Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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59. Das abgebildete Haus steht in Podendorf. Es wurde 1863 als Altenteilerwohnung vom Tönnshof NI. 1 abgetrennt. Nach dem Tode der zweiten Frau des Vollhöfners Peter Cordes vom

Tönnshof (1806-1874), Catharine

Magdalene geborene Brockmann

(1825-1875), kaufte 1881 der am 18. Februar in Neugraben geborene Joharm Peter Holst, gestorben 1896, den Besitz, der als echte Abbauerstelle mit der Haus Nr. 4 in den Listen geführt wurde. Auf dem Querbalken über der Tür zur großen Diele lesen wir den Spruch: 'Dreieinig großer Gott, du kannst das Haus bewahren, und deine Gnade drinn mit Segen offenbahren. Auf daß wir früh und spät empfinden deinen Segen, bewahre uns des Nachts, wenn wir uns schlafen legen, daß selbst der Feind nicht schade, komm du mit deiner Gnade! Amen.'

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60. Auf dem Wege von Molsburg halbwegs nach 'Appelbeck am See' kreuzt man die kleine zur Gemeinde Moisburg gehörende Ortschaft Podendorf. Ihre Geschichte hat der frühere Lehrer und jahrzehntelange Organist der Kirche in Moisburg, Dr. Willi Meyne, vorbildlich untersucht und beschrieben. Er benennt in seinem 1936 erschienenen und bei Vetterli in Buxtehude gedruckten Buche 'Die ehemalige Hausvogtei Moisburg' drei Vollhöfe und eine Abbauerstelle. Hier wird das erste Gebäude gezeigt, das den Besucher der Ortschaft gleich nach der Ankunft in Podendorf wegen des reizvollen Zustandes mit dem schönen Strohdach überrascht, Es gehört zu der Abbauerstelle NI. 4 im Besitz der Familie Holst, die bis 1881 häuslingsweise in Regesbostel gewohnt hatte und dann in Podendorf seßhaft wurde.

61. Die älteste urkundliche Erwähnung Rahmstorfs prägt sich als Jahreszahl leicht ein: Es ist viermal die 1. Es war die Zeit um 1111, als im Herrschaftsbereich der Billunger mit dem letzten männlichen Nachkommen Magnus 1106 gestorben war. Da glaubte der Ministeriale Friedrich, Untervogt der Bremer Kirche, belehnt mit der Grafschaft Stade, gewisse Rechte auch auf der östlichen Nachbarschaft seiner Grafschaft vertreten zu müssen. Kaiser Heinrich V. sandte den Markgrafen Rudolf 1111 nach Radelmestorpe-Rahmstorf', wo der Streit zwischen dem Stader Ministerialen und dem Herzog Lothar beendet werden sollte. Der Streit fand damit sein Ende, daß Rudolf den Stader in der Verhandlung festnehmen und ihn kurzerhand nach Salzwedel (Altmark) bringen ließ. Rahmstorf ging ein in die Geschichte.

G:utbau. Job. Meyer

Rahmstorf

62. Jooms Vollhof in Rahmstorf Nr. 1, dessen sehr schönes Fachwerkhaus hier in einer Luftbildaufnahme gezeigt wird, befindet sich im Besitz der vom Thiemannshof in Ardestorf Nr. 4 kommenden Familie Mojen. Ludwig Mojen (1868-1942) heiratete 1893 die im Jahre 1863 in Rahmstorf geborene Hoferbin Catharine Schliecker. Vorher war in mehreren Erbfolgen eine Familie Meier auf dem Hofe ansässig, deren letzter Sproß Joharm mit 46 Jahren - zwei Jahre nach seinem Vater Johann - starb und wegen Kränklichkeit das väterliche Erbe seinem Stiefvater und Interirnswirt Claus genannt Jakob Schliecker verkaufte. Die Bauernfamilie Meier kann schon vor 1600 auf dem Hofe nachgewiesen werden, und der durch mehrere Erbfolgen gewohnte Rufname Joachim-Jochim führte zum altgebräuchlïchen Hofnamen 'Jooms'.

63. In den von Otto Heinrich May herausgegebenen Regesten der Erzbischöfe von Bremen wird die Forschung erstmalig im Jahre 1112 mit Radolvestorppe bekannt gemacht, wo an der Grenze zum Stift Bremen-Verden ('in'n Sticht') ein Gerichtstag zwischen Herzog Lothar von Sachsen und einem Ministerialen Friedrich stattfand. Der Ort wurde dann 1197 Radelmestorppe, 1294 Rodelemestorpe und 1446 Rademstorppe geschrieben. Der Vollhof der Familie Bremer auf dem Bilde trägt den Hofnamen 'Peets' und die frühere Hofnummer 3. Michael Bremer aus Nottensdorf heiratete 1870 die Hoferbin Anna Catharine Holst, deren Vorfahren aus Goldbeek kamen. Der Hofname 'Peets' erinnert an Peter Holßen, der schon unmittelbar nach Ende des Dreißigjährigen Krieges auf dem Hof wirtschaftete,

gruß BUS 'RegesDostef Gastwirtschaft Wilh. Steffens

Oeffentliche Fernsprechstelle .

