Homberg in alten Ansichten

Homberg in alten Ansichten

Auteur
:   E. Kaiser
Gemeente
:   Homberg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3265-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Homberg in alten Ansichten'

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59. Vor dem Postarnt gegenüber dem Seminar spielte sich 1913 ein denkwürdiges Ereignis ab. Die Postkutsche mit dem Postillion Peter Weber hatte sich zur letzten Fahrt zum Bahnhof Wabern geschmückt, Künftig sollte dieser Postkurs zur Main-Weser-Bahn mit modernen Postomnibussen befahren werden. Festlich gekleidet schauten die Damen aus der Postmeisterwohnung im ersten Stockwerk des Hauses auf das Geschehen herab. Vor den Pferden hatte sich Peter Weber postiert, vor der Tür stehen die Postbeamten Julius Kaiser und Menges. Hinter den Pferden beobachtet Postmeister Spillner das Geschehen. Von den Zivilisten sind links und rechts neben der Tür der bärtige Baron von Oeynhausen auszumachen und Joseph Heilbronn, der eine 'Praline' trägt,

60. Das Bild zeigt den 'Hessischen Hof, wie er sich 1929 darbot. Das in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute Haus wurde um die Jahrhundertwende von seinem Besitzer Georg Paulstich als 'erstes Hotel am Platze' geführt, Eine eigne Pferdedroschke verkehrte zwischen Hotel und Bahnhof, um Hotelgaste abzuholen. Zusätzlich standen 'Equipagen' zur Verfügung. An das Hotel schloß sich der Saal an. Nach dem Tod von Wilhelm Paulstich als Nachfolger erfuhr das Haus einen Umbau und Dr. Elmar Pirn richtete dort 1946 als Chirurg und Facharzt die 'Hornberger Klinik' ein, Diese Privatklinik bestand bis zur Einweihung des Kreiskrankenhauses 1967. Danach wurde das Haus abgebrochen und an gleicher Stelle der Neubau der heutigen Volksbank und Raiffeisenbank aufgeführt.

oasthaus Lu(JWig Bez. Casset . Bahnhofstra6e 19 f ernspr. 14.4

61. In der Bahnhofsstraße, heute Ziegenhainer Straße, entstand im Jahre 1903 das Gasthaus Ludwig Gude, erbaut nach dem Zeitgeschmack in BaIkenkonstruktion mit Backsteinmauerwerk. Vor dem Hause steht cin alter Brennabor, mit dem Louis Gude gerade eine Spritztour unternehmen will. Charakteristisch für viele Jahrzehnte waren drei mächtige Pyrarnidencichen, die das Haus einrahmten. Zwei davon sind hier im Bild sichtbar, von denen nur noch die rechte steht. Die beiden mächtigen Bäume zur Linken spendeten früher Schatten für die sommerliche Gartenwirtschaft. Hinter der Gaststätte wurde 1923 von Heinrich Morgen Hombergs größter Saal gebaut, der 'Stadtpark', den Ludwig Gude später übernahm. Das Wohnhaus ist heute noch in Gudeschem Besitz. Der Saal wurde nach der Inflation zweckentfremdet und diente lange Jahre Raiffeisen als Lagerhaus.

62. Im Jahre 1898 errichtete die kleine katholische Gemeinde im Homberg in der unteren Bahnhofsstraße, jetzt Ziegenhainer Straße, eine Kapelle aus Basaltsteinen im neugotischen Stil. Im Untergeschoß waren der Kapellenraum und die Sakristei untergebracht. Das Haus war auch mit einem kleinen, vom Boden aufgehenden Turm versehen. Er besaïs jedoch keine Glocken. Das Dachgeschoß war in Fachwerk ausgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die katholische Gemeinde aus den deutschen Ostgebieten Zuzug, so daß in der Kasseler Straße die Christuskirche gebaut wurde. Das alte Missionshaus in der Ziegenhainer Straße wurde durch Anbauten erweitert und 1959 zu einem Altersheim ausgestaltet.

Homberg, êez, Cassel

Schulstrej.e

63. Das Bild gewährt einen Bliek in die Schulstrafse, die heutige Freiheiter Straße und wurde in den zwanziger Jahren von der Homberger Buchhandlung Valentin Wiegand verlegt. Rechter Hand steht das Landratsarnt. Das Haus wurde 1891 vom Kreis Homberg gekauft, nachdem es bis dahin als 'Menage' des alten Lehrerserninars gedient hatte. Als Landratsarrit erhielt es dann die säulengeschmückte Veranda und den kleinen Vorgarten. 1932 wurden die beiden Landkreise Fritzlar und Homberg zu einem Kreis Fritzlar-Hornberg mit dem Sitz in Fritzlar zusammengelegt, und damit verlor das Haus seine bisherige Aufgabe. Das Anwesen wurde 1953 an die Kraftstrorn-Bezugsgenossenschaft verkauft, die Homberg mit Strom versorgt. Gärtchen und Veranda wurden zur Anlage eines Parkplatzes beseitigt.

64. Vom Neuen Tor geht der Bliek in die Freiheit auf das frühere freiadlige Damenstift Wallenstein, wie man ihn 1920 noch erleben konnte. Das Stiftsgebäude, um 1600 gebaut und 1607 im Besitz des landgräflichen Kammermeisters Heinrich Ludwig Scheffer wurde schon 1616 als Burgsitz bezeichnet. Damals gehörte das Haus denen von Capelle. 1682 bewohnte es der Hornberger Oberamtrnann Christian von Wallenstein. Die letzte Wallensteinerin begründete eine Stiftung und schuf das freiadlige Damenstift, das bis 1832 in Homberg bestand. Beim Neubau des kurhessischen Lehrerseminars und der Stadtschule 1835 stand das Haus für Lehrerwohnungen bereit. Heute ist es in städtischem Besitz und dient als Mietshaus.

65. Dieser Bliek auf das Hospital zum Heiligen Geist ist heute nicht mehr möglich. In den zwanziger Jahren hat ihn Walter Göbel noch festgehalten. Das Bild zeigt den alten Fachwerktrakt des Hospitalgebäudes. Er wurde 1563 errichtet und schloß sich als Seitenflügel in nordwestlicher Richtung an den steinernen noch heute benutzten Altbau von 1368 an. Das Fachwerkgebäude wurde im Zug einer Erweiterung und Neugestaltung des Hospitals vor einigen Jahren abgerissen und durch einen neuen Fachwerkbau ersetzt, weil die Wohnräume nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprachen. Der mehr als vierhundertjährige alte Fachwerkbau auf dem Bild zeigt die an diesem Haus an der Katterbachseite angebrachten 'Hesen'.

66. Das Bild von 1920 zeigt eine Partie 'Am Katterbach', die sich heute völlig gewandelt hat. Im Rahmen der Stadtsanierung ist unmittelbar hinter dem Reinhardschen Gutshof zur Linken nach Abbruch der Stallungen und Scheuern ein Kindergarten entstanden. Das Haus zur Rechten gehörte dem Schneidermeister Georg Ried, dessen Sohn Theo Ried in jüngerer Zeit an der gleichen Stelle einen neuzeitlichen Fachwerkbau errichtete. Der langgestreckte weiße Bau rechts des 'Katterbaches' ist der bereits beschriebene Hospitalstrakt vom Jahre 1563, der gleichfalls einem Neubau gewichen ist. Schließlich ist auch die darüber gelegene alte Volksschule durch den Neubau der Stützpunkt-Feuerwehr verdrängt worden.

67. Die Aufnahme geht auf den Beginn des Jahrhunderts zurück, möglicherweise auf das Jahr 1903, als ein großes landwirtschaftliches Fest gefeiert wurde. Dazu nahm, wie das Bild zeigt, ein großer Festzug seinen Weg durch die Straßen, wie hier durch die Schul-, die heutige Freiheiter Straße. Gerade nähert sich im Bild der Festwagen der Hornberger Metzgerinnung. Ein langer Reigen von Fahrzeugen folgte. Die Straße war von festlichen, freudig bewegten Menschen umsäumt. Bauern hatten am Straßenrand ihre Kutschwagen abgestellt und folgten mit Interesse dem wogenden Bild. Die Bürger hatten mit Girlanden, Tannenbäumen und Fahnen nicht gegeizt. Aber der Beschauer gewinnt nicht nur den Eindruck von dieser Hochstimmung. Hier treten auch die Häuser der Schulstraße vor siebzig Jahren vor uns hin. Einige von ihnen sind inzwischen langst nicht mehr vorhanden, wie etwa das langgestreckte weiße Schulhaus und davor das backsteinerne Wirtschaftsgebäude der Schule, in dem die Waschküche und die Holzställe der Lehrerfamilien untergebracht waren.

68. Die Burschen und Mädchen des Stadtteils der 'Freiheit' feiern seit Jahrzehnten ihre eigne Kirmes, wozu sie die Oberstädter samt Bürgermeister und Magistrat auf ihren Festplatz, den Nikolausplatz, einladen. Sie lassen mit ihrer Kirmes ein Stück Eigenständigkeit wieder aufleben, wie sie in größerem Umfang während des Mittelalters bestand. Wenn die Freiheiter feiern, kommt der Humor zu Wort. Das zeigt sich am besten immer an ihren Festzügen, die durch die ganze Stadt führen, Einen Eindruck davon vermittelt dieses Bild aus den zwanziger Jahren. Es zeigt einen 'vierspännigen Kutschwagen mit Ersatzrad' und festlicher Besetzung der Freiheiter, die dem Photographen vor dem Alten Friedhof Modell gestanden haben. Man blickt in die Parklandschaft und erkennt zwischen dem Geäst die längst verschwundene Kochsche Scheuer am Hainweg.

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