Homberg in alten Ansichten

Homberg in alten Ansichten

Auteur
:   E. Kaiser
Gemeente
:   Homberg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3265-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Homberg in alten Ansichten'

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9. Das Neue Tor wurde im Jahre 1536 in die südliche Stadtmauer gebrochen, als die Homberger 'Freiheit' mit der Altstadt vereinigt wurde. Es war seit eh und je nur eine Personenpforte, Auf dem Tor stand [edoch bis zum 19. Jahrhundert noch ein bewohntes Torhaus, Der Weg vom alten Landratsamt bis zum Neuen Tor war linker Hand durch eine Mauer abgegrenzt, hinter der sich die Schulgärten erstreckten, die von den Homberger Stadtschullehrern in mustergültiger Ordnung gehalten wurden. Rechts des Weges begrenzte ein Eisenzaun den landrät1ichen Garten, der sich wie die Schulgärten bis hinauf an die Stadtmauer zog. Seit 1938 verläuft knapp vor der Stadtmauer die Wallstraße, und längst sind die Gärten bebaut oder anderen Aufgaben zugeführt.

10. Das 'Pförtchen', in der nördlichen Stadtmauer gelegen, war jahrhundertelang die Personenpforte, die das Landgrafenschloß mit der Stadt verband. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, und wenn es auch kurz danach wieder notdürftig instandgesetzt wurde, blieb das Wachthaus über dem Tor eine Ruine. So sah das Pförtchen noch 1922 aus, als Julius Zischka es mit seiner Kamera einfing. Heute ist das Pförtchen dank privater Initiative aus der Bürgerschaft wieder in freiwilliger Aufbauarbeit entstanden, wie es ehedern war. Auch ein Stück des überdachten mittelalterlichen Wehrgangs ist wieder aufgebaut worden. Von der Wachstube aus, die dem Heimatmuseum angegliedert ist, schaut man heute wieder über die Stadt hinweg auf die alte Handelsstraße 'Durch die langen Hessen'.

11. Das Motiv dieser Ansichtskarte gehört längst der Vergangenheit an, und viele, die sie betrachten werden, mögen sich kaum noch des Zustandes an der Stadtmauer entsinnen, wie ihn diese Aufnahme um 1894 zeigt, Vom Holzhäuser Tor zog sich die Stadtmauer zum Pulverturm. Linker Hand hinter einer Gartenmauer lag 'Bachmanns Garten'. Zwischen beiden Mauern verlief ein Fußweg, der beim Pulverturm links abbog und der ganzen Freiheiter Mauer folgte. Auf der Höhe der alte Schulstraße, heute Freiheiter Straße, hatte die Kreisbehörde 1899 einen Fußweg durch den Landratsgarten anlegen und die Freiheiter Mauer durchbrechen lassen, um eine dringlich gewordene Verbindung zum Holzhäuser Tor herzustellen. Durch den Wallstraßenbau ist die alte Wegführung geändert worden.

12. Der erste Homberger Photograph, der Buchbinder Julius Zischka, hat 1899 diese Aufnahme mit dem Bliek in die Westheimer Straße gernacht, an deren Eingang er wohnte. Die Stadt hatte diese Straße pflastern lassen. Die alten Häuser schauen verwinkelt unter der Haube ihrer schützenden Giebeldächer hervor. An Beekers Ecke rechts unter der Petroleumlaterne haben sich zwei junge Dinger zu einem Plausch zusammengefunden. Frauen mit weusen Blusen und langen Röcken gehen mit ihren Kindern stadteinwärts, Bauern kommen zurück. Ein Postreiter führt sein Packpferd der Post entgegen. Zur Linken hat nur Bäckermeister Anton Breiding vor seinem Haus ein kurzes Stück geplasterten Gehsteigs wie einen Teppich ausgebreitet. Das Anwesen ist noch heute im Familienbesitz.

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13. Im Jahre 1913 erschien im Verlag F. Settnicks Nachfolger (W. Klüppel) im Homberg eine Ansichtskarte von der Westheimer Straße, in der die Dinge noch etwas näher an den Beschauer herangerückt werden. Linker Hand lag die Buchhandlung Julius Zischka, an die sich das Haus von Kaufmann Martin Koch anschloß. Hier sprangen die Häuser noch eigenwillig in die Straße hinein und versperrten mit ihren Treppen den Bau eines Gehsteigs. Auch die rechte Seite war von diesen Hindernissen nicht frei, wie das Haus des Uhrmachers Georg Bode zeigt, der, wie das Reklameschild ausweist, zugleich auch Fahrräder feilhielt. Im benachbarten Hause befand sich der kleine Millsche Tabakladen.