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64. Der Gruß aus Regesbostel kommt vorn Steffensschen Dorfskruge, wo arn 31. März 1983 das 100jährige Bestehen des mit der Bewirtung der Gäste verbundenen Hauses festlich begangen wurde. Rechts auf dem Bilde, aus der Zeit um 1910, steht der vierte Steffens aus der Reihe der Inhaber des Kruges, Wilhelm (1878-1954), mit seiner Frau Sophie Mathilde Detjen aus Regesbostel. Die auf einem doppeltbespannten Phaeton sitzenden Personen unternehmen an diesem Sonntage wohl nach irgendwo einen Besuch und wollen gerade abfahren. Der Steffenssche Krug, zur Zeit mit Helmut als Inhaber, ist immer noch ein gemütlicher Treffpunkt für alt und jung.

65. Das Lichtbild vom Jaaks-Vollhof in Regesbostel Nr. l,jetziger Besitzer Heinrich Klindworth, stellt ein dem frühen 19. Jahrhundert angehörendes Bauernhaus vor, Das beispielhaft wirkende Fachwerk mit dem Walmdach und dem bestens gepflegten und tief herabreichenden Strohdach war der Typ des nordniedersächsischen Bauernhauses der Vergangenheit. In den Wohnräumen der Familie des Bauern, im Flett und auf der breiten und auffallend langen Diele mit den Stallungen für Pferde und Rinder zu beiden Seiten vollzog sich das Leben der Menschen durch mehrere Jahrhunderte.

66. Ein guterhaltenes Lichtbild aus der Zeit um 1910 zeigt das Wohnhaus von Joharm Albers auf dem Halbhof Sniers, Regesbostel Nr. 4. Man blickt auf das Wohnende über dem sich neigenden Walmdach, dessen Giebel noch die Pferdeköpfe schmücken, Die Frage wegen der Bedeutung der nach auswärts schauenden oder der nach innen gerichteten Köpfe taucht immer wieder auf. Sie kann nicht eindentig erklärt werden! Wahrscheinlich ist sie mit einer Überlieferung aus langobardischer Zeit für die nach außen schauenden und dem sächsischen Volkstum angehörenden für die nach innen gerichteten Köpfe zu beantworten.

67. Hier stellt sich die Familie des Landwirts Joehen Johannes Jobmann aus Regesbostel Nr. 10 vor, der um 1930 den Brinksitzerhof mit dem Hofnamen Mars besaß. Unter Brinksitzem muß man sich zumeist die am Ende des 16. und überwiegend im 17. Jahrhundert ins Dorf kommenden AnsiedlungsWilligen vorstellen, die nach Befragung der damaligen Ortsansässigen und mit Einverständnis des Moisburger Amtrnannes auf dem Brink des Dorfes bauen durften. Der alte Hofname Mars erinnert an den um 1670 auf dem Brinksitzerhofe wirtschaftenden Marx Maak, der für den früher mit dem Hause verbundenen Dorfskrug die Accise, den Zoll für alkoholhaltige Getränke, namentlich für das zumeist selbstgebraute Bier, zu entrichten hatte.

68. In den Jahren 1900/01 wurde eine Eisenbahnstrecke zwischen Buchholz und Geestemünde eingerichtet. Es entstanden bei der Reichsbahndirektion Pläne, die zwischen der Reichshauptstadt Berlin mit dem deutschen Osten eine kürzeste Hauptstrecke nach den machtig aufstrebenden Hafenstädten an der Weser-Mündung Bremerhaven und Geestemünde anstrebten. Die Strecke zwischen Buchholz und Geestemünde führte durch ein landwirtschaftlich hochgenutztes Gebiet mit zielstrebigem Bauerntum, dem ein schneller Absatz der Kartoffel- und Getreideernte sehr gelegen kam. Die Bahnhöfe Drestedt, HoJlenstedt und Staersbeek wurden wegen des Transports nach der Stadt und zurück für die Belieferung mit Mineraldünger notwendig geworden. Nach 70 Jahren mit stark zunehmendem Kraftwagenverkehr wurde die Strecke stillgelegt. An sie erinnert nur noch das Wohnhaus des früheren Bahnhofsvorstehers in Staersbeek-Molsburg.

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