Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg und seine Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5846-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten'

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19. Der Arbeitslosenweg. Zwei Oberförstereien, eine Revierförsterei, eine Rendantur und die (untere) Sägemühle bildeten insgesamt oberhalb des Ortes den Ilsenburger Waldhof. Dazu gehörte auch der im Bild dargestellte Blochplatz, auf dern die Baumstämme vor dem Transport zum Sägegatter sortiert und abgelängt wurden. Durch diese Arbeitsstätte war für die Anwohner der Buchbergstraße ein direkter Fahrweg zum Ilsetal gesperrt. Bei Benutzung eines daneben verlaufenden Promenadenweges gab es Ärger rnit der Kurverwaltung. Erst 1924 gelang es der Gemeinde nach Verhandlungen mit der fürstlichen Verwaltung über das Gelände eine gut befestigte Straße zu bauen (linker Bildrand). Weil dabei erwerbslose Männer zum Einsatz karnen, hieß er dann der' Arbeitslosenweg' .

20. Der Bliek vom Westerberg. Wenige Jahre vor 1894 gestattete eine freiliegende Klippe die Aufnahme dieses Panoramas. Sie bot dann jahrzehntelang eine umfassende Aussicht vom Westerberg auf die Wohngebiete im Süden und Osten des Ortes. Heute wird der Bliek vom heranwachsenden Wald verwehrt. Den Vordergrund nehmen die noch freien Flächen der Forstwiesen, der Wolfswiese und der Nachthaube ein. Jenseits ragen das Schloß mit den Klostergebäuden und der Turm der Marienkirche hervor. Erst wenige Häuser sind im Wohnviertel Hagenberg gebaut. Die linke Bildseite zeigt den Forellenteich und dahinter das alte, längst abgerissene Walzwerk. Noch sehr jung ist die 1894 eröffnete Eisenbahnstrecke nach Bad Harzburg. Sträucher und Bäume an den Ufern der Ilse deuten ihren weiteren Verlauf im Vorland an. Huy und Fallstein bilden den Horizont.

21. Die Quitschengleie. Der steile Taleinschnitt zwischen dem Westerberg und Buchberg trägt diesen Namen, weil auffallend viel Vogelbeerbäume (Ouitschen) in ihm wuchsen. Ihre Früchte werden zum Vogelfang genutzt worden sein, da der Überlieferung nach auch ein Dohnenstieg in der Gleie emporführte. Das stark zerfurchte Gelände, zumal im unteren Bereich, ist der untrügliche Beweis für einst betriebenen Bergbau. Es war ein Schürffeld auf Eisenerz. Auch ein Schacht befand sich in der Nähe. Zur Abfuhr des Erdreiches zum hiesigen Eisenhüttenwerk diente der sogenannte Alte Windeweg (rechts im Bild), der 1924 nochmals vertieft und zu einer Bobbahn ausgebaut wurde. Da aber schneereiche Winter ausblieben und die Unterhaltung zu teuer war, verfiel sie wieder.

22. 'Ludchen de Voggelschauster'. Der vorher erwähnte Dohnenstieg brachte 1878 dem hiesigen Schuhmacher Ludwig Hartmann eine Woche Gefängnis ein. Er hatte die von der Forstverwaltung angebrachten Bügel zum Fangen von Krammetsvögeln zerstört. Dabei war er doch ein echter Freund der Harzer Vogelwelt und hielt in seiner Wohnstube von jeder Art mindestens ein Exemplar im Bauer und betreute sie. Dagegen hatte die Obrigkeit keine Bedenken. Im übrigen war er Junggeselle mit je einem Quentchen vom Philosophen, Historiker und Pädagogen. Sein Wissen aus alten Kalendern und dem 'Hinkenden Boten' gab er gern der Jugend von seinem Schusterschemel aus weiter. Nur im März jeden Jahres fielen die Vorlesungen aus, dann war er 'Hirschhörnjäger'.

23. Der Ziegelhüttenteich. Ein schönes Fleckchen Erde am Eingang zum Suental war einstmals die Gegend um den Ziegelhüttenteich. Dieser diente der unter Nr. 9 erwähnten Ziegelei bis zu ihrer Stillegung im Jahre 1858. Das benachbarte Wiesengelände pachtete ab 1926 der frühere Tumverein 'Frisch Auf' und richtete auf ihm seinen Tumplatz ein. Die Eiche im Vordergrund trug zur Erinnerung an seine 1914-1918 getallenen Turnbrüder eine 1927 eingeweihte Gedenkplatte. Barackenbauten im Zweiten Weltkrieg für eine nach hier verlagerte Behörde des weiblichen Reichsarbeitsdienstes führte dazu, daß dabei ein naturnahes Landschaftsbild weitgenend zerstört wurde.

