Horb a. N. in alten Ansichten

Horb a. N. in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Schmid
Gemeente
:   Horb a. N.
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5278-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Horb a. N. in alten Ansichten'

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59. Vor der Spitalscheuer steht ein geschmückter Wagen für einen Umzug zum Erntedankfest. An der Scheuerwand sind ein Rappen und eine gefleckte Kuh dargestellt, Erinnerung an ein schweres Unwetter über Horb im Jahre 1578. Das Wasser stieg damals bis an die Oberkante des Scheuerntors (Strich durch Kuh). Der Rappen und die Kuh hatten sich losgerissen und erreichten über eine Treppe das Dachgeschoß der Scheuer. Alles andere Vieh ist damals ertrunken. Als Schuldige für solche katastrophale Unwetter wurden in dieser Zeit in Horb insgesamt siebenundzwanzig Frauen angeklagt und als Hexen verbrannt.

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60. Die Horber Hirschgasse ist die erste Fußgängerzone der heutigen Stadt Horb a.N. und kann dazu noch viel geschichtliche Vergangenheit aufweisen. Der erste Bliek fällt auf die Liebfrauenkirche in der Bildrnitte. Den Ursprung fand diese Kirche in einer Kapelle, dem heutigen Chorraum, der vom Kloster Reichenbach im Jahre 1280 gebaut wurde. In mehreren baulichen Etappen entstand aus dieser Kapelle die heutige Liebfrauenkirche , im Volksmund auch 'Kapper genannt. Links bzw. im Medaillon ist das Horber Steinhaus zu sehen. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente dem Kloster Reichenbaeh als Vorratsspeicher (Zehntscheuer). Das Steinhaus wird seit 1974 als Gemeindehaus für die Kirchengemeinde Heilig-Kreuz nach einem Umbau und gründlicher Renovierung genutzt. Diese Möglichkeit ergab sich, als im Jahre 1964 die Spitalökonomie mit dem Bau eines Aussiedlerhofes auf die Höhe verlegt wurde.

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61. Das Horber Krankenhaus der katholischen Kirchen- und Hospitalpflege hat eine lange geschichtliche Entwicklung aufzuweisen. Es begann am 12. Januar 1352. Der Horber Bürger Dietrich Gutermann stiftete das Horber Spital, im Mittelalter ein Armen- und Altenhaus, Herberge und Heimstätte für arbeitsunfähige Männer und Frauen. Seit 1854 sind die barmherzigen Schwestern vom Orden des heiligen Vinzenz in Horb. Am 1. April1897 war ein wichtiger Tag: das Spital ging ganz auf die Kirchengemeinde Horb a.N. über. Das Horber Krankenhaus ist im 19. und 20. Jahrhundert mehrfach umgebaut und erweitert worden. Die letzte Erweiterung in den Jahren 1984-1986 brachte den neuesten Stand der Technik. Diese Postkarte wurde am 10. April 1900 von einer Patientin an ihre Freundin Anna Teichmannin Geißlingen bei Balingen geschrieben.

Horb a. N.

eue Straße.

6Z. Zu Beginn des ZO. Jahrhunderts wurde diese neue Straße in Horb a.N. gebaut (heute Gutermannstraße). Auf der linken Seite ist der Verlauf des Grabenbachs zu sehen, der teilweise verdolt ist. Zu sehen sind (von links nach rechts): die Liebfrauenkirche, die Stiftskirche Heilig-Kreuz. der Schurkenturm und der Schütteturm. Am Ende der Straße liegt der untere Marktplatz mil dem Hohenbergbrunnen. Das Gebäude links mit dem Anbau ist das Gasthaus 'Zum Hirsch'. Davon ist der Straßenname 'Hirschgasse ' abgeleitet.

63. Der untere Marktplatz mit dem Hohenbergbrunnen als alles noch gepflastert war. Hinter dem Brunnen ist das ehemalige Feuerwehrmagazin zu sehen und im vergangenen Jahrhundert war dort die Horber Schule untergebracht. In den Giebelhäusern waren Geschäfte angesiedelt: Conditorei. Spezereihandlung von F. Kocheise , Eisenhandlung von A. Teufel, Kolonialwaren, Glas und Porzellan. Die Straße , die zwischen dem 'Kugler' und dem 'Kreuz-Kapellenberg' hinaufzieht , ist die Bildechinger Steige. Auf der rechten Seite ist wiederum eine Gaststätte untergebracht: das Hotel Krone.

