Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg und seine Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5846-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten'

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59. Die Taubenklippe. Keine Ruine oder Burgreste sind auf der Taubenklippe zu finden, obwohl die Schichtund Kluftfugen des Granitgesteins dazu den Eindruck erwecken. Am Übergang der Hochfläche des Frankenberges zu seiner Nordwestschulter ragt sie heraus und gibt einen guten Überblick ins mittlere Eckertal, zu den Frankentälern diesseits sowie zu den Hausmanns- und Rabenklippen jenseits der Ecker. Sie ist gut besteigbar und ein Geländer bietet auch bei Sturm sicheren Halt. Es ist eine windige Ecke, was den zerzausten Tannen anzusehen ist.

60. Die Teufelsklippen auf dem Wolfshäu. Es sieht so aus, als ob sie gestern zerbrochen wäre. Doch zur Zeit der Aufnahme vor 55 Jahren war der Zustand dieser Granitklippe genau so. Nur versteekt sie sich heute im herangewachsenen Fichtenbestand, als schäme sie sich wegen dieser Fraktur (Bild oben). Es ist eine von den Teufelsklippen, die zahlreich und verstreut den breiten Rücken des Wolfshäu schmücken. Als einst der Wald geschlagen war und sie frei lagen, hatte der Volksmund einen neuen Namen bereit. Er nannte die Ansammlung 'Die tote Stadt'. Dann müßte die namenlose Klippe (unten im Bild) wohl der Kirchturm gewesen sein. Wer an ihm klettern möchte, findet auch Gelegenheit sich abzuseilen.

61. Die Ernstburg. Auf dem Gebirgssattel zwischen dem Maitzental und dem Kleinen Sandtal stand früher das oben abgebildete Jagdhaus. Sein Gründungsjahr ist dadurch überliefert, weil im Türsturz 'Ernstburch 1770' eingeschnitzt war. Der seinerzeit regierende Graf Heinrich Ernst zu Stolberg-Wemigerode war ein Freund der Natur und auch der Jagd. Vermutlich ist die Ernstburg nach ihm benannt worden. Im Jahre 1791 wird sie von einem Pastor Langheld aus Beinum anläßlich seiner Reise zum Broeken mit Schießhaus bezeichnet. Obwohl ein Ausschank hier nie stattfand, war die Ernstburg mit seiner benachbarten Waldwiese häufig das Ziel für Frühstücks- und Kaffeepartien. Nach 1945 wurde sie, da als überflüssige feudale Einrichtung angesehen, abgerissen.

62. Die Spitze Klippe. Wer heute den Pirschweg an der Südflanke des Rohnberges entlang wandert, wird vielleicht die Spitze Klippe wenig beachten oder überhaupt nicht bemerken. Sie liegt etwas versteekt im Hochwald und wird von seinen Wipfeln überschattet. Vor sechzig Jahren war das ganz anders. Ihre pyramidenförmige Gestalt ragte weit über den jungen Fichtenbestand hinaus und gewährte einen schönen Ausbliek über Täler und Berge des Brockengebietes. Aber ihr größter Vorteil gegenüber vielen anderen Klippen war die Möglichkeit. daß die wandernde Jugend sich an ihr gut postieren konnte, um ein Gruppenbild zur späteren Erinnerung zu gewinnen. Der Wimpelträger mußte natürlich dabei die 'Spitze' der Spitzen Klippe erklimmen.

63. Das Kruzifix. Vergeblich wird der Harzfreund diesen Rastplatz unter der Buche und das an ihr befestigte Kruzifix suchen. Auch hier hat die Errichtung des Grenzzaunes 1961 diesen bekannten Wegestern vollkommen verändert. Es ist die Paßhöhe zwischen dem Großen Sandtal und dem Gierstal und damit auch die Wasserscheide zwischen Ilse und Ecker. Bereits 1614 wird das 'Crucifix' in Forstakten erwähnt. Überliefert ist ebenfalls, daß in jener Zeit der Schnittholztransport von der Brüning'schen Sägemühle im Eckertal zum Ilsenburger Waldhof erfolgt ist. Er verlief über den Dielenweg, und damit mußte auch das Kruzifix passiert werden. Die Fuhrleute werden wohl ein Dankgebet gesproehen haben, wenn sie diese Stelle erreicht hatten und die leichtere Abfahrt vor sich sahen. Vielleicht ist die Ortsbezeichnung dadurch entstanden.

