Holzwickede in alten Ansichten

Holzwickede in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Wilhelmy
Gemeente
:   Holzwickede
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6649-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Holzwickede in alten Ansichten'

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49 Während der Krisen um den Anschluss der Ostmark, des Sudentenlandes und um die Besetzung Böhmens und Mährens in denjahren 1938/39 wurden vermehrt 'Musterungen' zur Feststellung der Wehrtauglichkeit anberaumt. Auch Angehörige 'ungedienter Jahrgänge' wurden erfasst. Das waren etwa die Geburtsjahrgänge von 1900 bis 1915, die für den Ersten Weltkrieg noch zu jung gewesen und für die Erfüllung derWehrpflicht schon zu alt waren. Das Bild zeigt, flankiert von Unteroffizieren des Heeres und einem Polizisten, 'Gemusterte' vor dem Lokal 'Zum Adler', vermutlich im Spätsommer 1938. Die 'Tauglichen' trugen

Blumen und Symbole

der Waffengattungen, in denen sie zu dienen wünschten. Im Verlauf des Krieges ging es bei Musterungen nicht mehr so fröhlich zu.

50 Hier sieht man ein weiteres Bild von einer Musterung, nun am 24. Juni 1940.DieJahrgänge 1902 und 1903 wurden erfasst. Auch sie schmückten sich noch mit Blumen und verkündeten stolz

ihre Tauglichkeit für die 'Ersatz-Reserve r (uneingeschränkte Wehrtauglichkeit). Als Hintergrund haben sie das Denkmal für die Gefallenen der Kriege van 1864, 1866, 1870/71 und 1914-1918 gewählt (gerade nicht sehr zukunftsweisend) . Ganz links auf dem Bild sind der Holzwickeder Gendarm Ehmsen und rechts dahinter zwei weitere Polizisten zu sehen, was aber nicht darauf schließen lässt, dass man die Reservisten 'vorführen' musste.

5 1 Die Friedhofskapelle auf dem Kommunalfriedhof in Holzwickede wurde am 23. September 1934 eingeweiht. Bis dahin wurden alle Verstorbenen zu Hause aufgebahrt und zur Beerdigung in einem pferdebespannten Totenwagen, dem die Trauernden folgten, an der Kirche vorbei zum Friedhof gefahren. Die Trauerglocke läutete, wenn sich der Leichenzug am Hause in Bewegung setzte, wenn er die Kirche passierte und wenn er am Friedhof angekommen war. Anfangs war die Benutzung der Friedhofskapelle freigestellt. Später bestand dann ein Benutzungszwang. Die Trauerzüge durch die Gemeinde unterblieben (angeblich auch aus hygienischen Gründen).

52 Im Rahmen des zweiten Vierjahresplanes wurde von den Jungen und Mädchen des Jungsvolks und der Jungmädelschaft 'Altmaterial' gesammelt. 'Lurnpen, Eisen, Knochen

und Papier, alles sammeln wir' wurde dazu gesungen. Durch die Wiederverwertung von Rohstoffen hoffte man zumindest zum Teil von Einfuhren unabhängig zu werden.

Das Bild zeigt das Ergebnis einer Altmaterialsammlung im Iahre 1940 auf dem Schulhof der Nordschule (damals 'HerrnannGÖring-Schule'). Hinter den Kindern von rechts

Rektor Cordes, die Lehrer Hoffmann und Erger und links von der Mitte Lehrer Sprave.

53 Der Krieg war noch gar nicht alt, als Holzwickede schon die Auswirkungen zu spüren bekam. Ein britisches Flugzeug griffin der Nacht zum 20. Juni 1940 gegen 1.35 Uhr die Gemeinde an. Von den fünf Bomben, die abgeworfen wurden, traf die mittlere das Wohnhaus Nordstraße 29. Das Haus wurde schwer beschädigt und musste später abgerissen werden. In dem getroffenen Haus waren zwei Tote (Emil und Adolf Werth), gegenüber zwei weitere (Wilhelm Denninghoff und Bernhard Beisler) zu beklagen. Fünf andere Personen wurden verletzt. Die restlichen vier Bomben fielen rechts und links der Nordstraße in Gärten und Felder, wo sie nur geringen Schaden anricheten. An der Stelle des

schwerbeschädigten Hauses steht heute die Kirche der Neuapostolischen Gemeinde.