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64. Bis zum Jahre 1836 hat die Bildechinger Steige so ausgesehen. Das Bildechinger Tor war eines der elf Stadttore der Horber Befestigungsanlagc, die irn Laufe der Zeit abgetragen wurden. Kinder konnten damals an dieser Steige noch ohne Gefahr Schlitten fahren. Auf der rechten Seite steht das Gasthaus 'Zum Dreikönig' mit einem schönen Erker. Bei der Renovierung eines Gebäudes in der Bildechinger Steige in den vergangenen Jahren wurde dieser 'Dreikönig-Erker' nachgebaut.

65. Nochmals der gepflasterte untere Marktplatz mit Bliek auf die Liebfrauenkirche. Im Vordergrund umrahmt mit Laubbäumen steht der Hohenbergbrunnen. Der Turm der Liebfrauenkirche hat seitlich je einen mächtigen Stützpfeiler. Diese wurden in den Jahren 1658 und 1659 angebaut, um den Turm zu sichern. Das große Gebäude vor der Kappel gehörte der Katholischen Kirchen- und Hospitalpflege und beherbergte das Altersheim. Alle Gebäude auf der rechten Seite mußten in den Jahren 1984-1986 der letzten Krankenhauserweiterung weichen, Im Eckhaus Altheimer Straße/Bildechinger Steige (links) war damals schon eine Kürschnerei (Pelzverarbeitung) untergebracht. Bei diesem Gebäude wurde später das Fachwerk freigelegt und das Pelzgeschäft besteht auch heute noch.

Gruss aus Horb Thalstra sse

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66. Ein Bliek in die Horber Thalstraße (heute Altheimer Straße) zeigt einen Altstadtcharakter. In diesem Stadtteil waren früher einige landwirtschaftliche Betriebe heimisch. In Bildmitte links von der Pappel ist die Bierbrauerei bzw. Gasthaus 'Zum Ranken' zu sehen. Das Holzgerüst im Vordergrund des Bildes gehört zur Brauerei. Es ist ein sogenannter Eisbock zur Herstellung von Eis. Im Winter wurden die Stangen mit Wasser bespritzt , sodaß sich lange Eiszapfen bildeten, die zum Abkühlen des Gerstensaftes benutzt wurden. Von links oben blickt ein Wehrturm der Ringmaner herab und rechts ist der Schurkenturm zu schen, der im Jahre 1835 auf den Grundrnauern der Burg Hohenberg aufgebaut wurde. Das Gebäude daneben mußte im Jahre 1965 einer Planung weichen, die nie realisiert wurde.

Bierbraverei zum Ranken

67. Der 'Ranken' in der Horber Thaistraße (heute: Altheimer Straße) war eine der letzten Brauereien Horbs. Bis 1945 wurde der beliebte Gerstensaft gebraut. 1971 erfolgte dann die Aufgabe der Wirtschaft. Im Jahr 1908 erfuhr das Gebäude eine umfangreiche Renovierung und Erweiterung. Es wurde ein ganzes Stockwerk aufgesetzt. Die Postkarte ist am 16. Februar 1915 geschrieben an Herrn Katastergeometer Schetter Grünmettstetten, Oberamt Horb: 'Lieber Herr Kollege! Sie kennen das urnstehende gute Lokal, in welchem wir heute bei ausgezeichneter Metzelsuppe uns gütlich tun. Morgen erhalten sie von mir einige geschäftliche Mitteilungen. Am Mittwoch geht es wieder ab. Mit kollegialen Grüßen, Ihr Schwarz, Wehrmann - Großmann, Conditor - Güterbeförderer Fischer-Bauer Schlatter -Josef Steimle.'

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68. Nochmals eine Postkarte aus der Horber ThaIstraße. Das Gebäude in der Bildmitte war die ehemalige Sr-Leonhard-Kapelle. Sie wurde 1510 erbaut, nachdem vorher an dieser Stelle schon ein Leonhardskirchle gestanden hat. Im Jahre 1789 befahl das Obervogtamt Rottenburg die Schließung dieses 'Talkirchles' und das Gebäude wurde dann vorübergehend für einige Jahre als Gasthaus 'Zum Anker' benutzt. Dann etablierte sich die Buchdruckerei von Josef Mest, Steindruckerei und Lithographie, im ehemaligen Kapellengebäude. Am Gebäude rechts ist verzeichnet: Mineralwasserfabrikation, Kolonialwaren und Brauereiartikel Jakob Höhn. Zwischen beiden Gebäuden mündet die Bußgasse ein. Davor steht ein vierröhriger städtischer Brunnen aus dem Jahre 1480.

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