Hollenstedt in alten Ansichten

Hollenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Hollenstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2358-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hollenstedt in alten Ansichten'

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69. Beide Wenzendorfer Ansichten werden der jüngeren Generation des Ortes wohl ganz unbekannt vorkommen. Seit der Aufnahme durch Louis Voß, Stelle, sind auch viele Jahrzehnte verstrichen, und Johann Prigge, dessen Name auf dem Bilde zu lesen ist, war nur kurze Zeit Interimswirt auf Minkens Vollhof NI. 3. Dessen Chronik beginnt mit dem Jahre 1450 und weist IS Generationen nach, die in altniedersächsischer Bauerntreue den Hof durch die 500 Jahre Geschichte führten, Die Bezeichnung müßte 'Minkens Hof' heißen. Der alte Hofname erinnert an den um 1600 auf dem Hofe wirtschaftenden Menke Marrens. Die jetzige Erbin Elfriede Aldag ist verheiratet mit Klaus Jansen aus dem Schleswig-Holsteinischen. Mit dem nebenstehenden Bild erscheint der ehemalige Wilkens-Vollhof NI. 1.

Wenzendorf.

Gul !"lar!ens.

Wenzendorf.

Malthies Gasthaus.

70. Gastwirtschaften, die alten Dorfskrüge der Vergangenheit, gab es in der Mehrzahl aller Dörfer. Sie dienten im Allgemeinen nur der bäuerliche Bevölkerung zu kurzem Trunk oder längerem Klöönsnack - gelegentlich auch wohl umgekehrt. Auf den geräumigen Dielen oder auch auf der Scheunentenne fanden im Januar der Fastnachtstanz, der 'Faslaam' (Fasselabend), und nach der Ernte das Erntefest, de 'Oarndag' oder 'dat Oarnbeer', statt. Hin und wieder gab es auch einmal eine 'Köst", eine Hochzeit, zu der der 'Kössenbidder' die Gäste des jungen Paares zur Teilnahme an der 'Köst bidden' mußte.

71. Wennerstorf in der Gemeinde Wenzendorf tritt im Jahre 1057 in der Schreibung Wenneremestorpe in das zunächst noch etwas trübe Licht der Geschichte des Ortes. Es geht um eine Hufe, einen Hof, in dem sich der Bocksche Vollhof NI. 1, 'Smetts', vermuten läßt. Adelheid, die älteste Tochter des Grafen Luder-Udo von Stade, als Inhaberin der Grundherrschaft über den Hof in Wenneremestorpe, trat 1057 ihren Besitz an die Kapelle St. Nikolai in Harsefeld ab. Im Jahre 1563 werden in der von Ernst Reinstorf bearbeiteten Einwohnerliste des Fürstentums Lüneburg in 'Wennernstorp' fünf Höfe und eine Kate gezählt, Unter den Höfen könnte der mit Hinrich Brase als Bischofs Mann besetzte Bocksche Vollhof gemeint sein.

Gruß aus Wennersdort, Post HolJenstedt

." .

72. Erntefeste fanden in fast allen Dörfern statt, die nach den mühevollen Tagen der Ernte von der Dorfsgemeinschaft begangen wurden. Auch, wie aus dem alten Lichtbilde um 1925 zu entnehmen ist, in Wennerstorf hatten die jungen Mädchen sich zum Kranzbinden eingefunden und die von ihnen mit Früchten und bunten 'Lecksen' geschmückte Erntekrone auf eine Bauerndiele gebracht. Dort wurde sie unter dem Jubel der Teilnehmer am Erntefeste mit Musik abgeholt und auf die zum Tanz eingerichtete Diele gebracht. Die Musik stellten mehrere Jahrzehnte die Molsburger unter Leitung von Hinrich Hoffmann. Ihm zur Seite standen Hermann Lühmann und Johann Thiemann aus Immenbeck. Und der vierte Musiker Diedrich, der nur den einfachen Familiennamen Busch führte, wurde, um die Ebenbürtigkeit aller herzustellen, auch Buschmann genannt. Hermann Lühmann und Diedrich Busch(mann) sind auf dem Foto neben den Kranzträgern zu erkennen.

