Ingolstadt in alten Ansichten

Ingolstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Fegert
Gemeente
:   Ingolstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3458-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ingolstadt in alten Ansichten'

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Gruss COIl der Alinküttc ini alten Scklo . ..;' .211 Iuqolsiadt,

69. Nachdem sich der Leipziger Arzt Dr. Schreber besonders für die Schaffung von Spielplätzen und Kleingärten eingesetzt hatte, begann überall in Deutschland die Kleingartenbewegung, zu deren Förderung im Jahre 1919 die Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung erlassen wurde. So entstand in Ingolstadt im September 1919 der 'Heimgarten-Verein', um eine erste Schrebergartenkolonie zu erschließen. Nicht nur um der Selbstversorgung mit Obst oder Gemüse willen, sondern auch auf der Suche nach Ruhe und Erholung pachteten die Stadtbewohner von der Militärverwaltung Parzellen entlang der Stadtmauer und beim Herzogskasten. Sogar im Schloßgraben wurden bis etwa 1960 Gartenparzellen vergeben, deren Obstbäume auch heute noch reichlich Früchte tragen.

Ingolstadt

Blick auf dos alt. Schloß.

70. Unvergleichlich düster sah das 1417 erbaute Herzogsschloß vor der Sanierung anläßlicb der Einrichtung des bayeriscben Armeemuseums aus. Alle vier Türme waren mit einem niedrigen Notdacb versehen, was man ursprünglich einem Blitzschlag am 14.115. Juli 1616 zuschrieb. Später aufgefundene Protokolle zeigten, daß in dieser Zeit die Bausubstanz des Daches so schlecht geworden war, daß Abbrucharbeiten unumgänglich wurden. Seit dem Abschluß der Restaurierungsarbeiten im Jahre 1972 erstrahlt das Schloß wieder in neuem Glanz.

71. Auf dem Gelände des heutigen Theaterplatzes entstand 1878 der Militärbahnhof (rechts zu sehen). Da er für militärische Materialzüge angelegt war, befanden sich unmittelbar neben dem Bahnhof Remisen, wie links im Bild die 'Wehrkreis Waffenmeisterei' . Vom Nordbahnhof aus war eine regelmäßige Zugverbindung hergestellt. Für die Schüler aus dem Bahnhofsviertel, die damals noch die Altstadtschulen besuchten, war ein Schulzug eingesetzt. Dieser fuhr vom Nordbahnhof zur Eisenbahnbrücke, bog dort rechts ab, den 'Schlachthofberg' hinunter, und fuhr dann an der Schloßlände entlang zum Bahnhof. Am 18. Mai 1925 wurde der Militärbahnhof autgelassen und 1945 das Gelände zerbombt. Mit dem Theaterbau am ehemaligen 'Viehmarktplatz' der Nachkriegszeit, verschwanden 1965 auch die Remisen.

72. Am 7. August 1917 besuchte Ihre Majestät, die Königin Maria Theresia von Bayern, Ingolstadt mit ihrer Tochter Prinzessin Willtrud. Die Beziehung der Stadt zum Haus Wittelsbach geht auf die Uranfänge dieses Geschlechts zurück. Grund des Besuchs: Königin Therese wollte sich von der sorgsamen Pflege der verwundeten Soldaten in den verschiedenen Ingolstädter Reservelazaretten persönlich überzeugen. Dabei sprach sie den tapferen Soldaten Trost und Anerkennung aus.

73. Mitglieder des 'Turnverein von 1861' bildeten unter dem Namen 'Freiwillige Feuerwehr' am 17. März 1863 einen selbständigen Verein. Nach der Hohen Schule und dem Rathaus als Feuerwehrstützpunkt, erfolgte 1922 der Umzug in die ehemalige Hofreitschule an der Hallstraße (Bild). In diesem Jahr betrug die Gesamtstärke 164 Mann, was auch die Anschaffung der ersten Motorlöschfahrzeuge veranlaßte. Dieses Gebäude konnte nach Größe und Lage den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. 1978 bezogen die nahezu 800 Feuerwehrleute eine neue, nach modernsten Gesichtspunkten entstandene Einsatzzentrale an der Dreizehnerstraße.

