Ilsenburg in alten Ansichten

Ilsenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5331-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg in alten Ansichten'

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59. Hotel 'Zu den Roten Forellen'. Als schönst gelegenes und auch bekanntestes Hotel des Ortes gilt zweifellos die ehemalige gräfliche Schenke am Forellenteich. 1803 wurde sie in einem alten Adelshof eingerichtet und erhielt einige Jahre danach die Wappentiere der alten Wernigeröder Grafen als Wirtshausschild und den obigen Namen. Tüchtige Pächter sorgten nicht nur für den guten Ruf der Gaststätte, sondern trugen auch wesentlich zur Entwicklung des Luftkurortes bei. Einen Höhepunkt erreichte das Hotel nach der Jahrhundertwende durch den Gastwirt Fritz Lichtenberg, der es zunächst als Pächter und dann ab 1890 als Besitzer leitete.

60. Hotel 'Waldhohe', Eine vorspringende Schulter des Kalkberges mit weitem Bliek ins Harzer Vorland hielt Christian Kastius im Jahre 1875 für geeignet zur Errichtung einer Restauration 'Kastius-Höhe'. Sie gelangte nach einem Jahrzehnt durch Kauf in den Besitz von Ferdinand Köhler , der das Haus durch Aufstockung und Erweiterung zu einem ansprechenden Hotel mit obiger Bezeichnung ausbaute. Nach dessem Tod führte seine Witwe Anna Köhler das Unternehmen weiter. Allerdings mußten die Räume in zwei Weltkriegen Verwundete bzw. Umsiedler aufnehmen. Heute wird die Waldhöhe als Altersheim genutzt.

61. Hotel 'Prinzeß Ilse', Die erste Begegnung rnit Ilsenburg beim Abstieg vom Broeken durchs Ilsetal war das Hotel 'Prinzeß Ilse'. Sein bescheidener Anfang war 1871 ein einstöckiges Restaurant für Sonntagsbetrieb in den Sommermonaten. Im Jahre 1887 brannte es ab. Der Neubau im tolgenden Jahr bestand bereits aus zwei Stockwerken, war jedoch immer noch im Winter geschlossen. Erst 1899 konnte der im Bild testgehaltcne Bauzustand erreicht und ein durchgehender Hotelbetrieb eingeführt werden. Nachdem das Haus nach 1945 zweckentfremdet durch die Rote Armee als Kaserne benutzt war, fiel es schließlich der Spitzhacke zum Opfer und wurde durch einen Betonbau ersetzt. Dieser dient heute als Ferienheim.

62. Hotel 'llsetal'. Der Lohnfuhrwerker August Becker eröffnete vor 1880 in der Mühlenstraße eine Gastwirtschaft mit Nachtlogis. Der Sohn Louis Becker fügte noch zwei Bettenhäuser in der Nachbarschaft hinzu und unterhielt für die Gäste regelmäßige Kutschfahrten zum Bahnhof. Nach dessem Tod führte seine Witwe das gutbürgerliche Hotel weiter. Als 'Mutter Ilsetal-Becker war sie besouders bei den Harzwanderern und Skiläufern weithin bekannt für eine gute Küche und Bewirtung. Ihr Enkel Hans Ursin setzte dann die Tradition über den Zweiten Weltkrieg hinaus fort, mußte aber das Unternehmen bei den Evakuierungsmaßnahmen zur Einführung der Sperrzone 1952 aufgeben. Das Gebäude , als Mietwohnung genutzt, verfiel mit der Zeit und wurde schließlich 1984 abgerissen.

63. Hotel 'Deutsches Haus'. Im Jahre 1812 wird erstrnalig in IIsenburg ein Brauhaus erwähnt. Es lag gegenüber dem Schloß arn Ilsewehr und kam um 1828 in den Besitz des Friedrich Schönfcld aus Berlin. Die Bezeichnung 'Deutsches Haus' wurde 1871 von einern Nachfolger, dem Gastwirt Carl Schönfeld, eingeführt. Ein von ihm gebautcr Saal fand guten Zuspruch durch Tanzvergnügen, Gesangskonzcrtc und Versammlungen der Vereine. Als neucr Wirt übernahm 1877 Wil helm Borrnann das Anwcsen , im Volksmund 'der Dicke ' genannt. Unter ihm und dern gleichnarnigen Sohn gelang der Ausbau zu einem gern aufgesuchten Hotel. Kriege vernrsachten die üblichen Rückschläge. Nach 1945 vorübergehend als Ferienheim genutzt, wird zur Zeit die Gaststätte vom Jugendklub und der Saal vorwiegend zur Schülerspeisung verwendet.

64. 'Deutscher Hof. In der Bezeichnung ähnlich Nr. 63, aber dennoch ist damit eine andere Gaststätte gemeint. Sic befand sich gegcnübcr dem Marienhof. Ein Christian Riefenstahl eröffnete dort 1845 zur Fleischerei eine Gastwirtschaft und legte i/u später den obigen Namen zu. Sein Sohn Robert (Nr. 37) verkaufte 1866 sie an W, Hüne. Ihrn folgte 1874 C. Tondorf. Beide unterhielten bereits eine regelmäßige (Pferde)-Omnibus/inie nach Wernigerode. Das Bild dürfte diesen Zeitzustand widerspiegeln. Von der Witwe Tondorf kaufte im Jahre 1899 Ca rl Bösche den 'Deutschen Hof, ließ einen Neubau errichten und nannte ihn 'Bösches Hotel'. Auch dicser war dem Wechselspiel der folgenden Jahrzehnte unterworfen. Heute sind im Haus Wohnungen und die Sparkasse untergebracht.

Grothey's

Hötel zur Tanne

~ .. Jlsenbnrg ... ~

Hohe elega:o. te Zi.m.m.er.

Grosser Garten. Schöne Lage.

Anerkannt beste Küche, Zivile Preise, on parle français, english spoken.

65, Hotel 'Zur Tanne', Eine Werbepostkarte um die Jahrhundertwende zeigt Grothey's Hotel 'Zur Tanne", Das Haus auf dem Eckgrundstück Kastanienallee/Harzburger Straße ist ab 1883 nur etwa vier Jahrzehnte gastronomisch genutzt worden, denn nach dem Ersten Weltkrieg diente es lediglich zu Wohnzwecken und heute enthalt es eine Arztpraxis. Errichtet ist das ansehnliche Gebäude mit seinem klassizistischen Säulenportal 1828 durch den Hüttendirektor Christ. Friedr. Jasche , seinerzeit ein namhafter Kenner der Mineralogie und Geologie des Harzes. Sein Sohn verkaufte es an Fr. Grothey, der es zum Hotel ausgestaltete und bis 1904 in Besitz hatte. Nachfolger wurden Joh. Staeves und ab 1915 ein Herr Stockfisch aus Altengrabow.

66. Gasthaus 'Zum Weißen Roß'. Weit bis ins vorige Jahrhundert hinein reichten zwei Gasthäuser für Ilsenburg aus. Es waren der überkrug (Nr. 18) und der Steltenkrug. dessen Schankrecht 1803 der neuen gräflichen Schenke (Nr. 53) übertragen wurde. Erst um 1825 eröffnete Ernst John irn Eckgrundstück Marienhöferstraße 1 einen dritten Krug. Der gesteigerte Geschäftsverkehr der naheliegenden Faktorei war wohl die Veranlassung dazu. 'Zum Weißen Roß' wird er einige Jahre später bezeichnet. Nachfolger des Ernst John waren Wilhelm Becker , 'Johnsbecker' genannt, und nach dem Ersten Weltkrieg Fritz Mewes. Für ihn erfand der Volksmund wegen der Lage des Grundstücks den Beinamen 'Eckmeves'. Die Sperrzonenmaßnahmen führten 1956 zur Schließung der Gastwirtschaft.

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67. Die Schützengesellschaft. Als älteste Vereinigung hiesiger Bürger zum Zweck freiwilliger gemeinsamer Betätigung ist zweifellos die Schützengesellschaft Ilsenburg nachzuweisen. 1555 ist ihr Gründungsjahr. Zunächst als Begleitschutz für Fuhren des Messing- und Eisenhandels vorgesehen, bildeten sich ihre Schießübungen im Wettbewerb mit auswärtigen Brüderschaften nachgerade zu den von der gesamten Bevölkerung getragenen Schützenfesten aus. In Iisenburg wurden im Jahre oft sogar deren zwei veranstaltet , zu Pfingsten mit dem Königsschießen auf die Ringscheibe und um Michaelis auf die Hirschscheibe. Als besonderer Höhepunkt wurde 1905 das 350jährige Jubiläurn gefeiert, woran noch die obige Postkarte erinnert. Der unselige letzte Krieg beendete leider auch diese Tradition.

68. Das Schützenhaus. Die Lage des Schützenplatzes und damit auch die des zugehörigen Schützenhauses hat im Laufe der Zeit mehrfach gewechselt. Vom Anger bei der Ziegelhütte wurde der Platz 1651 zu den Punierwiesen im unteren Ilsetal verlegt. Zehn Jahre später wird ein Schützenhaus unter dem Schäferteich erwähnt. An jetziger Stelle, also in der unteren Friedensstraße , wird es in einer Hauswirtsliste von 1767 aufgeführt. Das Bild dürfte sein Aussehen vor 1914 wiedergeben. Während des Schützenfestes war es natürlich immer mit einem Ausschank verbunden. nicht regelmäßig in der übrigen Jahreszeit. Nur gelegentlich fand sich ein Pächter zur ständigen Bewirtschaftung des Schützenhauses. Es ist heute ein normales Wohnhaus.

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