24. Die Saatbergswiesen. Die sanft abfallenden Saatbergswiesen eröffnen einen weiten Ausblick auf den Ortsteil Anger. Ehe dieser in das Weichbild I1senburgs einbezogen wurde, war er schon einmal durch ein Dorf Wollingerode besiedelt gewesen. Seine Gemarkung erstreckte sich in Blickrichtung vom Weg im Vordergrund bis an den Forellenteich, damals Huppel- oder Drahtteich genannt. Die links im Bild vortretende Waldspitze des Wienberges heißt noch heute die 'Kapelle', der Überlieferung nach der Standort der ältesten Kirche des um 1460 wüstgewordenen Dorfes. Er war noch bis zur Reformation eine Wallfahrtsstätte der Grafschaft Wernigerode.

25. Das Gropsloch. Eine ganz andere Bedeutung als zur Heugewinnung gewann im Winter der benachharte Talkessel zwischen dem Saatberg, Schorr- und Wienberg. Das Gropsloch wurde zum Treffpunkt aller Freunde des in den zwanziger Jahren aufblühenden Skisports, da seine Hauptneigung nach Norden eine sichere und andauernde Schneehöhe gewährleistete, natürlich relativ gesehen im Verhältnis der Lage des Harzrandes zum Brockengebiet. Vom Skiklub Ilsenburg wurde dort auch eine kleine Sprungschanze angelegt. Das Bild zeigt die Skiabteilung des Turnvereins 'Frisch Auf im besonders harten Winter 1928/29.

26. Am Ellerbach. Das fruchtbarste Stück der bescheidenen Ilsenburger Feldflur liegt beiderseits des Ellerbaches. Es war ursprünglich das Backenröder Feld, diente also als landwirtschaftliche Grundlage für das östlich benachbarte, um 1480 wüstgewordene Dorf Backenrode. Dessen Hüttenstätte an der Ilse wurde erst nach mehr als hundert Jahren wieder durch den Kupferschmied Jochim Delitsch genutzt, Sie wurde dann die Keimzelle des in diesern Jahrhundert bekannten Hirsch- Kupfer-Konzerns, Der Blick vom Ellerbach ins Gebirge vermittelt hier am deutlichsten den in der Einleitung erwähnten maximalen Höhenunterschied vom Broeken zur Tiefebene. Das Ergebnis einer Erosion über den Zeitraum von vielen Millionen Jahren heißt heute 'Das Ilsetal'.

27. Der Große Teich. Nicht nurein Teich, sondern eine ganze Anzahl, angefangen vom sogenannten Großen Teich bis zum kleinen Fischhelter, bestimmt die Landschaft in der Senke südlich des Saßberges. Sie liegen bereits auf Veckenstedter Flur und werden zur Fischzucht genutzt, bieten aber auch zahlreichen Arten von Wasservögeln ihren Lebensraum oder einen Rastplatz auf der Durchreise. Der Große Teich wurde 1463 durch das Kloster Ilsenburg angelegt und versorgte den Abt und Konvent zur Fastenzeit mit erlaubten Fischgerichten. Das obige Foto zeigt ein Gemälde des Harzmalers Christian Hallbauer aus dem Jahre 1930.

28. Die Grovesmühle. Der Familienname Grove ist von alters her mit der Papierherstellung verbunden gewesen. Vier Generationen dieses Geschlechtes betrieben das Gewerbe seit 1715 in dieser oberhalb von Veekenstedt gelegenen Mühle. Ihre Gebäude und das Wassergefälle waren die Reste einer stillgelegten Messinghütte. Das mit Gärten und landwirtschaftlichen Flächen vergrößerte Anwesen erwarb 1905 Dr. Hermann Lietz und richtete in ihm ein Landwaisenheim ein. Später wurde daraus das Landerziehungsheim Grovesmühle der 'Herrnann-Lietz-Stiftung'. Es diente auch weiterhin unter dem Wechsel der politischen Verhältnisse noch schulischen Zwecken. Die Abbildung zeigt die Hauptgebäude aus den dreißiger Jahren.

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