Holzwickede in alten Ansichten

Holzwickede in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Wilhelmy
Gemeente
:   Holzwickede
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6649-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Holzwickede in alten Ansichten'

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9 Blick von der Brücke an der Kleingartensiedlung 'Am Oelpfad' auf die Blockstelle 'Liedbach' (Posten 184) und einen mit Volldampf in Richtung Unna fahrenden Personenzug. Hinter der Dampfwolke verbirgt sich das Wohnhaus der Bahnbeamten, die in der Blockstelle Dienst taten (Ende der fünfziger Jahre). Vor dem Blocksignal in der Gegenrichtung explodierte am 8. April 1945 ein mit schweren Schiffsgranaten (38 cm) und Seeminen beladener Güterzug nach Beschuss mit Bordwaffen durch feindliche Flugzeuge. Da die Strecke dort hinter einer hohen Böschung

verläuft, wurde die größte Wucht der Explosion vom nahen Ortsteil N atorp ferngehalten; Schäden gab es aber noch genug.

10 Die Gemeinde Holzwickede war früher nicht nur vom Bergbau, sondern auch von der Eisenbahn sehr stark geprägt. Viele hundert Holzwickeder waren bei der Eisenbahn beschäftigt, eine große Anzahl davon im 'Fahrdienst' als Lokomotivführer, Heizer oder Schaffner. Die Vereinigung der sogenannten Fahrbeamten feierte im Iahre 1924 in Holzwickede ihr Jahresfest, zu dem auch viele auswärtige Delegationen angereist waren. Das Bild zeigt die Schlusskundgebung auf dem Marktplatz in Holzwickede.

11 Die Zeche Caroline im Iahre 1940, von der Rausinger Straße aus gesehen. Auf dem Bild sieht man links von der Mitte das Fördergerüst des 1930 in Betrieb genommenen neuen Schachtes mit 357 Metern Teufe, rechts daneben den 1895 über dem Schacht III errichteten ersten eisernen Förderturm und den Wasserturm. Nach gewinnlosen Iahren konnten ab 1908 wieder Gewinne ausgeschüttet werden; die Ausbeute betrug für jeden der 900 Kuxe 200 M.lmJahre 1912 wurden 184600 t Kohle gefördert, die Brikettproduktion betrug 48 818 t. Nach dem Ersten Weltkrieg drohte der Zeche wiederholt die Stilllegung, die

aber 1927 durch den Verkauf an die VEW und 1932 durch unentgeltliche Mehrarbeit der Bergleute abgewendet werden konnte. Am 3 1 . Mai 195 1 kam aber dann das endgültige' Aus' .

12 ImJahre1872baute die Zeche Caroline für ihre Bergleute südlich der Köln- Berliner Chaussee fünfzehn Arbeiter- Wohnhäuser mit je vierWohnungen. Das Baugelände hatte der von ihr erwarbenen Zeche N arm gehört. Das Bild zeigt die Kolonie im Iahre 1950 (eines der Häuser im oberen Teil mit den Hausnummern 49-52 brannte bereits frühzeitig ab). Wenn auch die Wohnungen sehr einfach waren, so boten sie doch vielen Generationen von Bergleuten eine Heimstatt. Zu jederWohnung gehörten Stall und Gartenland, die es ermöglichten, Kleinvieh (Schweine oder

Ziegen) zu halten und Kartoffeln und Gemüse anzubauen.DieWohnungen genügten nach nahezu hundertjahren nicht mehr den heutigen Ansprüchen und so wurde die Kolonie im Iahre 1968 abgebrochen.

