Hopsten in alten Ansichten

Hopsten in alten Ansichten

Auteur
:   Christa Tepe
Gemeente
:   Hopsten
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6409-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hopsten in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Anfänge der Gemeinde Hopsten reichen zurück bis in die Stein- und Bronzezeit. Der erste schriftliche Nachweis stammt aus demjahre 890. Im Steuerverzeichnis des KlostersWerden in Essen an der Ruhr sind mehrere Höfe aus der Bauerschaft Staden aufgeführt. Am 'Gestade' der alten Flötte haben sich die ersten Menschen in unserer Gegend angesiedelt. Der Stadener Esch, der Rüschendorfer Esch und der Stert Esch waren das erste Ackerland. Der südliche Teil unserer Gemeinde mit den Bauerschaften Börnebrink, Aa und Breischen wurden erst später besiedelt. In diesem Sumpf- und Moorgebiet konnten sich die Menschen nur auf Anhöhen ansiedeln, auf einem 'Hop seten' , daher der Name Hopsten. Die beiden Marken Hopseten und Staden gehörten bis zum [ahre 1400 zu Schapen.

Der 25. Oktober 1400 ist das Geburtsdatum Hopstens. An diesem Tag mußte der besiegte Graf von Tecklenburg die 'Hälfte des Kirchspiels Schapen' mit dem Stadener Wald und dem Ostenwald - unser heutiges Hopsten - an den Bischof von Münster abtreten. Weil die erste, schon 1343 erwähnte Kapelle auf dem Boden der Gemarkung Hopsten stand, wurde der neue Ort' dat Kerspell to Hopseten' , später 'Kirchspiel Hopsten', genannt. Rund 1 SO [ahre mußten unsere Vorfahren noch zur pfarrkirche nach Schapen gehen, bis auf dem Platz der heutigen Kirche ein neues, einschiffiges Gotteshaus gebaut und Hopsten eine eigenständige Platrei wurde.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgte der Aufstieg Hopstens zum Zentrum des Töddenhandels. Die "Todden' waren wandernde Händler, die zu Fuß, mit dem Pack auf dem Rücken, in schlichter Bauernkleidung hauptsächlich Bielefelder Leinen verkauften. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts waren sie in Antwerpen, Brüssel und Amsterdam ebenso anzutreffen wie in Berlin und Königsberg. Von Flandern bis Livland knüpften diese 'Wikinger der Landstraße' im Laufe des 18. Iahrhunderts das anfangs grobmaschige Netz ihrer Handelsbeziehungen immer enger, entgegen allen Widerständen der städtischen Kaufleute und der preußischen Verwaltung. Das Wort 'Tóddc' - vom plattdeutschen todden = auseinandertragen abgeleitet - ist in den Akten nirgends zu belegen, statt dessen finden wir die Bezeichnung 'Münsterländische Hópster', denn Hopsten war das Zentrum des Leinenhandels. Hier hatten viele Großhandelskompagnien ihre Niederlassungen.

Zeugnisse der einstigen Bedeutung und Wohlhabenheit Hopstens sind nicht nur die eigenwilligen, mit viel Aufwand errichteten Töddenhäuser in allen sechs Bauerschaften, sondern ebenso die vielen Bildstöcke und Denkmäler wie auch die Anna- Kapelle auf dem Breischen und die 1732-1734 erweiterte barocke Pfarrkirche, deren Turm von [ohann Conrad Schlaun, dem Erbauer des Schlosses zu Münster, begutachtet wurde. Unter den Töddenhäusern ist Haus Nieland das bekannteste.

Nach ihm benannte sich der 'Dichterbund der Werkleute auf Haus Nieland' .

Dem Gebot der Zeit folgend, der Entwicklung vom ' gehenden' zum 'stehenden' Handel unterworfen, eröffneten auch die

T ödden im Laufe des 19. Jahrhunderts in ihren von den Vätern ererbten Absatzgebieten Textil- und Konfektionshäuser.

Das Ende des Wanderhandels war der Anfang der Rückentwicklung Hopstens zur rein landwirtschaftlich orientierten Gemeinde. Bei Mißernten kehrte Armut in die Häuser der kleineren Bauern und besonders der Heuerlinge ein. Hier setzte das segensreiche Wirken des berühmten Sozialbischofs Wilhelm Emanuel van Ketteler an, als er van 1846 bis 1 849 Pfarrer in Hopsten war.

Wie zu Kettelers Zeiten gehört Hopsten auch heute noch zu den ländlichen Gemeinden im Tecklenburger Land, ebenso wie die Ortschaften Schale und Halverde, die seit197 5 eingemeindet sind.

Christa Tepe

1 Auf dieser im Original bunten Postkarte von 1900 ist unten rechts schon die neue Villa Siering (heute Evers/Konermann) abgebildet. Als weitere Sehenswürdigkeiten von Hopsten aus dem vorigen Jahrhundert werden vorgestellt: Haus Veerkamp mit dem Marktplatz, die Kirche, das Krankenhaus (heute Heimvolkshochschule 'Bernhard-Otte-Haus'), Hotel Holling (seit 1963 nur noch Bauernhof), Villa Lampe (nach dem Brand

1991 durch ein neues Wohnhaus ersetzt) und die St.-AnnaKapelle auf dem Breischen.

2 Dieser Gruß aus Hopsten wurde am 2.0ktober 1901 an eine Dame in Haselünne gesandt. Daß die Villen Lampe und Siering (unten) erst kurz vor der Jahrhundertwende gebaut worden sind, sieht man an der noch neuen Gartenbepflanzung.

3 Bei dieser Postkarte hat man Wert gelegt auf'lebendige' Bilder mit Personen a) auf dem Marktplatz vor dem Haus Veerkarnp (links oben), b) auf der heutigen Brenninkmeyer Straße Richtung Marktplatz (oben rechts) und c) auf dem steinernen Treppenaufbau am Flootwark, einem Wasserfall von der Mühlen- in die Giegelaa. Die Giegelaa oder 'Möllenumllut', wie sie früher genannt wurde, ist im [ahre 1 565 angelegt worden.

4 Die St.-Georg-pfarrkirche während der Renovierung 1893:

Vorne neben dem Kirchturm liegen Bauschutt und -materialien. Im Vordergrund sind vor der Friedhofshecke noch einige Gräber zu erkennen.

5 Das Kircheninnere während der Renovierung 1893: An den Säulen fehlen die Apostelfiguren, die alte Ausmalung der Kirche vor 1893 ist an der rechten Seitenwand noch sichtbar. Die Pieta und das Barockkreuz befanden sich damals vorne neben dem ]osefsaltar.

6 Der Gesamteindruck der Kirche nach der Ausmalung 1927 war wegen der auf den Wand- und Gewölbef1ächen gemalten Bilder und Inschriften viel bunter als heute. Das entsprach dem damaligen Geschmack der Pfarrangehörigen. Man kann wohl mit Recht behaupten: '[ede Generation hat ihre Kirche neu

ausmalen lassen nach den Schönheits- und Wunschvorstellungen ihrer Zeit und dafür bereitwillig gespendet.'

7 Nach der Kirchenausmalung 1927 war der Marienaltar reich mit Bildern und Sprüchen umrahmt. Diese Bilder und besonders die Inschriften sollten die Verehrung der Gottesmutter anregen und vertiefen.

Hopsten

8 Wo heute auf der Kettelerstraße Tempo 30 angeordnet werden mußte, konnte 1914 der Fotograf Lehrter aus Ibbenbüren in aller Ruhe mitten auf der Straße seine Plattenkamera aufbauen, während die Kinder noch Spielkameraden holten, die mit auf das Bild sollten.

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