Holzwickede in alten Ansichten

Holzwickede in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Wilhelmy
Gemeente
:   Holzwickede
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6649-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Holzwickede in alten Ansichten'

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39 Die evangelische Südschule in Holzwickede im Iahre 1950. Sie wurde 1874 im Alten Dorf (etwa an der Einmündung des heutigen Essener Weges in die Goethestraße) erbaut. Im Gegensatz zur zweiklassigen 'Kleinen Südschule', die von 1863 bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem gleichen Grundstück an der Ecke Friedhofstraße (Bruchsteinbau) stand, wurde diese die 'Große Südschule' genannt. Der Schulbetrieb in der großen Südschule wurde am 3 1. März 1936 eingestellt. In den unteren Räumen fand danach die Gemeindebücherei ihren Platz, im

Obergeschoss waren zwei Lehrerwohnungen (Lehrer Brückmann und Lehrer Tillmann). Dieses Schulhaus wurde Ende der sechziger Iahre abgebrochen.

40 Die Dudenrothschule, ursprünglich zu den evangelischen Südschulen gehörend, wurde im Iahre 1902 an der Hohenzollernstraße (heute Opherdicker Straße) erbaut und bereits 1908 erweitert. Das Bild zeigt die Schule mit ihren Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 1949/50. Zu erkennen sind links die Lehrer Sprave und Hoffmann. Nach der Einrichtung der Gemeinschaftsschulen im Iahre 1938 fand in der Dudenrothschule vorübergehend kein Unterricht statt. Sie stand in dieser Zeit der Hitlerjugend und dem

Jungvolk zur Verfügung und war auch Schauplatz der Rundfunksendung 'Wir trafen den Führer' von Fähnleinführer Willi Dißmann, die der Reichssender Köln in dem Klas-

senraum oben rechts aufnahm. Die Sendung wurde am 10. November 1938 ausgestrahlt.

41 Die Aloysius-Schule mit Pausenhofum 1960. An dieser Stelle stand bereits 1886 die erste katholische Schule Holzwickedes, die 1892, 1901 und 1904 erweitert wurde.

Im Iahre 192 7 erhielt die katholische Schule ihre jetzige Gestalt und wurde am 19.November 1927

als Aloysius-Schule (wohl auch zu Ehren des Dechanten Aloys Gemmecke, der 56 Iahre in Holzwickede tätig war) in Betrieb genommen. Von 1936 bis 1945 hieß sie 'HansSchemm-Schule' und war ab 1938 Gemeinschaftsschule. Nach dem Krieg nahm sie ihren alten Namen als Konfessionsschule wieder an.

42 Der GutshofSchulze Holzwickede ist wohl der älteste in der Bauerschaft Holzwickede. Mit diesem Hofwar in früherenJahrhunderten auch die Gerichtsbarkeit verbunden. 1913 kaufte die Zeche Caroline den Schulzenhof. Mit der Zeche und dem Haus Dudenroth ging er dann 1 927 in den Besitz der VEW (Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen) über, die 1933 aus dem Hof einen weit über die Grenzen hinaus bekannten Musterhof, den 'Elektrohof' , machte. Unlösbar mit diesem Projekt verbunden war der Gutsverwalter Konrad Schmulbach ( 190 1-1 98 1), dem von

1933 bis 1969 die Leitung des Hofes oblag. Neben der Verwaltung des Schulzenhofes und des Gutes Dudenroth war er auch verantwortlich für das Gut Gersteinwerk an der Lippe

und hatte zahlreiche Ehrenämter inne. Besonders bekannt wurde er als Oberst der Holzwickeder Schützen. K. Schmulbach war Ehrenbürger der Gemeinde Holzwickede und

Träger des Bundesverdienstkreuzes. Heutiger Besitzer des Schulzenhofes ist Ernst Drees.

