Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Riefenstahl
Gemeente
:   Ilsenburg und seine Umgebung
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5846-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ilsenburg und seine Umgebung in alten Ansichten'

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69. Die Braunschweiger Hütte. Der Braunschweiger Zweigverein des Harzklubs stellte sich die Aufgabe, an seinem traditionellen Brockenaufstieg eine Schutzhütte zu bauen. Unter dem Kleinen Broeken in 950 m Höhe wurde sie errichtet, wobei auch die Ilsenburger Baufirma Gebrüder Weber beteiligt war. Die Einweihung fand am 9. Juni 1894 statt. Über dreißig Jahre trotzte sie der rauhen Witterung und gelegentlichen Beschädigungen hier am Hirtenstieg bis sich Reparaturen nicht mehr lohnten. Ein massiverer Neubau nach obigem Bild entstand am gleichen Ort im Jahre 1927. In ihrem Dachgeschoß war sogar ein primitives Nachtquartier vorhanden. Die Kriegshandlungen 1945 ließen auch von dieser Schutzhütte keinen Stein auf den andern. Nur ein eiserner Tisch überstand die Zerstörung und bezeugt noch heute ihre Stelle.

70. Die Bismarckklippe. Beim Ausbau des alten Hirtenstieges 1898 zum Harzburger Weg durch den dortigen Harzklub-Zweigverein wurde unter dem Kleinen Broeken eine mehr westliche Wegeführung eingehalten und dabei eine Klippe erschlossen, die bei der Einweihung den Namen Bismarckklippe erhielt. Ein Relief des Kanzlers wurde drei Jahre später angebracht, gestiftet vom Direktor Wießmann der Mathildenhütte. Eingehauene Stufen auf der Rückseite der Klippe ermöglichen eine leichtere Besteigung. Direkt unterhalb der Bismarckklippe war übrigens der höchstgelegene Standort einer alljährlich grünenden Buche im Harz.

71. Das Torfwesen. Holzkohlenmangel der gräflichen Hütten in Ilsenburg und Schierke zwangen um 1730 zu Versuchen, den Torf der Brockenmoore abzubauen, zu trocknen und zu verkohlen. Es entstanden fünf größere Torfwerke, das umfangreichste auf der Heinrichshöhe mit Trockenschuppen, Brennhäusern und einem Aufseherhaus. Das Brennen, also die Verkohlung, fand in eisernen Öfen statt, die zu sechs auf einem gemauerten Fundament gruppiert waren. Nach einem halben Jahrhundert wurde die Torfverkohlung [edoch wieder eingestellt. Von den Öfen, Brennhäusern und Schuppen aller Torfwerke sind nur rnächtige Grundmauern irn wieder herangewachsenen Plenterwald rings um den Broeken übrig geblieben. Das Bild zeigt diese von einem 28 m langen Torfschuppen auf der Heinrichshöhe.

72. Die Heinrichshähe. Das 1743 mit der Torfverarbeitung errichtete Aufseherhaus fand seinen Platz im Windschatten der einzigen Klippe der Heinrichshöhe (links im Bild). Die Wohnstube diente auch als Aufenthaltsraum und Nachtquartier der Torfarbeiter. Gleichzeitig entstand daneben ein gräfliches Logierhaus, gegen Unwetter mit einem Erdwall geschützt. Mit der Zeit, insbesondere nach Besserung der Fahrwege, wurde die Heinrichshöhe zum üblichen Anlaufpunkt der Brockenbesucher und damit der Aufseher nebenbei zum Brockenwirt. Nach Abriß der Torfhäuser war er dann während des Sommers nur noch Gastwirt. Erst 1800, nach dem Bau des Gasthauses auf der Brockenkuppe, wurde das Haus auf der Heinrichshöhe geschlossen und später abgerissen. Das Logierhaus war schon 1799 durch Brand vernichtet. Eine Farbenskizze von Schoener zeigt beide Häuser um 1790.

