Ilsenburg in alten Ansichten

Ilsenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5331-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg in alten Ansichten'

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9. Das Refektorium. Das im Südflügel der Klausur befindliche Refektorium, der Winterspeisesaal des Konvents. kann als Kleinod des ehemaligen Klosters bezeichnet werden. Es ist eine dreischiffige kreuzgewölbte Halle, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts nach einem Brand neu errichtet wurde. Je zwei von sechs Säulenpaaren sind an den Schäften mit gleichen Mustern dekoriert und bilden mit den Basen und Kapitellen eine beachtliche Steinmetzarbeit. Es sind dieselben Motive wie an den Kreuzgangsäulen im Kaiserdom von Königslutter. Die Ostwand des Refektoriums enthielt einstmals bemalte Reliefs, darunter eine Darstellung der Kreuzigung und die thronende Maria mit Kind. Sie sind jedoch bis auf wenige Reste zerstört.

10. Die Marienkirche (I). Sie wurde vom Kloster 1131 als Hospitalkirche in einiger Entfernung außerhalb seiner Mauern errichtet und für den Gottesdienst der Hörigen und Pilger bestirrunt. Es entstand ein schlichtes gewölbtes Langhaus mit turrnähnlichem Westwerk , gekrönt durch einen Fachwerkbau als Glockenstube. Infolge gcwachscner Einwohnerzahl im 16. Jahrhundert erhielt sie im Innern eine Ernpore. Auch ein Taufstein aus dieser Zeil ist noch im Gebrauch. Die Betreuung erfolgte jedoch bis dahin noch durch den Klosterabt. der erst nach Gründung der Evangelischen Gemeinde 1567 durch einen Pfarrer abgelöst wurde. Die Marienkirche wurde nun zur Ortskirche. Ihre ehemalige äußere Gestalt etwa um 1870 wurde vom Heimatmaler Robert Riefenstahl in einem Ölgemälde testgehalten .

11. Die Marienkirche (JI). Im vorigen Jahrhundert traten an der Kirche erhebliche Schäden auf. Die Längswände hielten dem Gewölbedruck nicht mehr stand und der Westeingang mußte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Mehrere Sammlungen innerhalb der Gemeinde. dazu Spenden und Darlehen, waren notwendig, um die finanziellen Mittel zur Reparatur aufzubringen. Das Langhaus erhielt einen neuen Dachstuhl mit Flachdecke. Das Westwerk wurde vollkommen abgerissen und durch eine offene Vorhalle ersetzt. Ein neuer Turm fand neben der Nordwestecke seinen Platz. Nach langwierigen Restaurierungsarbeiten konnte die Kirche 1879 wieder eingcweiht werden.

Ilsenburg' i. H. - Kriegerdt,!kmal 1914/1918

12. Das Kriegerdenkmal 1914-1918. Nach Beendigung des Ersten Weltkriegs wurde den Gefallenen ein würdiges Denkmal gegenüber der Marienkirche errichtet. Ein dreigegliederter Baukörper aus Brokkengranit enthalt im Mittelfeld eine Tafel aus heimisehem Kunstguß mit den Namen der 166 Ilsenburger Männer, die ihr Leben geben mußten. Die Seitenfelder sind mit Reliefs versehen. wobei links ein Krieger mit zerbrochenem Schwert und rechts eine Mutter mil Kind dargestellt sind, die vergeblich auf die Heimkehr der Gefallenen warten. Am Entwurf und Ausführung waren ausschließlich Ilsenburger Kunstschaffende und Handwerker beteiligt.

13. Das Pfarrhaus. Die Gründungsurkunde der Evangelischen Gemeinde vom 28. Mai 1567 sah auch den Bau eines Pfarrhauses vor, wozu kurz vorher ein Garten vorn Hüttenfaktor Engelbrecht erworben worden war. Das Jahr seiner Errichtung ist nicht überliefert, jedoch geht aus verschiedenen Ausgabeposten der Gemeinderechnungsbücher hervor, daß es bald danach bewohnt wurde und sein Standort mit dem heutigen Pfarrgrundstück identisch ist. Das heutige Gebäude stammt im wescntlichen aus dem Jahre 1689. Eine Bleistiftskizze (1862) von Elise Crola zeigt einen Teil der Vorderfront und eine an den straßenseitigen Giebel angehängte 'Hamme', ein harztypisches Nebengelaß für Vieh und Wirtschaftsgüter.

14. Die Kreuzigungsgruppe. Der ehemalige Friedhof an der Dr-Wilhelm-Külz-Straße, der heute zu einer kleinen Parkanlage gestalter ist, enthält eine künstlerische Kostbarkeit. Es ist die Nachbildung einer von einem unbekannten Bildhauer gcschaffenen Kreuzigungsgruppe. Sie wurde der Evangelischen Gemeinde 1867 vom hiesigen Künstlerehepaar Crola gestiftet. Nur wenige Jahre danach fanden sie selbst, Elise Crola 1878 und Georg Heinrich Crola 1879, unmittelbar daneben in einem Familiengrab ihre Ruhestätte.

15. Das Vereinshaus. Zu Zeiten der Hofhaltung der regierenden Grafen zu Stolberg-Wernigerode im Schloß I1senburg (1645-1710) gehörte zur Verwaltung auch ein Hofprediger. Ihm wurde 1702 ein neuer Amtssitz, die 'Hofprädikatur' gebaut. Dieses ansehnliche im Vogelgesang gelegene Fachwerkgebäude diente später verschiedenen Zwecken, so ab 1848 als Kinderbewahranstalt, dann als Mädchensehule und Küsterwohnung. Abends wurden noch freie Räume für die Zusamrnenkünfte der christlichen Jünglings- und Jungfrauenvereine genutzt. Auch die Gesangvereine hielten dort ihre Übungsabende ab. Die obige, noch heute übliche Bezeichnung findet dadurch ihre Erklärung.

16. Die Bottcherschule, Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts war es notwendig geworden, ein neues Schulhaus zu bauen. Es fand seinen Platz irn sogenannten Bleichgarten, einem Grundstück zwischen dem Vogelgesang und der BöttcherstraBe (heute Rudolf-Breitscheid-Straße). In ihm wurden zunächst die Mädchen unterrichtet. Nachdem 1910 in der Faktoreistraße ein größeres und erweitertes Gebäude für die Schüler beiderlei Geschlechts bezogen werden konnte , wurde die 'Böttcherschule' (wie der Volksmund sie bezeichnete) für den Fortbildungsunterricht und in den zwanziger Jahren für die sogenannten gehobenen Klassen, ein Aufbauversuch zur Mittelschule, genutzt. Heute beherbergt das Gebäude einen Kindergarten.

17. Rektor Lehmann. Ein besonderer Glücksumstand für das Ilsenburger Bildungswesen war die Tätigkeit seines Schulrektors Kar! Lehmann. Er begann sie im Jahre 1910 und hat unter größten Schwierigkeiten der folgenden Kriegs- und Nachkriegsjahre bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1932 hier eine 7-stufige Volksschule vorbildlich geleitet. Darüberhinaus ist sein Einsatz im außerschulischen Bereich, wie für die sportliche Betätigung der Jugend, den Fremdenverkehr und insbesoudere seine Verdienste um die Erforschung der Heimatgeschichte, unvergeßlich geblieben. Eine Ruhebank am Fuß des Wienberges erhielt ihm zu Ehren die Bezeichnung 'Rektor-LehmannBank'.

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18. Der Oberkrug. Er kann sich rühmen die älteste Gaststätte irn Ort zu sein. Bereits 1505 wird er als die 'tabema' des Klosters erwähnt, Nach der Reformation gräflicher Krug, kam dieser dann in den Besitz des sich vergrößernden Hüttenortes und wurde auf der Krügerkör alljährlich verpachter. In ihm tagten die Geschworenen, und vor ihm unter der Linde fanden sowohl Versammlungen als auch Volksfeste statt. Er war somit seinerzeir der Mittelpunkt des Gemeinwesens. Die Namen seiner Pächter sind fast lükkenlos nachzuweisen. Um die Jahrhundertwende nannte er sich zusätzlich 'Brauner Hirsch', und gelangte 1926 in den Privatbesitz der Familie Stelzenbach. Skizze und Widmung stammen von einem alljährlichen Kurgast.

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