Horb a. N. in alten Ansichten

Horb a. N. in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Schmid
Gemeente
:   Horb a. N.
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5278-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Horb a. N. in alten Ansichten'

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39. Leider hatte dieser Industriezweig rnit der Uhrfabrik Kienzie nicht lange Bestand und so wurde dieses erste Industriegebäude in den dreißiger Jahren zum Arbeitsdienstlager umfunktioniert, wie auf dieser Postkarte zu sehen ist. Ein Insasse dieser Einrichtung schreibt an seinen Freund: 'Ich liege jetzt im Bett und muß liegend schreiben. deshalb ist die Schrift auch nicht so schon. Die Uhr zeigt rnittags drei Uhr , wir haben Bettruhe. Es grüßt Dich Dein Freund Ernst, Arbeitsrnann.' Seit dern Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude mit umfangreichen baulichen Erweiterungen wieder als Fabrikanlage genutzt.

40. Hier ist nochmals ein Teil des alten idyllischen Horber Neckarwehrs zu sehen mit einer Falltüre , um Wasser ablassen zu können. Dahinter am linken Neckarufer stehen (von links nach rechts): die Filzfabrik von R. Holl, das Stuben'sche Schlößchen und die Getreidemühle (Rettenmeier). Dazwischen schauen das Ihlinger Tor und das heutige Heimathaus 'Hoher Giebel' hervor. Das ganze Bild wird abgerundet mit der Stiftskirche Heilig-Kreuz, dem Schurkenturm, davor das ehemalige DominikanerinnenKloster aus dem 13. Jahrhundert (heute Finanzamt Horb) und rechts davon die Gebäude des ehemaligen Chorherrenstifts zum Heilig-Kreuz (1387 -1806).

41. So hat das Stuben'sche Schlößchen noch im 19. Jahrhundert ausgesehen. Die Bildhauer und Altarbauer Peter Paul Hausch und Joharm Bayer haben das Stuben'sche Schlößchen samt dem Luziferturm (Ihlinger Tor) im Jahre 1880 gekauft und es für ihre Zwecke umgebaut. Im Jahre 1911legten Pius Hausch das Fachwerk frei, so wie es heute nach einer gründlichcn Renovierung vor einigen Jahren zu sehen ist. Am Stuben'schen Schlößchen entlang verläuft ein Fußgängersteg über den Kanal. Mit Fallbrettern konnte hier der Wasserzufluß für den Kanal reguliert oder abgestellt werden. Auf der anderen Seite sitzt das Stuben'sche Schlößchen auf der Stadtmauer.

42. Das Stuben'sche Schlößchen wurde im Jahre 1519 erbaut. Bewohnt war es im 18. Jahrhundert von den Freiherren von Stuben und danach von den Herren von Barilli, Es hat einen sehr interessanten und romantischen Arkadenhof wie auf den beiden Bildern zu sehen ist. Am 9. Juli 1911 fand die Jahreshauptversarnmlung des Schwarzwaldvereins in Horb statt. Die Festversarnrnlung hat sich damals im Innenhof des Stuben'sche Schlößchens versammelt für ein Erinnerungsfoto. Diese Postkarte wurde am 15. Juli 1911 von einer Magda an ihre Freundin Frida geschrieben. Sie hatte an dem Fest teilgenommen und ist auf der Postkarte abgebildet.

43. Bei der Festversammlung des Württembergischen Schwarzwaldvereins am 9. Juli 1911 gab es ein urnfangreiches Programm: Empfang der Gäste an den Vorrnittagszügen, Frühschoppen mit Musik im 'Lindenhof", 11 Uhr Spaziergang auf die 'Schütte", 1-3 Uhr Mittagessen in verschiedenen Gasthöfen, 3 Uhr Sammlung beim neuen Schulhaus, Zug zum Festplatz bei der Turnhalle , von 8 Uhr an gesellige Unterhaltung im 'Lindenhof . Zu diesern Fest gab es auch elf Festjungfrauen, die in Trachten von Horb und Umgebung gekleider waren. Sie stellten sich am Neckarufer zu einern Erinnerungsbild. Bereits im Jahre 1901 war die Festversammlung des Württembergischen Schwarzwaldvereins schon einmal in Horba.N.

