Bischofs. Jochim Aldages und Hans Stöuer bewirtschafteten die beiden Halbhöfe.

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