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73. Das Wolkenhäuschen. Das erste massive Gebäude auf der Brockenkuppe ließ 1736 Graf Christian Ernst errichten. Es sollte dem Hirten bei der sommerlichen Pferdeweide und auch sonstigen Besuchern Schutz gegen Wind und Wetter gewähren. Den Namen erhielt es durch den Amtskommissar Christ. Friedr. Schröder, einen eifrigen Brockengänger aus Wernigerode. Oftmals durch Sturm und Brand beschädigt, wurde es aber stets erneuert und steht noch heute. Nach Errichtung des Brockenhauses 1800 entfiel die bisherige Aufgabe, es diente zeitweise sogar als Waschhaus. Seit 1927 ist das Wolkenhäuschen mit einer Goethe-Plakette versehen und erinnert an dessen drei Brockenbesteigungen. Unzählige Male dagegen war Adolf Rettelbusch, der Schöpfer obiger Federzeichnung, hier oben. Er war der eigentliche Broekenmaler .

74. Das Brockenhaus im Winter. Das Gasthaus auf der Brockenkuppe blieb im Gegensatz zu dem auf der Heinrichshöhe auch im Winter geöffnet. 34 Jahre meisterte der erste Wirt Gerlach auch alle Schwierigkeiten. Ungefährlich war der Aufenthalt hier oben nicht. Erinnert sei an den Tod zweier Mägde im Schneestunn Anfang Januar 1837. Der Winter hatte aber auch seine schönen Seiten. Er verwandelte das Brockenhaus oft in einen Eispalast, wie es eine Kohlezeichnung des Robert Riefenstahl aus dem Jahre 1858 zeigt. Der massive viereckige Aussichtstunn und das querstehende Wohnhaus waren erst 1854 errichtet worden. Alle Gebäude, bis auf den Turm, brannten aber im Juli 1859 ab. Jedoch ein neues, größeres Brockenhaus wurde im folgenden Jahr wieder eingeweiht.

75. Die Brockenkuppe vor 1945. Natürlich war der Broeken, ob im Sommer oder Winter, das meistgesuchteste Ziel der Wanderer und Skiläufer im Harz. Wenn dazu noch ein sonnenreicher und windstiller Tag beschert war, wurde der Aufenthalt auf der freien Kuppe zum einmaligen Erlebnis. Das Bild zeigt sie und ihre Bauten, wie sie vor der Zerstörung am 17. April1945 einst den Besucher empfangen haben. Nicht dargestellt sind, weil hinter dem Standpunkt des Betrachters, das Bahnhofsgebäude , die neue Wetterwarte und der botanische Garten. Vom Hotel, dem alten Observatorium, blieben nur Trümmer. Der Aussichtsturm wurde beschädigt. Nur das Fernsehsendergebäude und die neue Wetterwarte haben mit Glück den Bombenhagel überstanden.

76. Die Buchhorstklippe. Wohl die schönste aller Klippen des Broekenmasslvs ist an seinem Nordhang zwischen dem Schneeloch und Gelben Brink die Buchhorstkiippe. Noch ohne Weg und Steg erschlossen, bedarf es einiger Mühe sie zu finden. Eine Leiter zur Besteigung gibt es nicht. In Bergsteigerkreisen sind einige Kletterrouten jedoch gut bekannt. Ist die Spitze der Buchhorstklippe aber erreicht, wird der Besucher durch einen Rundbliek belohnt, der die Bergwelt beiderseits der IJse und weit hinaus das Harzer Vorland einschließt. Anwesenheit und Empfindungen konnten früher im Gipfelbuch vermerkt werden.

Sollte nun dem Leser dieser in Bildern vorgestellte Streifzug durch Ilsenburg und seine Umgebung gefallen haben, ist er eingeladen, ihn selbst in der Natur einmal nachzuvollziehen.

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