I GOLSTRDT

Pfarrgasse

74. Das angeblich älteste Haus in Ingolstadt, das gotische Häusl in der Mitte, gehörte um die Jahrhundertwende dem Privatier Jakob Wecker, dahinter steht das Anwesen des Ökonomen Anton Braun. Beide Gebäude wurden in den fünfziger Jahren abgebrochen, gegenwärtig entsteht hier ein neues Geschäftshaus, Links steht das ehemalige Haus des Säcklers Mathias Breitinger , rechts das des Zinngießers Karl Behringer, anschließend dahinter das des Steinmetzen Josef Fander!.

75. Die Augustinerkirche mit Kloster, auch Franziskanerkirche genannt, erbaut 1736 von Johann Michael Fischer als ein Juwel bayerischer Barockkunst, fiel am 9. April 1945 einem Luftangriff aliierter Flugzeuge zum Opfer. Dabei kamen 73, zumeist heimatvertriebene Pommern, die im Luftschutzbunker der Kirche vor dem Bombenhagel Schutz suchten, ums Leben. Bei den Abbrucharbeiten der noch verbliebenen Ruinen fand man 1949 im Schutt ein unversehrtes Gnadenbild, das heute in der Franziskanerkirche an der Harderstraße einen Seitenaltar ziert. Bei der Neugestaltung des heutigen Viktualienmarktes, auf dem die Kirche einst stand, kennzeichnete man den Grundriß mit hellen Pflastersteinen.

Turm 96 Trànkthorstrasae

(Rest der ältesten Befestigung von Ingolstadt.)

76. Im Bereich der Donauseite zur Stadt, vom Münzbergtor bis zum Schloß, genügte als Stadtbefestigung eine einfache Maner mit einigen wenigen Wachtürmen. Am Ende der Schutterstraße, beim heutigen Theaterplatz, stand bis zum Abbruch nach dem Zweiten Weltkrieg das Schuttertor, fälschlicherweise auch 'Tränktor' genannt. Das Tor 96, das die Jahreszahl1509 trug, zeigte auf der Außenseite (Bild) eine hübsche architektonische Gliederung. Über dem bayerischen Wappen standen die Buchstaben WHIOUNB, das heißt Wilhelm, Herzog in Ober- und Niederbayern, der Erbauer des Turms war.

77. Nahezu zehn Jahre diente die 'Donauhalle' hinter der Tränktorkaserne den Viehzuchtverbänden als Versteigerungshalle, bis am 21. April 1945 die Viehmarkthalle an der Schloßlände den Bomben zum Opfer fiel. Nach 1945 wurden die Viehmärkte behelfsmäßig im sogenannten Kohlenhofbei der Friedenskaserne durchgeführt. Nachdem die 'Auto Union' diesen Platz als Industriegelände benötigtc, hielt man die Nutzviehmärkte ab 1948 auf dem Gelände des ehemaligen Militärbahnhofs ab. Im Jahre 1958 konnten in der neuen Donauhalle an der Kurt-Huber-Straße die ersten Versteigerungen abgehalten werden.

Ingoistadt.

Dollatrasse

78. Im Jahre 1899 erfolgte die Umbenennung der 'Schwaigergasse' in 'Dollstraße' . Matthias Doll, 1816 in Possenbach bei Bad Tölz geboren, wurde 1855 zum Stadtoberhaupt gewählt, was er über 40 Jahre bis 1896 sehr erfolgreich ausführte. Bürgermeister Doll, der später für seine zahlreichen Verdienste zum Königlichen Hofrat und Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde, verstarb im Jahre 1898. Historisch ist die ehemalige Schwaigergasse sehr bedeutsam. Hier standen die Häuser der ältesten Ingolstädter Ratsgeschlechter, außerdem bewohnten einst viele Professoren der 1472 eröffneten Universität diese Straße.

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