Horb a. N. in alten Ansichten

Horb a. N. in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Schmid
Gemeente
:   Horb a. N.
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5278-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Horb a. N. in alten Ansichten'

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49. Diese Grußpostkarte ging am 13. Mai 1901 an Fräulein Mina Beek bei Herrn Bischof in Pforzheim mit folgendem Text: 'Horb, den 12. Mai 1901. Liebe Freundin! Nun will ich Dir mitteilen, daß ich seit Mittwoch in Horb bin bei der Beerdigung bei meinen Onkeln, bis Mittwoch, den 15. Mai nach Frankfurt gehe. Wenn mir's möglich ist komme ich zu Dir , wenn ich Aufenthalt habe. Es grüßt Dich und Bertha, Degenfelder .' Auf der Postkarte ist die alte Brücke über den Kanal in der heutigen Wilhelmstraße zu sehen (ein Teil von 'Klein-Venedig'). Links der Brücke steht das Schreibwarengeschäft Mutterer. Es wurde im Volksmund auch 'Mutterer-Haus' genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte im Jahre 1962 der Abbruch des Gebäudes. An gleicher Steile wurde die heutige Stadtapotheke erstellt.

50. In Horb a.N. gab es in früheren Zeiten über vierzig Gaststätten und mehrere Brauereien. In der Unterstadt an der Neckarstraße standen gleich zwei Gasthäuser nebeneinander: das Gasthaus 'Zum Rössle' und das hier abgebildete Gasthaus 'Zum Kreuz' von Xaver Renz. Es hatte die gleiche Bauweise wie das Heimathaus 'Hoher Giebel'; jedes Stockwerk war mit einem Absatz vorgesetzt. Leider verschwanden diese Stockwcrksvorsprünge bei einem Umbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Gebäude wurde Anfang der zwanziger Jahre von der Familie Ulrich erworben. Seither wird es als Wohnhaus und Friseursalon benutzt. Das Bild daneben zeigt die Stadt Horb a.N. mit den neuen Brücken im Jahre 1904.

51. Eine Szene aus der Neckarstraße in Horb a.N. Links der Gasthof 'Zum Kaiser'. Im Hintergrund sind weitere Gasthöfe zu sehen: 'Zum schwarzen Adler' und 'Zurn goldenen Adler'. Die linke Straßenseite mußte nach dem Zweiten Weltkrieg durch Abbruch und Neuaufbau von modernen Geschäftshäusern weichen. Diese Postkarte ging am 13. September 1910 mit der Bahnpost an Frau Pauline Müllcr-Seeger in Dübendorf, Kanton Zürich beim Flugplatz und harte folgenden Wortlaut: 'Meine Lieben, bin bis zur Stunde gut gereist und sitze eben bei Herrn Schwämmle bei einem guten Abendessen. In einer Stunde geht's weiter nach Reutlingen. In Tuttlingen sind 5000 Mann Militär. Das Geschäft ist zufriedenstellend. Was machen die kleinen Männli? Herzlichen Gruß und Kuß Euer Papa. '

52. Im Horber 'Fruchtkasten' waren um die Jahrhundertwende das königliche Bezirkskommando und Revieramt untergebracht. Gefreiter Schraivogel schreibt diese Karte am 18. April 1902 an die Familie Kindier in Radolfzell und berichtet, daß nur noch 160 Tage anstehen und dann die Reserve Ruhe hat. Das Baugrundstück des 'Fruchtkastens' in der Horber Neckarstraße hat eine interessante geschichtliche Vergangenheit. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts stand hier die 'Constanzische-Reichenbachsche Schaffnerei'. Es war eine badische Exklave. Durch einen Staatsvertrag zwischen Baden und Württernberg fand ein Austausch statt und das Gebäude ging ins Eigentum des Königreichs Württernberg über. Das alte Gebäude wurde dann abgebrochen und der 'Fruchtkasten' wurde um 1819/20 erstellt.

53. Nochmals ein Bliek in die Neckarstraße in der Horber Unterstadt. Links die Weinhandlung und Küferei Kar! Hassmann mit einem Brunnen. Beides mußte nach dem Zweiten Weltkrieg der Teilumgehungsstraße (Ortsdurchfahrt B 14) in den fünfziger Jahren weichen. Dahinter ist der 'Fruchtkasten' zu sehen, in dessen Räume heute das Staatliche Vermessungsamt und die Landespolizei untergebracht sind. Auf der rechten Seite der Neckarstraße steht das Hotel Kaiser und davor das Lebensmittelgeschäft Kehrer. Das eingezäunte Grundstück gehörte zum Meintel'schen Haus. Diese ganze Bausubstanz mußte vor und nach dem Zweiten Weltkrieg neuen Geschäftshäusern und einem Parkhaus weichen.

