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Holzminden in alten Ansichten Band 1

Holzminden in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Paul Kretschmer
Gemeente
:   Holzminden
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2279-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Holzminden in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Holzminden ist eine Weserstadt. Dem Strom verdankt sie ihre Entstehung. Hier, wo man ihn durch eine seichte Furt leicht überqueren konnte, ließen die Grafen von Everstein zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine Burg errichten. In ihrem Schutz entwickelte sich aus einer schon länger bestehenden dörflichen Siedlung 'Holtesminne' , dem die Eversteiner die Rechte der Stadt und des Marktes verliehen. 1245 wurden diese schriftlich bestätigt.

Der Strom bestimmte das städtebauliche Schicksal der Stadt. Die wichtigsten Straßen der Altstadt, die sich halbkreisförmig an die Weser anschmiegt, führen zum Strom, den die Siedlungen nicht überschritten, weil am jenseitigen Ufer andere Herren regierten. Auch die wirtschaftliche Entwicklung der frühen Zeit war stark von der Weser beeinflußt. Auf Schiffen wurden Holz und Buntsandstein aus dem Solling in alle Welt verschickt.

Bei dieser engen Verbindung zum Strom wirkte sich

natürlich das Fehlen eines festen Flußüberganges, der bei der benachtbarten westfälischen Stadt Höxter längst vorhanden war, nachteilig aus. Der 1620 unternommene Versu ch, eine erste Holzbrücke über die Weser zu schlagen, mißlang. Der Torso wurde bereits während des Baues beim Eisgang zerstört. Damit erled igte sich dann auch der Prozeß, den der eifersüchtige Abt von Corvey gegen Holzminden angestrengt hatte, weil dieser Brückenbau 'zurn Ungemach der Stadt Höxter' erstellt werden solle. Bis 1884 fehlte Holzminden dann der Schwung, ein solches Abenteuer erneut zu wagen.

War Holzminden so zunächst an Bedeutung hinter benachbarten Städten ein wenig zurückgeb lieben, holte es dann schnell auf. Als südlicher Eckpfeiler Braunschweigs, dem es seit dem 15. Jahrhundert zugehörte, erfuhr es insbesondere durch Herzog Carl I. einige Förderu ng. Eigene Anstrengungen Holzmindener Bürger trugen das ihre dazu bei, daß sich die Wirt-

schaft weiter entwickelte. Seit 1831 der Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann hier die erste deutsche Lehranstalt für Bauleute begründete, die noch heute als Fachhochschule fortbesteht, wurde Holzminden weithin bekannt.

Zum traditionsreichen Gymnasium, das aus der Klosterschule von Amelungsborn hervorging, gesellte sich das bekannte Landschulheim am Solling, eine Stiftung mit Internat, die sich die Erziehung Jugendlicher in ländlicher Urngebung zum Ziel gesetzt hat. Seit 1913 Garnison, ist Holzminden auch heute Standort eines Pioriierbataillons, das an der Weser ideales Übungsgelände findet.

Die durch den Zustrom von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten in der Nachkriegszeit zuweilen stürmische Entwicklung hat das wirtschaftliche Leben befruchtet. Heute is Holzminden Hauptsitz der StiebelEltron-Werke und mit mehreren Großbetrieben Zentrum der deutschen Riechstoff- und Aromenindustrie.

Die städtischen Siedlungen sind inzwischen weit über das alte Weichbild der Stadt zum Solling hinaufgeklettert. Durch die Eingliederung des bekarmten heilklimatischen Kurortes Neuhaus und des Luftkurortes Silberborn ist Holzminden seit einigen Jahren nun auch eine 'Sollingstadt'.

Es hat sich - wie dieses Büchlein zeigen soll - viel Schönes und manche Erinnerung aus vergangenen Zeiten bewahren können, ohne daß die Bürger auf die Annehrnlichkeiten modernen städtischen Lebens verzichten müßten. Mit ihren 23 000 Einwohnern ist die selbständige Stadt Holzminden ein lebendiges Gemeinwesen an der Grenze des Landes Niedersachsen, das sich aber auch mit seiner westfälischen Nachbarschaft mannigfach verbunden fühlt.

1. Um den massigen Turm der Lutherkirche geschart, liegen die Häuser der Altstadt, deren Straßen wie man sieht - zum Strom führen. Die Hauptgeschäftsstraße findet hier ihre Fortsetzung noch in der 1884 errichteten Weserbrücke, die am Schluß des Krieges zerstört wurde und kurz darauf durch einen Neubau ersetzt worden ist. Inzwiscnen hat die Stadteinfahrt von Westfalen her ein völlig neues Gesicht. Einen besonderen Blickpunkt stellt heute die neue Jugendherberge dar, die sich rechts im Bild , wo auch der 'Herrenbach' die Weser erreicht, hinter der Baumgruppe am alten Hafen erhebt.

2. Der Weserstrom bestimmt und belebt die Landschaft. In weiten Schleifen durchzieht er das breite Tal zwischen dem Solling und den Bergausläufern der Paderborner Hochebene. Hier erhebt sich diesseits des Flusses auf westfälischern Gebiet der Kiekenstein. Drüben liegen die Fluren der Holzmindener Ackerbürger. Dazwischen fährt ein Weserdampfer von alter Bauart stromaufwärts. Die Weseraue ist in den letzten Jahren insbesondere durch die Einrichtung von Kiesgruben stark beeinträchtigt worden. Durch Kultivierung der dadurch entstandenen kleinen Seen wird versucht, die der Landschaft geschlagenen Wunden zu verdecken.

