Hopsten in alten Ansichten

Hopsten in alten Ansichten

Auteur
:   Christa Tepe
Gemeente
:   Hopsten
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6409-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hopsten in alten Ansichten'

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39 Haus Kreuzmann wurde erbaut von dem T ödden Franz Brüggemann. Seit seiner Jugend war Brüggemann Kaufmann in Stralsund und Umgebung, kehrte jedoch immer wieder nach Hopsten zurück. Mit 68 [ahren war er im Begriff, Stralsund für immer zu verlassen, um seinen Lebensabend im Kreis seiner

Familie in Hopsten im von ihm erbauten Haus zu verbringen, als er 1824 starb.

40 Die Villa Lampe wurde 1897 von dem Kaufmann ]oseph Lampe erbaut. Sein Sohn Gustav war Arzt in Hopsten. Wegen seiner Hilfsbereitschaft benannte man die Straße, die an seiner Wohnung und Arztpraxis vorbeiführte, 'Gustav- Lampe-Straße'. 1991 brannte die Villa ab und wurde durch ein neues Wohnhaus ersetzt.

41 Das Gnadenbild der Mutter Anna auf dem Breischen wurde im Iahre 1677 aufgefunden. Diesejahreszahl steht in Stein gemeißelt über der Eingangstür der Wallfahrtskapelle. Ins Deutsch übersetzt lautet die lateinische Inschrift: 'Im [ahre 1677 ist hier eine Eiche gefällt worden, die das auf dem Altar sichtbare Bild der hl. Anna hervorgebracht hat, zu deren Ehren ist 1694 ein Kapellehen erbaut worden und an Stelle des kleinen Gebäudes ist diese Kapelle 1728 errichtet worden.'

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42 Auf dem Bild aus demjahre 1893 sehen wir links neben der Kapelle die Ecke der alten Breischener Schule, die auf dem Platz vor der Wirtschaft (früher auch Bäckerei und Geschäft) Holtkamp stand und 1929 von der 100 m entfernten neuen Breischener Schule abgelöst wurde, sodaß das alte Schulgebäude abgebrochen werden und ein großer Platz für Gottesdienste im Freien entstehen konnte. Auf dem Kapellengiebel ist die [ahreszahl 1 728 zu lesen. In diesem [ahr wurde anstelle eines Gebetshäuschens die Kapelle in der heutigen Höhe und Breite gebaut. Die Länge der Kapelle entstand, als im [ahre 1848 der Pfarrer von Hopsten, Wilhelm Emanuel von Ketteler, der später als sozialer Bischof von Mainz Ruhm erlangte, die Kapelle um das Doppelte nach Osten erweitern ließ.

43 Der neugotische Altar in der Anna-Kapelle war noch zu Beginn dieses Jahrhunderts mit vielen Figuren und Bildern geschmückt. Von den Weihegaben, die zum Gedenken an 'wundersame' Gebetserhörungen in den vergangenen drei Jahrhunderten gestiftet wurden, sind nur noch wenige vorhanden. Vieles ist im Laufe der Zeit gestohlen worden, so zum Beispiel 1828 ein 'goldenes, durchbrochenes Kreuz, welches mit einem seidenen Band am St.-Annen-Bilde befestigt gewesen und sich dadurch auszeichnete, daß sich oben ein Schild in der Form eines Herzens, unter aber ein Kreuzchen daran befand.'

44 Familie Poggemann vor ihrer uralten Schankwirtschaft, die den Namen 'Zurn reisenden Mann ' trug und 1928 abbrannte. In der Chronik des Heimatvereins ist ein Zeitungsartikel eingeklebt: 'Am 16. November 1928, abends gegen 11 Uhr beginnend, brannte das alte, schöne, deftige Fachwerkhaus des Hofbesitzers Hermann Poggemann bis auf die Grundmauern ab. Ein furchtbarer, selten erlebter Sturm brachte die St.-Annen-Kapelle, sowie das Schulhaus und die Wirtschaft Holtkamp in größte Gefahr.

Nur den vereinten Kräften der Hopstener und Ibbenbürener Feuerwehr gelang es, diese Nachbarhäuser zu retten. Aus den völlig hohlen Baumkegeln der beiden uralten Linden vor der Kapelle schlugen unaufhörlich Flammen, Opferf1ammen gleich aufhohen Säulen vor dem Heiligtum. Eine schaurige Nacht!'

4S Die 'neue' Schankwirtschaft Poggemann, die nach dem Brand 1928 erbaut wurde. 'Starnmkunden' durften sich hier manchmal den Schnaps selber eingießen, wobei die Gläschen oft reichlich voll wurden. Heute ist auch diese Wirtschaft nicht mehr. Sie wurde 197 S durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt.

46 Der Mann mit dem schwarzen Vollbart ist der Hofbesitzer Hermann Poggemann. Um 191 0 ließ er aus Bruchsteinen die lange Gartenmauer errichten, die noch heute zu sehen ist, und zwar an der Hörsteler Straße zwischen der Gastwirtschaft Fiedler-Poggemann und dem Wohnhaus des Geistlichen, der die Anna-Kapelle betreut (früher Ptarrer Wember, jetzt Pfarrer Veerkamp).

47 Der Hofbesitzer hat sich im [ahre 1931 mit seinem Hund fotografieren lassen. 'Bunnikenbur' (Leugermann, heute Lütkehus) an der Bonnikestraße hatte den schönsten Fachwerkgiebel in Hopsten. Die Inschrift über der Dielentür lautete:

Anno I 766 opgericht 25. Junius, Allein auf Gott setz dein Vertrauen,

Auf Menschen Hiilf" solst du nicht Baun, Gott ist allein der Glauben Held,

Sons ist kein Glaub' mehr in derWelt, Bewar dein Ehr, hüt' dich'

48 Nicht nur zum Hof Bonnike (Leugermann, heute Lütkehus), früher gehörte zu jedem Wohnhaus ein Brunnen oder Pütt. Oft lag er neben dem Haus zur Gartenseite hin und hatte eine Sandsteineinfassung. Beim Ziehbrunnen wurde der Brunnenbalken mit dem daran befestigten Eimer Püttsuse genannt, weil sie 'in den Pütt runner sust' , in den Brunnen niedersaust. Am unteren Ende des Brunnenbalkens war meist ein Stein als Gegengewicht befestigt, um den gefüllten Eimer schneller

hochziehen und am Brunnenrand ins Gleichgewicht bringen zu können. Dadurch erleichterte man sich das Ausleeren des Eimers.

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