54. Das 'Meintel'sche Haus' mit einem Vorgarten in der NeckarstraBe. Dies war das Zuhause und die Schaffensstätte des Malers und Bildhauers Joharm Nepomuk Meinte!. Er ist am 5. März 1816 in Dießen geboren und hat mit seinen Mitarbeitern viele Kunstwerke und Altäre geschaffen. In seiner Jugendzeit hatte er schon frühzeitig gute Kontakte mit Künstlern in München und so bekam er später viele Aufträge aus der näheren Heimat, aber auch aus ganz Deutschland. Beschäftigt waren bei ihm in der Regel dreißig bis vierzig Leute (Schreiner, Bildhauer, Maler, Vergelder]. die zimmerten, meiselten, schnitzten und malten. Seine Altäre wanderten nach Bayern, Baden, Hessen, Hohenzollern, Preußen und sogar über den Ozean. Viele Persönlichkeiten kamen nach Horb, besichtigten Werkstatt und Werke und brachten neue Aufträge rnit. Am 14. Dezember 1872 verstarb der Meister in seiner Heimat.

55. In der Neckarstraße, etwas versteekt hinter einem neuen Geschäftshaus, steht heute noch das im 14. Jahrhundert erbaute Wassertor. Es grenzt auf der Südseite an den Kanal ('Klein-Venedig'). Auf der anderen Seite der Neckarstraße neben dem ehemaligen Gasthaus 'Zurn schwarzen Adler ' steht das 'Haus am Aischbach' (Haus Reinhardt) aus dem 13. Jahrhundert. Es war früher die Schaffnerei des Klosters Kirchberg. Das Wassertor diente unter anderem dem Abfluß des Aischbachs in den Kanal. Auf dem Bild ist die Seite von der Neckarstraße aus zu sehen. Auf der Kanalseite ist das Wassertor mit einer Kreuzigungsgruppe und den beiden Wappenschildern von Württemberg und Hohenberg bemalt.

56. Die Metzgerei und Wirtschaft 'Zum goldenen Adler' steht auch an der Neckarstraße. Bei der württembergischen Landesvermessung im Jahre 1832 hieß der Goldadlerwirt Johann Sinz. Seit mehreren Generationen ist der Betrieb nun schon im Besitz der Farnilien Bareis. Zusammen mit der Metzgerei war und ist es heute noch ein gut bürgerliches Lokal. Am Türsturz steht die Jahreszahl 1865 und das zeugt wahrscheinlich von einem Urnban. Das rechte Bild zeigt die Stadt Horb a.N. mit den neuen Brücken aus dem Jahre 1904. Darunter ist ein Hinweis auf die Wirtschaft , in der gerade getagt wurde.

GtfJltrhaps noch dem Umbau 1909.

57. Neben dem Gasthaus 'Zum goldenen Adler' steht ein sehr altes und schönes Fachwerkhaus. Es wird auf der Postkarte als 'Geßlerhaus' bezeichnet , nachdem es irn Jahre 1909 umgebaut wurde. Im Jahre 1819 hieß der Eigentümer Konstamin Geßler , Zeugfabrikant (mit Farbhaus und Wohnung). Im Primärkataster der ersten württembergischen Landesvermessung steht bei Lagebeschreibung: 'Neben dem Mühlheimer Tor' (Straße nach Mühlen). Dieses Stadttor wurde später abgerisscn. An der Hauswand des Gebäudes Neckarstraße 3 prangt heute noch ein schönes 'Geßlerwappen' mit der Jahreszahl 1793, und das erinnert auch an die Zeit, in der das Tuchmacherhandwerk und die Seidenfärberei in Horb sehr hoch im Kurs stand. Am Türsturz, auch 'Eselsrücken' genannt, wurde erst vor kurzem die Jahreszahl 1561 entdeckt (Baujahr des Gebäudes).

Horb a. N.

Partie mit neuem Schulhaus

58. Bis zum Jahre 1852 standen in Horb a.N. drei katholische Kirchen: hoch oben an der Bergnase die Stiftskirche Heilig-Kreuz, beim unteren Marktplatz an der Straße nach Altheim (heute Guterrnannstraße) auf der einen Seite die Liebfrauenkirche und auf der anderen Seite neben dem Hofgut der Katholischen Kirenen- und Hospitalpflege Horb a.N. die St.-Johannes-Kirche. Diese Kirene entstand im Jahre 1470 und rundherum war der Horber Friedhof angelegt. Als dieser nicht mehr erweitert werden konnte, mußte ein neuer Friedhof in Richtung Mühlen hinter dem Blendaxwerk angelegt werden. Im Jahre 1903 wurde dann auf dem Platz der ehemaligen St.-Johannes-Kirche an der neuen Ortsstraße eine neue Horber Grundschule erbaut (siehe Postkarte). In diesem Backsteinbau werden auch heute noch die Jungen und Mädchen eingeschult.

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