13 Grubenunglück auf der Zeche Caroline in Holzwickede. Am 8. Juni 1 938 wurden zwischen 18 und 19 Uhr durch 'zu Bruch gehen eines Strebs' im Flöz 'Finefrau' fünf-

zehn Bergleute verschüttet. Während die Grubenwehr neun Männer mit leichteren Verletzungen retten konnte, kam für sechs Bergleute jede Hilfe zu spät, sie mussten ihre

schwere Arbeit vor Ort mit dem Leben bezahlen. Bei den Toten handelte es sich um die Hauer Heinrich Klöpper, Hermann Lakenbrink, Wilhelm Rüping und Rudolf Opfermann

sowie um die Lehrhauer JosefExternbrink und Alfred Wippermann. Das Bild zeigte die sechs mit Fahnen geschmückten Särge der toten Bergleute.

14 Die Särge der toten Bergleute werden für die Überführung zum Friedhofbereitgemacht. Viele Arbeitskollegen, Werkschar, Arbeitsfront, die Spitzen van Gemeindeverwaltung und Partei, ihre Gliederungen und Verbände gaben ihnen das letzte ehrende Geleit. Tausende standen tiefbewegt an den Straßen und trauerten mit den Angehörigen. An der Friedhofstraße bis zu den Ehrengräbern standen Pimpfe mit Pechfackeln Spalier.

15 Die Holzwickeder Freiwillige Feuerwehr Anfang der zwanziger Iahre vor dem im Iahre 1911 errichteten Feuerwehrgerätehaus an der NordostEcke des Marktplatzes. Am

eisernen Steigeturm konnte geübt werden und er bot auch die Möglichkeit, die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen.

Das 'Spritzenhaus', wie es landläufig hieß, war mit

Wellblech gedeckt und enthielt auch einen kleinen Raum, in den die Polizei notfalls mal einen Übeltäter einsperren konnte. 1 957 wurde an gleicher Stelle ein neues

Feuerwehrgerätehaus gebaut. Nachdem die Feuerwehr erneut umgezogen ist (Feuerwache Bahnhofstraße), beherbergt das Gebäude die Wasserversorgung.

16 Das Kriegerdenkmal von 1 876 für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 stand zunächst im Alten Dorf in der Nähe der alten Südschule und wurde 1913 auf den neuen Marktplatz versetzt. Im Iahre 1924 erhielt es Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die Bevölkerung, viele Vereine, die Honoratioren der Gemeinde (mit Zylinder) und auch manche Reserveoffiziere (mit Helm) versammelten sich aus diesem Anlass an dem mit Girlanden umgebenen und flaggengeschmückten Denkmal. Im Hintergrund die evangelische Kirche und links daneben das Pfarrhaus.

1 7 Blick in die untere Allee im Iahre 1 92 8. Links sieht man das Haus Hackenesch. In dem kleinen Anbau befand sich ein Laden mit Obst, Gemüse und Fisch. Das Haus wurde durch Bomben am 23. März 1945 zerstört. Später baute die Sparkasse an gleicher Stelle. In dem Gebäude befinden sich heute ein Schuhgeschäft und das Fotostudio Pflug. In der kleinen Werkstatt hinter dem Laden wurde damals eine Schmiede und Schlosserei betrieben. Die große Villa dahinter bewohnten nacheinander Ärzte und Zahnärzte. Das Haus an der Ecke Poststraße war früher die Metzge-

rei Karl Urpialek, es wird heute von der Gemeinde Holzwickede genutzt. Das Haus ganz rechts im Vordergrund wurde ebenfalls von Bomben zerstört und

nach dem Krieg wieder aufgebaut. Hier praktizierte lange Iahre der Zahnarzt Dr. Sauer. Heute befindet sich darin ein zahntechnisches Labor.

18 Die evangelische Kirche, das Tengelmann'sche Haus an der Allee (heute Arztpraxen Drs. Feld-

mann/ Amelung) und links in dem Behelfsheim die Zahnarztpraxis Moritz im Iahre 1954. Die Wiesen

werden von der Emscher durchflossen. Vorn rechts im Bild noch ein Relikt aus dem Krieg: ein Feuer-

löschteich, für den die Emscher das Wasser lieferte. Heute befindet sich hier der schöne Emscherpark.

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