73. Oben: Das Foto vom Jahre 1922 führt uns nach Klauenburg auf den Hof von Friedrich Wilhelm Joachim Behrens. Sein aus Wüstenhöfen stammender Vater J ohann Heinrich Wilhelm heiratete am 11. Oktober 1918 die Erbin des im Bilde gezeigten Hofes, Sophie Wilhelmine Marie Ottens. Auf dem Foto links steht er zwischen seinen beiden ältesten Kindern. Seine Frau ist die irn weiten Umkreis von Wenzendorf bekannte 'Mine von Klauenburg', die eine mit viel Liebe angelegte Sammlung fotografischer Aufnahmen besitzt, die sie nicht nur gern zeigt, sondern auch zu jedem Bilde etwas zu erzählen weiß. Zur Zeit des Erscheinens unseres Hollenstedter Bildbandes hat sie ihr 92. Lebensjahr soeben vollendet, in guter Gesundheit, Sie freut sich wieder auf den nächsten 'Wensendorfer Abend', den sie nie versäumt.

Unten: Der den Roggenstoppel pflügende junge Mann, wahrscheinlich ein Knecht vom Behrensschen Hofe in Klauenburg, ist dem alten bäuerlichen Wahrspruch 'Wenn de Ruggen meiht is, mutt de Plöger ok fuurts achterran kamen' treu geblieben. Dem Mäher soll der Pflüger folgen! Auf dem um die zwanziger Jahre entstandenen Lichtbild sind die Hoekenreihen des hier trocknenden Roggens auch noch gut zu erkennen.

74. Junge Damen aus Mienenbüztel und Wennerstorf in der Mode aus der Zeit um 1907 sind denen aus unserer Gegenwart, nämlich bei besonders feierlichem Anlaß, schon weit voraus, damals schon 'in Lang'; Frieda Marie Meyer, geboren 1891, rechts im Bilde, vom Harmshof in Mienenbüttel, später Frau Schmidt in Neu Wulmstorf Nr. 38, und Doris Aldag aus Wennerstorf, die in ihrem Heimatort damals allgemein 'Imkers Doris' hieß, mit dem Familiennamen Aldag.

75. Oben: Die Brinksitzerstelle Nr. 15 des Landwirts Ignatz Gryciuk wurde nach dem Ersten Weltkriege errichtet. Die Ackerländereien und das Hofgrundstück erbte er durch seine Heirat mit der Tochter Anna Auguste Elisabeth Bock, deren Vater, Ludwig August Carl Bock, Besitzer des Smetts-Vollhofes Nr. I in Wennerstorf war. Ignatz wurde im Juni 1888 in Rußland geboren und starb am 21. September 1952. Seine Witwe Auguste hat ihn um 20 Jahre überlebt. In Wennerstorf erinnert man sich gern an den fleißigen und strebsamen Ignatz, der hier auf dem einspännigen Ackerwagen sitzt und auf dem Felde zu tun hat. Seine Begleiter Paul und Gustav haben aber in Kanada eine neue Heimat gefunden.

Unten: Vor dem Bliek liegt hier der Lütenshof in Wennerstorf Nr. 4. Der Stil des Hauses weist auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hin, und mit dem gerade die Hofeinfahrt verlassenden Ackerwagen und dem DoppeIgespann weckt er die Erinnerung an die frühere Bewirtschaftung der Höfe, Der Lütenshof gelangte um 1847 in den Besitz der vom Meiershofe in Wenzendorf Nr.2 stammenden Familie Aldag, doch der Hofname ist hier älter als die zur Zeit hier wirtschaftende Familie. Der Hofname erinnert sehr wahrscheinlich an den Rufnamen Lütke der Bauernfamilie Lutmer, die hier in mehreren ErbfoIgen festzustellen ist.

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76. Die Ortschaft Wohlesbostel in der Samtgemeinde Hollenstedt wird in einer alten Urkunde von 1197 als Woldenborstolde erstmalig erwähnt. Um 1563 bestanden hier fünf Höfe, von denen zwei dem Bischof von Verden, drei dem Rittergeschlecht derer von Heimbruch gutsherrnpflichtig waren. Der 'Gruß aus Wohlesbostel' kommt aus dem alten Dorfskrug des Johann Eickhof. Seit Stillegung der einspurigen Eisenbahnstrecke Buchholz-Bremervörde im Jahre 1967 gibt es keinen Bahnhof Staersbeek-Molsburg mehr, und die 'Kiessieberei', wie die Ansicht zeigt, hat eine recht starke, moderne Veränderung erfahren,

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