3. Hier am Dampferanleger an der Kaimauer herrscht immer lebhafter Betrieb. Den fahrplanmäßigen Personenverkehr auf dem Strom läßt sich die Stadt etwas kosten. Sie ist Mitglied der OberweserPersonen·Dampfschiff·Gesellschaft, die heute natürlich vorwiegend 'Flachgänger' einsetzt, um auch bei Niedrigwasser fahrbereit zu sein. Hier haben sich 'Oldtimer', die damals noch keine waren, am Kai versammelt. Hinter der Baumgruppe verbirgt sich das Strandhotel. Heute werden die Kaianlagen von der inzwischen verlegten Hafenbahn durchschnitten. Rüstige Ruheständler verbringen hier, wo es immer etwas zu sehen gibt, gern ihre Freizeit.

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4. Ehe 1884 die erste Weserbrücke gebaut wurde, überquerte hier gelegentlich, wenn Bedarf war, ein flacher Kahn als Fähre den Strom. Am niedrigen Weserkai ließ die 'Administration Sollinger Steinbrüche' die aus dem Solling herangefahrenen Steine für den Transport bearbeiten. Im Mittelpunkt des Bildes das alte Pfarrhaus - vielfach irrtümlich als 'Fährhaus' bezeichnet. Über der Furt, wo damals die Fähre anlandete, ist inzwischen das Widerlager für die Weserbrücke errichtet worden. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Brückentrümmer gesprengt im Strombett lagen, tat allerdings hier noch einmal einige Jahre eine Fähre Dienst, die dem gestiegenen Fahrzeugverkehr in keiner Weise mehr gewachsen war.

5. Frühe Morgenstunde am Strom. So menschenleer ist der Holzmindener Kai nur um diese Zeit. Bald werden sie sich wieder einfinden, die 'Weserlunjer', die hier immer etwas Sehenswertes antreffen. Hinter den Mauern des klassizistischen Schulgebäudes versammeln sich indessen die Schüler des Gymnasiums, um 'Deo et litteris' zu dienen, wie die Inschrift über dem Portal es fordert. Tempora mutantur! Heute belierbergt der Bau die Sonderschule. Links, näher am Ufer, das alte Umschlaggebäude der Hauptgenossenschaft. Heute wird es weit überragt von einem riesigen Getreidesilo, das im Zweiten Weltkrieg entstand und heute neben dem Kirchturm als Wahrzeichen der Stadt gilt. Die Holzmindener sehen in dem Monstrum ein Zeichen des Gewerbef1eißes ihres Gemeinwesens.

6. Dieses Schiff kommt von Corvey her, das nur wenige Kilometer stromaufwärts liegt und einst 'Mutter und Haupt aller übrigen Klöster, des ganzen Vaterlandes Zierde, ein Wunderwerk Sachsens und des ganzen deutschen Landes' war und damals von Bürgern dieser Stadt, die um ihr Seelenheil besorgt waren, reich mit Stiftungen versehen wurde. Aus alten Urkunden dieses Klosters stammen daher die ersten Zeugnisse über Holzminden. Die Entfernung auf dem Strom beträgt heute gut das Doppelte der Luftlinie, da er sich in mehreren großen Kehren durch das Tal zieht, am alten Kastell der Tonenburg vcrbei. Eine Kanalisierung der Weser soll hier einmal Abhilfe schaffen. Es ergibt sich jedoch immer wieder die Frage: 'Wer soll das bezahlen? '

7. Die Weser ist zugefroren. Ein heute kaum noch vorstellbares Ereignis! Früher war dies keine Seltenheit. Aus dem Jahre 1777 wird als Folge einer Vereisung der Weser berichtet, daß noch ein Jahr 'nach der 1776 gehabten großen Eisfahrt' in großen Mengen Bauholz und Stamme in der Weseraue lagen, die ein großes Hemmnis für die Schiffahrt darstellten und auf den Wegen, Äckern und Wiesen nicht länger gelassen werden konnten. Dem Vernehmen nach ist das Weserwasser durch die Aufnahme von Kühlwässern des Atomkraftwerkes Würgassen soweit erwärrnt, daß eine Vereisung nicht mehr zu erwarten ist. Die Jugend wird das sicher bedauern.

8. Immer wieder im Laufe ihrer Geschichte wurde die Stadt vom Hochwasser heimgesucht. Erste Aufzeichnungen über eine solche verheerende Flut liegen aus dem Jahre 1643 vor. Später wurden die Hochwasserstände an festen Säulen markiert. Als Schutzmaßnahme für die Flur wurde der 'Forster Damm' errichtet, der aber bei den Hochwassern 1845, 1846, 1851 und 1852 mehrfach brach. Dieses Bild stammt vom 2. Januar 1926, als das Wasser in der Weserstraße stand. Drüben, jenseits des Flusses, lag damals Westfalen. Inzwischen ist vor einigen Jahren ein kleiner Gebietsaustausch zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erfolgt. Dadurch sind einige Parzellen am anderen Ufer Hoheitsgebiet der Stadt Holzminden geworden.

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