43 Eine ländliche Idylle im alten Dorf. Ein Bauer kehrt nach getaner Arbeit mit seinen pferden heim (Bild von 1 930) . Blick in westlicher Richtung entlang der heutigen Jahnstraße. Die Fachwerkhäuser auf der linken Seite gehörten zu Bürgers Hof. Das Gebäude ganz links bewohnte zuletzt die Familie Karl Herkelmann (früher erster Eisverkäufer mit pferdekarre ) . Es wurde 1960 abgebrochen. Das Haus in der Bildmitte (Familie van Zalk) zerstörten Bomben bei dem Luftangriff am 23. März 1945, es ist nicht wieder aufgebaut worden. Auf der rechten Seite des Weges sieht man

die Besitzung Angelkorte, danach die der Familie W Schädel.

44 Das Bild (1955) zeigt die frühere Mühle und Getreidehandlung Ihne, Goethestraße 55, im Alten

Dorf. Otto Ihne entstammte einer alten Mühlenbesitzersfamilie, die auch auf der alten NatorperWasser-

mühle saß. Der linke Teil des Gebäudes wurde im Iahre 1958 abgerissen, es befinden sich dort jetzt

Garagen. Besitzer des Hauses nach Otto Ihne war Iulius Klingsporn und ist jetzt die Familie Hübbe.

45 Die alte NatorperWassermühle, erstmals urkundlich nachgewiesen in einem Gerichtsdokument vom 22.Januar 1456. Im Iahre 172 8 wird sie als einzige 'bürgerliche' Mühle (also weder adeliger noch geistlicher Besitz) im Landkreis Hamm erwähnt. Der Mühlteich wird vom N atorper Bach gespeist. Im Iahre 1877 ließ der Gutsherr Friedrich N atorp zusätzlich eine Dampfmaschine aufstellen. 1879 kaufte Heinrich Ihne die Mühle. Sie ging 1904 auf die Söhne Wilhelm und Otto Ihne über.

1 91 9 machte sich Otto Ihne im Alten Dorf selbstständig. 1935 modernisierte Wilhelm Ihne die Mühle. Sohn Heinrich Ihne, der sie 1946 erbte, verpachtete sie 1950 an den Müller Karl Bauer. Der

nächste Eigentümer Kilian Ulrich legte die Mühle dann Ende der fünfziger Iahre still.

46 Das 25-jährige Iubiläum des Haushaltswarengeschäftes Nasse im Iahre

1 936. Das Geschäft befand sich an der Ecke Hauptstraße/Sölder Straße und wurde 1 98 1 abgerissen (heute Volksbank und REWE). Anfang der dreißiger Iahre wurden bei Nasse in derVorweihnachtszeit immer die schönsten Spielsachen ausgestellt. Die Kinder strömten dann in Scharen vor die Schaufenster, ließen sich vom Vati hochheben und drückten sich die Nasen platt. Leider blieb das für viele nur ein schönerTraum, denn das Christkind hatte in der Arbeitslosenzeit nicht genug Geld, um alle Wünsche zu erfüllen.

47 Das Bild zeigt den 1826 erbauten Hof Kranefeld in der Bauerschaft Dudenroth, der bereits im Schatzbuch von 1486 als 'Kranenvelt' mit vier Gul-

den Landsteuer verzeichnet war. Der Hof hatte seine besondere Bedeutung dadurch, dass er als Absteigequartier der Grafen von der Mark diente.

Ursprünglich dem Stift Herford gehörig, wurde der Hof dann später den Herren van Hövel aufDudenroth übergeben. Diedrich Heinrich Wilms, ge-

nannt Kranefeld, löste die Verpflichtungen an den Gutsherrn im März 1845 mit 1 850 Thalern ab.

48 Im Iahre 1938 stellte sich die Ortsbereitschaft Holzwickede des Deutschen Roten Kreuzes dem Fotografen in Gala-

Uniform mit angelegten Orden und Ehrenzeichen. Der festliche Anlass ist leider nicht bekannt. Es sieht jedoch so aus, als sei das

Bild bei einem Besuch in einer größeren Stadt entstanden. Erkannt wurden auf dem Bild von links:

H. Bohle, davor H. Freeze,

W Wicke, der Bereitschaftsführer Schmidt und schräg rechts dahinter der Sanitäter Schulte.

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