Homberg BeL Cusel

14. Das Bild zeigt das Ende jenes Straßenstücks der Westheimer Strafse, das in früheren Jahrhunderten 'Zwischen den Toren' hieß. Rechter Hand lag die 'Stadt Cassel'. Um 1920 schwung dort Konrad Schmidt das Szepter. 1838 hatte in diesem Hause bereits der Gastwirt Sartorius seine Gaste willkommen geheißen. Das Hotel ist auch heute noch in Schmidtschem Besitz. Die Nachbargaststätte und Metzgerei Johannes Diele blockierte den Straßenzug vollständig, Mit wachsendem Verkehr mußte das Haus 1915 abgebrochen werden. Wie man sieht, hatte die Werbung von der Hausfront bereits Besitz ergriffen. Die Hessische Post bot sich als weitestverbreitete Zeitung dem Leser zum Monatspreis von 55 Pfennigen an. Die Häuser ließen zu dieser Zeit um 1920 noch nichts von ihrem unter der Verbretterung schlummernden Fachwerk erkennen.

15. Am Besenmarkt, wo die Bischofstraße und der obere Teil der Westheimer Straße beginnen, steht dieses stattliche geschindelte Haus, das bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts das Homberger Landratsamt beherbergte. 1920 gehörte das Gebäude dem aus Apo lda stammenden Wilhelm Klüppel, der die Firma Settnicks Nachfolger betrieb und mit Kolonialwaren und Büchern handelte. Seinem Verlag sind auch die zahlreichen Ansichtskarten zu verdanken, die Homberg in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts im Bild festgehalten haben, so wie die vorliegende, die 1920 entstand. Das Haus befindet sich auch heute noch im Klüppelschen Besitz, Die Nachbarhäuser zur Linken der Westheimer Straße gehörten dem Frisör Paul Schulz, der Strickerei Russack, dem Uhrmacher Hause und dem Textilhaus Hermann Dithmar, vormals WiIheIm Faust.

HOMBERG Bez. Kassei

Besenmarkt

16. Kultur- und familiengeschichtlich interessant ist auch diese Aufnahme von der Südseite der Westheimer Straße. Das mittlere Ilaus gehörte dem Uhrmacher Philipp Bode und hatte ursprünglich seinen Eingang rechts. Zur Linken davon befanden sich zwei Schaufenster; in einem waren Uhren ausgestellt, im anderen Hüte, denn Philip ps Frau war Hutmacherin. Das spiegelte sich nach dem Umbau auch noch in diesern Bild wider, nachdem inzwischen der Sohn Ado1f Bode das Geschaft übernommen hatte. Das Haus befindet sich auch heute noch im Familienbesitz. Geschäftlicher Nachbar zur Linken war Wilhelm Ehrhardt, der seit 1876 dort ein Schirrngeschäft und eine Maschinenstrickerei betrieb. Das Schirrngeschäft blickte in diesen Tagen auf eine hundertjährige Vergangenheit zurück.

17. Ein echtes Stück Alt-Homberg spiegelt sich auf dieser Aufnahme aus der oberen Westheimer Straße mit dem Bliek auf drei typische alte Verkaufsläden aus den frühen zwanziger Jahren im Würzerschen, Waltherschen und Grieselschen Hause. Die linke Eingangstür führte in die Verkaufsstelle des Heinrich Würzer, dessen Frau aus dem Fenster schaut. Würzer war die Alleinvertretung der Butter für das ganze Kreisgebiet übertragen. Benachbart wohnte Seilermeister Heinrich Walther, der hier vor seinem Geschäft steht. Auf einer Stütze neben dem Fenster wurden die Seilererzeugnisse dem Kunden angeboten. Die alte zweigeteilte Haustür wird heute vom Homberger Heimatmuseum verwahrt. Das anschließende Haus gehörte Otto Griesel, der dort ein Textilgeschäft aufbaute, das heute in die Hände des Sohnes übergegangen ist.

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18. So sah es 1912 an der Nordwestecke des Marktplatzes aus, wo sich inzwischen vieles geändert hat. Das 'Löwenhaus' zur Linken, heute im Besitz von Kaufmann Hans Weineck, war um jene Zeit eines der wenigen Häuser, die noch ihr Fachwerkkleid trugen. Das Erdgeschoß des Hauses zeigte noch seine ursprüngliche Gestalt von 1617. Das Nachbarhaus war im Besitz von Ferdinand Dithmar, der Schnuren und Wolle verkaufte und daher im Volksmund, zur Unterscheidung von den anderen kaufmännisch tätigen Verwandten der Dithmars, 'Schnuren-Dithmar' hieß. In dem geschindelten Haus vom Jahre 1752 am Eingang der 'Oberen Krempelgasse', heute Obere Marktgasse, war im 18. und 19. Jahrhundert die Volksschule, später die höhere Töchterschule untergebracht. Das Haus gehört heute der Stadt und beherbergt die Stadtbücherei. Auf dem freien Platz vor der Treppe stand noch einer der alten 'Zaitenstöcke' der Hornberger Wasserleitung.

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