54 Luftaufnahmen von Holzwickede nach dem schweren Bombenangriff US-amerikanischer Bomberverbände am 23. März 1945, mittags. Dieses von einem Aufklärer der US-Air-Force wenigeTage nach dem Angriff gemachte Luftbild zeigt die verheerende Wirkung des Angriffs. Jeder der Kreise und Punkte ist der Einschlag einer Bombe. Links im Bild zeichnet sich deutlich der Verlauf der Schäferkampstraße entlang der Firmen Künstler & Co. und VWWerke ab. Rechts davon,

in einem freien Feld, viele Einschläge schwerster Sprengbomben. Der helle Fleck links oberhalb der

Bildmitte ist der schwergetroffene Bahnübergang Gartenstraße. Am oberen Rand findet man, von der Bildmitte nach rechts, das Zechengelände, den Bahnhofsbereich mit den

Unterführungen (die nördliche ist völlig zerstört) und das Bahnhofsgebäude.

55 Der östliche Teil Holzwickedes nach dem Angriff. Der in einem Winkel verlaufende helle Strich durch die Bildmitte ist links zunächst die Bahnhofstraße, die an dem Knick in die Goethestraße einmündet. Diese verläuft weiter nach Osten auf die Straßengabelung zur Massenerheide und nach Billmerich zu. Dazwischen, ganz am Rande, das Freibad Schöne Flöte, das auch getroffen wurde. Oberhalb der Bahnhofstraße ist das Gleisfeld des Güterbahnhofs zu sehen. Nach rechts folgt der Bereich der Umladehallen, die - ebenso wie viele hundert Güterwagen - völlig verbrannt

sind. Weiter rechts erkennt man den Schulzenhof, östlich und südöstlich davon in den Feldern viele Bombentrichter. Südlich der Goethestraße, direkt unterhalb der Bildmitte,

der Friedhofsbereich, der, ebenso wie das nach rechts anschließende Alte Dorf, 'umgepflügt' wurde.

56 Das bei dem Angriff am 23. März 1945 durch einen direkten Treffer zerstörte Wohnhaus Bahnhofstraße 1 an der Ecke zur Unterführung (Aufnahme 1945). Auch die daran anschließenden Häuser Nr. 3 und 5 waren so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten.

57 Das Zentrum von Holzwickede-Mitte, im Iahre 1948 vom Turm der evangelischen Kirche aus in nördlicher Richtung gesehen. Deutlich sind in der Bildmitte um die Unterführung herum noch die Spuren des schweren Bombenangriffs vom 23. März 1945 zu sehen.

An der Ecke Bahnhofstraßel Allee links die Besitzung Nagel, gegenüber zur Bahn hin die schwerbeschädigte 'Große Feme' und dahinter die völlig zerstörte 'Kleine Feme'. Rechts von der Allee das Haus Hackenesch und gegenüber das Haus Bahnhofstraße 1. Nördlich der Bahn rechts über dem Wasserturm die Gaststätte Eickelberg. Die Zechengebäude links davon erhiel-

ten ebenfalls zahlreiche Treffer, die die Brikettfabrik völlig zerstörten und

die Kohlenwäsche für längere Zeit außer Betrieb setzten. Die Zeche Caroline

wurde nie wieder völlig hergestellt und Ende Mai 195 1 stillgelegt.

58 Das Bild aus dem Iahre 1945 zeigt aus der Nähe den von Bomben zerstörten Bereich der Un-

terführung. Vorn rechts ist das zerstörte Haus Bahnhofstraße 1 zu erkennen. Links sieht man einen Teil

der schwer beschädigten 'Großen Feme' und die völlig ausgebrannte 'Kleine Feme'. Zwischen den bei-

den Femen standen Stallungen, von denen fast nichts mehr zu erkennen ist.

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