44. Ein Bliek von Westen auf die Außenseite des Ihlinger Tors, auch Luziferturm genannt. Es ist das einzige noch erhaltene Horber Stadttor von der einstigen Wehranlage. Die Gebäude links und rechts der Straße (Ihlinger Straße) gehören zur Horber Vorstadt. Das Gebäude mit dem hohen Giebel rechts ist die ehemalige jüdische Synagoge. Diese enge Ortsdurchfahrt (Neckarstraße und Ihlinger Straße) war die einzige Straßenverbindung im Neekartal in Richtung Rottweil. Sämtliche Busse und Lastwagen mußten sich durch das Ihlinger Tor zwängen. Erst in den fünfziger Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde für diese Bundesstraße (B 14) auf der anderen Seite des Neckars eine teilweise Stadtumgehung gebaut.

45. Ein Bliek auf das Ihlinger Tor (Außenseite). Dahinter ist die Stadtmauer von der einstigen Horber Befestigungsanlage zu sehen, die steil den Berg hinaufzieht. Auf der Stadtmauer sitzt das ehemalige Klostergebäude der Dominikanerinnen aus dem 13. Jahrhundert. Das Gebäude gehört jetzt der Stadt Horb a.N. und ist mit dem Finanzamt belegt. Die schöne Hauskapelle des ehemaligen Klosters wird für Trauungen durch das Bürgermeisteramt Horb benutzt. Vor dem Schurkenturm schwenkt die Stadtmauer nach links ab und hat so früher die Burg Hohenberg umrahmt. Auch innerhalb der Stadt gab es teilweise sehr hohe Mauern, wie dies auch bei der Stiftskirche notwendig war (Fläche um die Kirche war Friedhof). Wie auf dem Bild zu sehen ist, benötigte auch das Klostcrgebäude eine hohe Stützmauer.

Horb a. tl

46. Bliek von der Altsradt (Neckarstraße) auf das Ihlinger Tor (Luziferturm). Links davon steht das Stuben'sche Schlößchen mit einem Türmchen und dem Arkadenhof. Auf der rechten Seite schließen sich an eine alte Scheuer, die früher den Horber Chorherren gehörte, das Gasthaus 'Zur Schwane' und das heutige Heimathaus 'Hoher Giebel'. Am Türbogen dieses Gebäudes steht die Jahreszahl 1622 und das Wappen der Herren von Ow (Ow'sches Haus). Das Gebäude war zwischendurch im Eigentum eines Schuhmachers namens Rais und wurde dann 'Rais'sches Haus' genannt. Die Stadt Horb a.N. hat das Gebäude im Jahre 1954/55 erworben und dann gründlich renoviert. Seither wird es als Heimathaus 'Hoher Giebel' bezeichnet. Es beherbergt zur Zeit das Heimatmuseum und die Jugendmusikschule Horb.

47. Diese idyllische Ecke wird auch gerne von Malern aufs Bild gebracht und ist hier in einem Aquarell festgehalten. Vom Gasthaus 'Schwane' führt ein steiler Fußweg von der Unterstadt in die Oberstadt (auf dem Bild vorne rechts) und wird im Volksmund als 'Schwanenbuckel' (Marktsteige) bezeichnet. Ein Bild aus der gernütlichen alten Zeit: der Kutscher hat seine Fahrt unterbrochcn, um in der Schwanenwirtschaft ein Bierchen zu trinken. Diese Postkarte ging mit vielen Grüßen am 4. November 1906 mit der königlichwürttembergischen Bahnpost als 'Soldatenkarte' an den Husar Haussmann beim Husaren-Regiment Fürst Blücher von Wiehlstart in Stolp (Pommern).

48. Das Gelände zwischen Neekar und Kanal wurde schon irn 19. lahrhundert bebaut. So entstand um das lahr 1872 direkt am Neekar bei der alten Neckarbrücke bzw. bei der späteren Wilhelmsbrücke das Hotel Raible. Bauherr war Richard Raible , Bierbrauer. Das Hotel- und Restaurantgebäude in der Schillerstraße rnit dem Walmdachanbau ist heute noch in der gleichen Bausubstanz wie früher erhalten. Im Nebengebäude gibt es einen länglichen Saal und darunter eine Kegelbahn. Obige Postkarte zeigt das Hotel Raible mit Bliek auf die Stiftskirche und den Schurkenturm.

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