64. Die Eckertalsperre. Sie ist eine der kleinsten, aber wohl die schönstgelegene Talsperre im Harz. Fast vierzig Jahre lassen sich die Planungen zurückverfolgen, ehe 1938 die Arbeiten für die Staumauer beginnen konnten. An der Talenge zwischen dem Kolför und Dielenwegskopf wurde sie in vierjähriger Bauzeit vollendet. Mitten im Krieg, fand ohne großes Aufsehen 1943 die Einweihung statt, da mit dem Trinkwasser des Stausees auch die Rüstungswerke um Salzgitter und Wolfsburg dringend beliefert werden mußten. Leider wurde durch den Bau auch der viel benutzte Wanderweg vom Molkenhaus über die Dreiherrenbrücke zum Scharfenstein unterbrochen. Die als Ersatz geplante Durchquerung des EckertaJs über die Mauerkrone konnte zunächst aus kriegsbedingten Gründen und dann wegen der Teilung Deutschlands erst nach 47 Jahren eröffnet werden.

65. Scharfenstein. Rinderstall, Viehhof, Hirtenhaus, Forsthaus, Waldsiedlung, alle diese Begriffe mit der Zusatzbezeichnung Scharfenstein bezeugen über fünf Jahrhunderte lang einen dauernden Aufenthalt des Menschen. Übrig geblieben ist heute von alledem eine leerstehende Kaserne der ehemaligen Grenztruppen. Die oben erwähnten Objekte standen auf dem Wiesen- und Weidegelände westlich unterhalb des klippengekrönten Bergkegels, der etwas isoliert aus der Hochfläche der Geitsteine herausragt. Er ist deshalb wohl der älteste 'Scharpenstein'. Das Forsthaus erhielt etwa um 1880 die Berechtigung zur Beköstigung und Beherbergung von Wanderern und wurde mit der Zeit eine bekannte Waldgaststätte für alle Brockengänger. Das Bild stammt von einer Plattenaufnahme des Robert Riefenstahl um 1890.

66. Die Kaffeeklappe. Unter diesem volkstümlichen Namen kannten alle Wanderer und Skiläufer der dreißiger Jahre, die von Torfhaus oder von Andreasberg aus den Broeken besuchten, diese Gaststätte. Offiziell hieß sie allerdings 'Rast am Eckersprung' . Der damals bekante Harzer Skiläufer Pau! Volkmar baute einen Verkaufsstand seines Vaters zum obigen festen Gebäude aus und erhielt kurz vor dem Krieg die Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft. Leider fiel er 1941 in Rußland. Seine Witwe Lissy Volkmar führte die Wirtschaft weiter bis zum Kriegsende. Bei Festlegung der örtlichen Demarkationslinie geriet das Grundstück zur sowjetischen Besatzungszone, obwohl es zur ehemaligen Provinz Hannover gehörte. Das führte letztenendes zum Abriß dieser jungen Gaststätte.

67. Die Hirschhörner. Auf dem höchsten Punkt des Königsberges (1023 m), unmittelbar am früheren Verlauf des Goetheweges, hat eine Klippengruppe schon immer Naturfreunde beeindruckt. Es sind die Hirschhörner, bereits seit 1587 so bezeichnet. Sie bieten ein anschauliches Bild der Granitverwitterung zu dem von der Wissenschaft geprägten Ausdruck 'Wollsäcke' . Doch das ist nicht der eigentliche Grund ihres Bekanntseins. Die 'hirschhorner' waren vielmehr ein wichtiger Grenzpunkt im Jahrhunderte langen Streit zwischen den Grafen zu Stelberg-Weruigerode und den Herzögen von Braunschweig um den Besitz des unter ihnen liegenden Forstortes. Erst zu Ende des 18. Jahrhunderts teilten sie das umstrittene Gebiet unter sich auf. Trotzdem ist dafür noch heute der Name Streitort geläufig.

68. Die Kahle Klippe. Nicht so bekannt und deshalb schon früher weniger besucht ist die Kahle Klippe. Sie liegt am Rande einer baumlosen, mit kurzem Heidekraut und Heidelbeersträuchern bewachsenen Fläche, die als Geländestufe inselartig aus dem moorigen Westhang des Brockens vorspringt. Keiner hat dieses Landschaftsmotiv besser festgehalten, als der Maler Christian Hallbauer in einer Radierung aus dem Jahre 1926. Ergänzt durch einen Jagdansitz gab die Kahle Klippe seinerzeit einen guten Beobachtungsstand ab für den Wildbesatz des unterhalb zur Ecker abfallenden Gebietes der oberen Pesecke.

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