Hopsten in alten Ansichten

Hopsten in alten Ansichten

Auteur
:   Christa Tepe
Gemeente
:   Hopsten
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6409-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hopsten in alten Ansichten'

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29 Gegenüber der Hofeinfahrt Holling lag früher ein großer Garten, von einer hohen Mauer umgeben. Links im Bild ist das Gartentor zu erkennen. In dieser hohen Mauer sei im vorigen Jahrhundert ein Guckloch gewesen. Hierdurch konnten die 'Kaufleute', die bei Theissen, später Weßling (heute Hotel Kerssen-Brons) logierten, durch einen Spion die Zollbeamten, die bei Holling verkehrten, beobachten lassen und dann entsprechende Maßnahmen treffen. Da Weßling lange [ahre Bürgermeister in Hopsten war, traute man ihm nicht zu, daß er mit den Schmugglern über die zwanzig Minuten entfernte hannoversche Grenze gemeinsame Sache machen könnte.

Hopsten i. W.

30 Der Darfkern, gleichsam das Herz der Gemeinde, entstand in dieser Farm um 1750. Im Iahre 1749 wurde die Kirchturmspitze, deren Statik von [ohann Conrad Schlaun, dem Erbauer des Schlosses zu Münster und des Jagdschlosses Clemenswerth bei Sögel, begutachtet wurde, errichtet. Etwa um die gleiche Zeit wurde das heutige Hotel Kerssen-Brons erbaut von Jürgen Teissen, einem Töddengroßhändler aus Schapen, der nicht nur einen [ahresumsatz von umgerechnet etwa 5 Millionen Mark hatte, sondern auch ein Privatvermögen in gleicher Höhe besessen haben soll und sich daher den Bau dieses großen Geschäftshauses am Markt leisten konnte.

31 Das Fachwerkhaus der Kaufleute Möller stand auf dem Platz des heutigen Textilgeschäftes Hermann Uphaus an der Brenninkmeyer Straße. Möllersfamilien gibt es seit altersher in Hopsten. Ursprünglich übten sie den Beruf des Müllers auf der Wassermühle an der Rheiner Straße aus. Aber die Möllers waren nicht nur Kaufleute und Müller, sondern auch Ärzte und Küster. Zwei Küster haben in Hopsten ihren Dienst versehen, und zwar

um 17 SO [ohann Mauritz Möller und hundert [ahre später Victor Anton Möller, der vorher Kaufmann in Holland war.

32 Um 1920 stellt der Postbote in der heutigen Brenninkmeyer Straße Pakete zu. An beiden Seiten begrenzen Mauern die Straße. Die lange, hohe Mauer neben dem Briefträger ist 1967 abgerissen worden. An dieser Stelle wurde das neue, weiße Gebäude der Volksbank errichtet, das in der Zwischenzeit wegen Raummangel durch einen Anbau vergrößert werden mußte.

33 Anfang dieses [ahrhunderts war der Buchbinder Schütte Besitzer dieses Hauses (heute Ahrens/von der Haar) am Marktplatz. Über der Eingangstür ist ein kunstvoll geschnitztes 'Supraporta' zu sehen. In verschnörkelten Buchstaben haben sich die Erbauer W (Wilhelm) S (Schräder) und M (Margaretha) E (Elisabeth) K (Kümpers) verewigt, als sie im [ahre 1 767 den Fachwerkneubau für sich zimmern ließen.

34 Im [ahre 1808 erbaute der Töddengroßhändler Joseph Wilhelm Dirk Anton Veerkamp für sich und seine Familie dieses große zweistöckige Haus im Ortskern von Hopsten. Während der Franzosenzeit war er 'Maire' (Bürgermeister) der zusammengeschlossenen Gemeinden Hopsten, Schale, Schapen und Halverde. Im Iahre 1826 geriet er in 'Vermögensverfall' und mußte sein Geschäft aufgeben. Die Familie verzog 1836 nach Holland, und der Kaufmann Johannemann übernahm das

Haus. Seitdem hat es lange [ahre das 'Johannemansche lIaus' geheißen. Seit 1988 hat es eine neue Funktion als 'Bürger Haus' und steht allen Hopstenern zur Verfügung.

Gruß aus Hopsten I. W. Drelbrückerhol, Hubert Lu

35 Der Verlauf der Flötte war bis in die sechziger [ahre anders als heute. Drei Brücken in diesem Bereich gaben der Gaststätte Luster ihren Namen. Eine Brücke befand sich direkt am Wall neben dem Gasthof, eine zweite an der Einfahrt zum 'Dreibrückenhof' und die dritte Brücke bei der Schreinerei Johannemann. Schon so mancher Gast hat auf seinem Heimweg, aus naheliegenden Gründen, eine dieser Brücken verfehlt und so Bekanntschaft mit dem Wasser der Flötte gemacht. Ende der

fünfziger [ahre wurden diese Brücken wegen der Umlegung der Flötte überflüssig und verschwanden.

36 An Uphaus' (früher Möllers) Kreuz vorbei sehen wir die alte Hofanlage Holling, die 1963 abgebrochen und durch ein neues Fachwerkgebäude ersetzt wurde. Der Hof Holling hatte schon immer eine Sonderstellung unter den Hopstener Höfen. Die Besitzer lebten mehr von der Pferdezucht und dem Pferdehandel, vom Brauen und von der Gastwirtschaft als von der gewöhnlichen Landwirtschaft. Schon 1765 gehörte zum Hof eine der sechs Schildwirtschaften Hopstens, wo die angebrachten Schilder daraufhinwiesen, daß man hier speisen, übernachten und die pferde im Stall unterbringen konnte. Johan Gerd Hollings Wirtschaft hieß damals 'Im schwarzen Roß' . Das springende Pterd zierte Jahrhunderte hindurch den Giebel des Hofgebäudes und ist heute am alten Brauhaus angebracht.

37 Bis 1894 war im alten Hofgebäude Holling die Gastwirtschaft untergebracht. Doch dann wurde an das Bauernhaus ein neues Hotel angebaut, das später an die Familie Wolf verpachtet war und 1963 abgerissen wurde. Durch die Hintertür (rechts im Bild) gelangte man direkt vom Hotel auf den Festplatz vor

Hollings Busch, wo [ahr für [ahr die St.-Annen-Schützen ihr großes Vereinsfest feiern. Das erste Haus links im Bild, das alte Brauhaus von 1730, trägt nicht zu Unrecht den Spitznamen 'Zurn leckeren Dröpken'.

38 Das alte Amtsgebäude an der Bunten Straße wurde 1922 errichtet. Es war gleichzeitig Wohnsitz des jeweiligen Amtmanns bzw. Amtsdirektors und Verwaltungssitz der zu einem Amt zusammengeschlossenen drei Gemeinden Hopsten, Schale und Halverde. Wegen der Verteilung der Kosten, die der Bau des neuen Amtsgebäudes damals verursachte, kam es zu einem langwierigen Streit. Erst 1935 konnte eine Einigung erzielt

werden, indem Hopsten 70 Prozent, Schale 20 Prozent und Halverde 10 Prozent der Kosten übernahmen.

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