Illertissen in alten Ansichten

Illertissen in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Kolb
Gemeente
:   Illertissen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1715-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Illertissen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Illertissen an der schäumenden Iller gelegen, wie es in alten Archiven heißt. Die Iller ist heute ein ruhiger, im Sommer stellenweise sogar wasserarmer Fluß, da sie ihre Energie, das Wasser, fast vollständig in Kanälen an die zahlreichen Elektrizitätswerke abgibt. Dieses Illertissen, früher ein nicht unbedeutender Markt (seit 1430), heute eine Stadt von über 12 000 Einwohnern, trat vor über tausend Jahren erstmals in das Licht der Geschichte. Funde aus der Hallstattzeit (etwa 2000 vor Christus) und später aus der Urnenfelderzeit (zirka 1200 vor Christus) zeigen an, daß das mittlere Illertal, zumindest in den überschwernrnungsfreien Randgebieten, in diesen Epochen schon teilweise bewohnt war.

Im Jahre 954 nach Christus söhnte der heilige Ulrich, Bischof von Augsburg, König Otto den Großen mit seinem aufständischen Sohn Ludolf, Herzog von Schwaben, in 'Tissen an der Iller' wieder aus. Auf dem historischen Boden im Unterlauf der Iller wuchs die einigende Kraft, die ein Jahr später die Ungamgefahr in der entscheidenden Schlacht auf dem Lechfelde (955) bannte.

Illertissen im Vorallgäu

Die Iller hat in Jahrmillionen in den mergeligen Flinz Talmulden gegraben, die durch die angeschwemmten Schotter- und Sandmassen aus den Allgäuer Bergen im ständig wechselnden Flußbett das Tal überschichteten und es allmählich ausfüllten. Erst durch die Kanalisierung der Iller wurden die alljährlichen Überschwemmungen eingedämmt und sogar vollständig ausgeschaltet.

So sehen wir die Stadt Illertissen in einer ausgedehnten Talebene, an deren östlichen Rand über der waldbewachsenen Halde sich das Vöhlinschloß erhebt und über der Stadt der charakteristische Turm der Martinskirche sich abzeichnet.

Bei Föhnwetter geht der Bliek über diese Waldhänge hinauf bis zu den achtzig Kilometer entfernten Allgäuer Bergen mit dem Hochvogel (2 500 Meter), der Mädelegabel (2 645 Meter), der Trettachspitze (2 595 Meter) und dem hohen Licht (2652 Meter). Siehe Seite 8/9.

1. Das Stadtwappen mit dem Löwen und den drei PPP im Querbalken hat Il1ertissen vom Memminger Geschlecht der Vöhlin, den Besitzern des von der Anhöhe weithin grüßenden Renaissanceschlosses, erhalten. Diese Burg 'Tissen' entstand im 12. bis 13. Jahrhundert und sah vor den Vöhlins, die sie im 16. Jahrhundert übernahmen, viele Besitzer, Heute gehört sie dem Bayerischen Staat.

2. Bronzeschwert aus der Hallstattzeit, gefunden in Illertissen. (Derzeit im Rathaus Illertissen aufbewahrt.)

3. Hans Christoph I. Vöhlin von Frickenhausen zu Illertissen war der Sohn von Erhard Vöhlin, der Schloß und Herrschaft Illertissen 1520 vom Grafen Johann von Montfort erwarb. Trotzdem das Schloß zweimal durch Brand stark beschädigt wurde, baute es der 66jährige Schloßherr Erhard Vöhlin wieder auf. Unter Hans Christoph Vöhlin wurde in der zweiten Herrschaft in Neuburg an der Kamrnel ein zweites Schloß erbaut um Besitztürner für seine beiden Söhne zu haben. In Illertissen folgten eine Reihe van Vöhlins, wie Ferdinand, Carl Christoph, Hans Christoph HL und der IV. und Joseph Vöhlin, der durch ständige Bauvorhaben in Schulden geriet und das Schloß 1756 an den Bayerischen Staat verkaufen mußte um wenigstens das Schloß Neuburg zu erhalten.

4./5. Illertissen mit den etwa achtzig Kilometern entfernten Allgauer Bergen. Fotografiert bei Föhnwetter (1936).

6. Das Schloß unter earl Vöhlin, nach mehreren Urn- und Anbauten im Jahre 1675. Das vordere Schloß wurde erweitert, der Torturm erhielt seinen Achteckaufbau und eine kupferne Turmhaube, die Schloßkapelle wurde renoviert, das breit angelegte Treppenhaus neu errichtet und die Stuckdecken eingezogen. Der bürgerliche Lebensstil der reich gewordenen städtischen Patrizier verband sich mit der ritterlichen, höfischen Tradition des Landadels. So ist das Schloß Illertissen noch heute ein Denkmal dieser geschichtlich bedeutsamen soziologischen Umschichtung,

7. Die 1590 erbaute katholische Pfarrkirche 'Sankt Martin' mit ihrem die Stadt überragenden, charakteristischen Turrn, birgt ein großartiges Kunstwerk der Hochrenaissance, den von Christoph Rodt 1604 geschaffenen, prächtigen Hochaltar. Auf der Rückseite des Altars ist die Inschrift zu lesen: Anno 1604 den 27. Augustiy Disser /Althar durch mich Ch ris toff Rodt Bildhawerjzu Newburg an der Camla Vohlischer] Unterthon Uffgericht Worden. Das Mittelstück dieses Hochaltars zeigt die Krönung Mariens, die von einer Gruppe musizierender Engel umgeben ist. Zu beiden Seiten des Altars stehen in Stein gehauen die Epitaphe der Vöhlins in voller Rüstung.

Illertissen um 1800, von Südwesten her gesehen

8. Illertissen mit seiner mittelalterlichen, dörfischen Grundanlage hatte ab 1430 das Marktrecht erhalten und wurde auf Geheiß der Herrschaft von Befestigungsanlagen mit Wall und Graben umgeben, die erst in den letzten Jahrzehnten eingeebnet und abgetragen wurden. Bei den Einwohnern waren neben den Bauern und den übrigen Handwerkern besonders stark die Weber vertreten. So waren 1694 in Tissen zweiunddreißig Webermeister, deren Weberhäuser sich deutlich von den übrigen Häusern unterschieden. Das letzte Weberhaus 'Beim Delesweber' wurde knapp vor 1930 abgebrochen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek