Holzminden in alten Ansichten Band 1

Holzminden in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Paul Kretschmer
Gemeente
:   Holzminden
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2279-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Holzminden in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Auch dieses Kircheninnere ist seit 1936 Vergangenheit. Damals wurde schon einmal umgebaut. Einige Jahre zuvor (1929) hatte man das bescheidene Gemeindehaus errichtet, das noch heute als Versammlungsraum dient, während neben der Kirche ein neues Pfarrhaus und ein Kindergarten errichtet wurden. Obwohl Altendorf seit mehr als einem halben Jahrhundert in die Stadt integriert ist und offiziell - wie die Karte zeigt - Holzminden heißt, führen die Altendorfer noch immer ein gewisses Eigenleben. Das alljährliche Sommerfest ist ein sprechendes Zeugnis dafür.

Kircbeninne-es

Evang. lulh, Pauli-Gemeir.de Holzminden.

70. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert in dem kleinen Weiler Mühlenberg, der im Jahre 1783 gegründet wurde und seit der niedersächsischen Gebietsreform vom 1. Januar 1973 an als Ortschaft zur Stadt Holzminden gehört. Er liegt aufhalbem Wege zwischen Holzminden und Neuhaus an der Bundesstraße 497. Ganze hundertneunundzwanzig Einwohner leben hier. Früher war es ein Waldarbeiter-Dorf. Heute sind von den in flinfundvierzig Häusern wohnhaften Bürgern nur noch zwei 'in der Forst' tätig. Andere pendeln ständig zwischen Mühlenberg und der Kernstadt, wo sie in Arbeit stehen. Viele sehen in dem kleinen Ort eine Idylle, die noch mehr dem Fremdenverkehr geöffnet werden sollte.

71. Das ist die kleine Siedlung Fohlenplacken, einst eine selbständige Gerneinde, heute zur Ortschaft Neuhaus gehörig. Das Schulhaus mit dem zierlichen Dachreiter dient, mangels hinreichenden Nachwuchses, schon langst nicht mehr seinern ursprünglichen Zweck. Seit diese Aufnahme entstand, haben sich zu den alten Häusern zahlreiche neue Wohnstätten und Pensionen gesellt. Rings vom Wald umgeben, ist die Siedlung mit dem rornantischen Namen, um dessen Beibehaltung es kämpft, ein beliebter Stützpunkt des Fremdenverkehrs im Solling.

--

Höhenluftc~l~lhalls im Sollina..

72. Als diese Aufnahme entstand, war die Bezeichnung 'Höhenluftcurort' sicher noch ein wenig 'hochgestapelt'. Inzwischen ist sie amtlich anerkannt und durchaus berechtigt. 'Neuhaus irn Solling' ist heute ein Gütezeichen für ein leistungsfähiges Fremdenverkehrszentrum mitten im waldreichen Solling. Bis vor wenigen Jahren noch bestand es aus zwei Gemeinden gleichen Namens, von denen die eine mit dem stattlichen Schloß und der Kirche zu Preußen, die andere zum Lande Braunschweig gehörte. Der Bach, das 'rote Wasser', bildete die Grenze. Heute ist Neuhaus vereint und gehört zur Stadt Holzminden, die die Angliederung dieses schönen Fleckchens zu schatzen weiß.

--

73. Viele Jahre hindurch hatte die eisenbereifte Postkutsche ihren Dienst versehen. Geduldig hatte das Pferd an der Gabeldeichsel, das hier eine karierte Decke vor den lästigen Fliegen schützen soll, das leichte Gefàhrt über holprige Wege gezogen. Nun, irn Sommer 1927, hieß es Abschied nehmen. Ein letzter Händedruck. Künftig wird ein motorisiertes Fahrzeug die Aufgabe übernehmen. Eine Erinnerung an jene Zeit ist noch die Scheitholz-Feime irn Hintergrund. Damals war auch 'Leseholz' noch gefragt, das heute in den Büschen ungenutzt verkommt.

74. Als private Kraftwagen noch selten waren, aber zahlreiche Gaste, die mit der Bahn in Holzminden eintrafen, nach Neuhaus weiter befördert werden wollten, übernahm diese Aufgabe ein regelmäßig verkehrender Bus, der an der Tür das springende Welfenroß zeigt. Sein Fahrer war den Neuhäusern immer ein lieber Gast, denn er erledigte für sie drunten in der Stadt auch kleine Besorgungen. Die männlichen Bewohner des Ortes übten ja meist neben ihrer Eigenschaft als Quartiergeber noch einen Beruf aus, so daß sie eine zeitraubende Fahrt in die Stadt scheuten.

75. Rund elf Jahre dauerte es von der ersten Planung bis zur Einweihung des 'Kaiser-Wilhelm-Turmes' im Stadtpark. 1897 hatte der Bürgermeister Schrader, der Gründer des Stadtparkes, eine PresseCommision ins Leben gerufen, die den Gedanken einer Kaiserehrung an dieser Stelle unter das Volk bringen sollte. Er starb darüber hinweg. Erst unter seinem Nachfolger von Otto, der preußischer Referendar und Reserveoffizier war, konnte das Werk 1908 vollendet werden. Die Jugend zeigt gegenüber diesern Monument aus der Kaiserzeit leider nicht immer Respekt, und so bringt der Turm den Stadtvätern nicht nur Freude. In den Parkanlagen befindet sich noch ein weiteres Denkmal. Es ist ein Gedenkstein für den im Jahre 1898 verstorbenen Gründer der Anlage, den Bürgermeister Hermann Schrader.

76. Auf diesern seltenen Bild sieht man einen Schienenzeppelin im Jahre 1931 vor dem Bahnhof Holzrninden. Dieses nach Planen von Franz Kruckenberg in Regie der Flugbahn GmbH erbaute Schienenfahrzeug konnte eine Fahrgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde erreichen. Ein solches Tempo steilte damals Weltrekord dar. Der Antrieb erfolgte durch einen Flugzeugmotor mit einer Leistung von 600 PS. Er wirkte auf eine Luftschraube. Das Erscheinen dieses Fahrzeugs war für die Holzmindener eine Sensation. Dieses Bild ging durch die ganze deutsche illustrierte Presse. Es gehört in das 'historische Schatzkästchen der Stadt'.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek