Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg und seine Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5846-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Das Eisenbahnerheim. Im Jahre 1908 eröffnete die Deutsche Reichsbahn in der oberen Kastanienallee ein Ferienheim für ihre Mitarbeiter. In beiden Weltkriegen wurde es vorübergehend als Lazarett genutzt und nach 1945 vom Feriendienst der Gewerkschaft als Heim 'Herrnann Basse' übernommen. Auf dem Gelände befand sich einstmals eine Ziegelei. die der Hüttenfaktor Engelbrecht 1574 errichten ließ, um die im Ort zur Dachdeckung üblichen Holzschindeln durch feuersichere Tonziegeln zu ersetzen. Sie bestand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, mußte dann aber wegen Rohstoffmangel stillgelegt werden. Danach unterhielt an gleicher Stelle ein Wilhelm Märtens eine Brauerei. Ein in den benachbarten Berghang eingebauter Bierkeller stammt noch aus dieser Zeit.

10. Am Schlagbaum. Das Bild zeigt die hiesige Chausseegeldhebestelle um 1905 am damals nördlichen Ortsausgang der Heerstraße in Richtung Stapelburg. Aus der Gastwirtschaft 'Zur Ilse' heraus wurde ab 1851 der Schlagbaum vor dem Passieren eines Fuhrwerks, eines Reiters oder einer Viehherde nicht eher geöffnet, bis der amtliche Wegetarif gegen Quittung gezahlt wurde. Nach Eröffnung der Bahnstrecke nach Bad Harzburg 1894 ging die Bedeutung der Hebestelle, damals vornehm 'Barrière' genannt, stark zurück. Sie existierte aber noch bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts, Kraftfahrzeuge waren jedoch bereits von einer Abgabe befreit. Älter ist die obige Bezeichnung für die Wohngegend. Ein Schlagbaum an dieser Stelle diente schon Jahrhunderte früher der Sicherheit des Ortes.

11. Hotel 'Stadt Sta/berg'. Einer Manegold'schen Schmiede neben der gräflichen Faktorei wurde im Jahre 1845 die Konzession für 'Kost und Logis' der bei ihr zwecks Hufbeschlag anhaltenden Fuhrleute erteilt. Aus ihr wurde, nachdem die Sommergäste zahlreicher wurden, noch unter der gleichen Familie ein Gasthaus mit der Bezeichnung 'Stadt Stolberg'. Ein Schwiegersohn Hermann Brandt übernahm es 1905 und baute es weiter zu einem gutbürgerlichen Hotel aus. Für die Freunde des Kegelsportes wurde die Bahn im Hintergebäude ein beliebter Treffpunkt. Kriegslazarett, Konsum-Gaststätte und Verwaltung durch den Gewerkschafts-Feriendienst waren mit Kriegsbeginn 1939 die üblichen Etappen im hiesigen gastronomischen Gewerbe.

~lmrá~ auf W~m.

;lr a«mtt)alDnr g$nbtIt! ßlItt ~~ btr»Dn nnr fät ~ .3_ y:ttDffmar~ :n.Dtt~icr auf ro7anltI)tmn nad) .b.cm:5Ill.lÛII YInitm,~a11I1iJf) UtmIJ~, bit~.lD! in bitfnn 3a6:rr pt niIl.ritrnr,:unb uwm i.d) bal)tr .l)imIrii aIIm.gal)rtm ~~. rrifmbm ~mft an8rigt, b.ß11.umr jd, an ~ (fubr ~.6a b:ri mir~tnr ~mfdJaf1Iîd)rn: Q)aftt)ofc, ~.b!lIID1lJat &rdrm, Wum(, tIlictt 6JIIII ~ ~ bnn STOm bas eJM a, 1 ~!t: á 6gr.!t· t1nf..b.t!7 sm~b ~ I1ablJt fin:b, tmW1)fe Ui) no~ babri ßIDl6 tißOlt b.cquan:t IDamtnfitltrl; Mt Ui) pt.biclim ~ ßtfonbab an. 1J'f4nfft .6abL

Jl~> X~<'

12. Brockenreise auf Maultieren. Der Haushofmeister Samuel Ludwig Horn, von 1830 bis 1857 Pächter der Gastwirtschaft 'Zu den roten Forellen', hatte diesen Einfall und warb dafür sowohl in seinem Haus als auch auf dem Broeken mit einem künstlerisch gestalteten Plakat. Selbst seine weiblichen Gäste versuchte er mit dem Hinweis auf Damensättel für ein solches Unternehmen zu gewinnen. Er war auch sonst ein rühriger Gastwirt. Er erweiterte die Gebäude, legte eine Kegelbahn an und führte die zur Tradition gewordenen Himmelfahrtskonzerte auf der Teichterrasse seines Gartens ein.

13. Der Broeken-Omnibus. Noch bequemer gestaltete sich die Brockenreise, als ab 1886 die hiesigen Gebrüder Basse einen vierspännigen Pferde-Omnibus einsetzten. Er verkehrte in den Sommermonaten regelmäßig wöchentlieh viermal. Die Gebühr betrug für die Auffahrt 3,00 Mark, für die Abfahrt 2,00 Mark und für beide 4,50 Mark. Gleichzeitig wurden im Auftrag der Kaiserlichen Reichspost Karten , Briefe und Pakete vom und zum Broekenpostarnt befördert, ehe 1899 diesen Dienst die Harzquer- und Brockenbahn übernahm. Trotzdem wurden die Fahrten mit dem Broeken-Omnibus von einem Sohn Louis Basse auf der alten Wegstrecke im I1setal aufwärts mit mehreren Zusteigernöglichkeiten bis zum Ersten Weltkrieg fortgesetzt.

14. Busfahrten für Somrnergäste. Die 'goldenen' zwanziger Jahre, zumindest den hiesigen Fremdenverkehr betreffend, hatten zur Folge, daß zur Betreuung der Gäste sowohl durch die Deutsche Reichspost als auch durch Privatunternehrner (Hermann Schmidt, Carl Kätzel, Range und Beuger) Harzrundfahrten mit KraftOmnibussen unternommen wurden. Eingesetzt wurden unter anderem die Typen 'Brennabor' und 'Chevrolet'. Beliebte Ziele waren Goslar , Quedlinburg, die Rübeländer Höhlen, der Broeken und der Kyffhäuser. Das Bild zeigt einen Mercedes der Reichspost an der Abfahrtsstelle vor dem Kaufhaus Carl Kurre auf dem Marienhöfer Platz.

15. Johann Behnken. Zwischen den beiden Weltkriegen war Ilsenburg einem Kurgast besonders ans Herz gewachsen. Es war der Lehrer Johann Behnken aus Bremen (1891-1956), der in seinen Ferien hier oft Quartier bezog. Für seine Federzeichnungen fand er viele Motive im Ort und in seiner Umgebung. Anläßlich einer Harzreise 1928 gab die von ihm aus ehemaligen Schülern gebildete Musikgilde 'Waldvögelein' auch im hiesigen Kurpark ein Gesangs- und Mandolinenkonzert. Als Schriftsteller beschrieb Johann Behnken in den Führern und Werbefaltblättern dieser Jahre den Luftkurort in Aufsätzen, Gedichten und Bildern. In Broschüren stellte er die Landschaft und die Wanderwege rings um Ilsenburg vor. Leider hat er in den folgenden politisch bewegten Zeiten nicht die Würdigung erhalten, die er verdient hätte.

16. Der Schachklub 'Edelweiß', Für alle möglichen Vereine war die lahrhundertwende eine Blütezeit. Ein Adreßbuch von 1904 zählt für Ilsenburg bei seiner Einwohnerzahl von 4 447 Personen insgesamt 25 polizeilich gemeldete Vereine auf. Nach sich selbst gestellten Zielen und amtlich genehmigten Satzungen gab es irn einzelnen drei für militärische Tradition. drei auf religiöser Grundlage, sechs mit wirtschaftlichen Interessen, drei zu sportlicher Betätigung, sechs zur Pflege des Gesangs, und vier nur für Geselligkeit. Zu den letzteren muß auch der Schachklub 'Edelweiß' gerechnet werden, denn von seinen 25 Mitgliedern kannten der Überlieferung nach nur drei wirklich das königliche Spiel. Das Bild zeigt den Verein mit Damen etwa 1908 anläßlich eines Kaffeekränzchens vor den Veranden des Hotels 'Prinzeß Ilse'.

17. Der Blochhauer. Der traditionelle Ausgangspunkt für Wanderungen im Bereich des Ilsetals ist am Ausgang der Mühlenstraße der sogenannte Blochhauer. Diese Bezeichnung entstand dadurch, weil an dieser Stelle einstmals die Bloche, also nutzbare Baumstämme, mit dem Beil zu Balken und Schwellen behauen wurden. Das Bild zeigt die dortige, wohl ein Jahrhundert bestehende Hängewerksbrücke. Sie wurde mehrmals, aber immer in gleicher Bauart, erneuert. An der rechten Ilseböschung spendete der Blochhauerbrunnen, eine mit Granitsteinen gefaßte Quelle, früher ein sauberes Trinkwasser. Nach dem sehr harten Winter 1928/29 versiegte sie eigenartigerweise. Das Durchlaßprofil der Brücke gibt den Bliek auf den Wasserfall eines Wehres frei, das einst der Schloßmühle diente.

18. Der Kinderspielplatz. Eine Wiese oberhalb des Blochhauers hieß der Floßplatz, Auf ihm wurde im 18. und noch im 19. Jahrhundert das durch die I1se herabgeflößte Malterholz an Land gezogen und nach Trocknung in Meilern zur Holzkohle verarbeitet. Der Name ist in Vergessenheit geraten, denn auf der Wiese entstand nach 1900 ein Kinderspielplatz. Er war ausgerüstet mit Sandkästen, einem Gerüst für Schaukeln und Klettertaue, zwei Rundläufen sowie mit Turngeräten. Ein Wärter beaufsichtigte die ordnungsgemäße Benutzung, die durch den Kauf einer Spielplatzkarte erworben werden konnte. Die Jahresgebühr betrug 50 Pfennig (1920). Für Kinder der gemeldeten Sommergäste galt die Kurtaxenquittung.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek