Ingolstadt in alten Ansichten

Ingolstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Fegert
Gemeente
:   Ingolstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3458-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ingolstadt in alten Ansichten'

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79. Der Eichstätter Bischof Heinrich von Rabensburg weihte am 21. September 1234 die Stadtpfarrkirche St. Moritz. Die imposante 700-Jahrfeier im Jahre 1934 stand unter dem Schatten sich anbahnender weltanschaulicher und politischer Entwicklungen. Zum Weihejubiläum wurde der Altarraum der ältesten Ingolstädter Pfarrkirche besonders festlich geschmückt. Das feierliche Hochamt zelebrierte der Prälat Willibald Regnath, Domkapitular in Eichstätt und von 1911 bis 1915 Pfarrer in St. Moritz. Weiter waren die ehemaligen Stadtpfarrer von der Unteren Pfarr anwesend. Da die Kirche die Gläubigen nicht mehr fassen konnte, wurde die Predigt mit Lautsprechern auf den Kirchenplatz übertragen.

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80. Das Rathaus bestand bis 1882 aus vier zusammengebauten Giebelhäusern. Links im Bild das Rathaus um 1880, das in völlig umgebauter Form heute noch besteht, rechts das sogenannte Syndikatsgebäude, das 1882 dem Neubau weichen mußte. Vor dem Rathaus stand seit 1618 der Mauritiusbrunnen, an dessen Stelle 1881 der Ludwigsbrunnen kam. Einer Odyssee gleicht die Namensgebung des Platzes. So nannte man ihn ursprünglich 'Am Markte', 'Am Fischmarkt' oder 'Am Salzmarkt' und ab 1860 dann 'Hauptwachplatz' , was 1875 in 'Gouvernementsplatz' umbenannt wurde. Während des Dritten Reiches war es dann in Deutschland üblich, Straßen und Plätze nach dem 'Führer' zu benennen, so daß der Ort ab 1937 'Adolf-Hitler-Platz' hieß. Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs nannte man ihn schließlich 'Rathausplatz' .

81. Die malerische Baugruppe des Rathauses mit dem Pfeifturm und der Moritzkirche zählte schon immer zu den klassisohen Ansichtskartenmotiven. Das alte Rathaus wurde 1882 von dem Münchner Architekten Gabriel von Seidel aus den vier Häusern in seine heutige Form umgestaltet. Hinter dem Rathaus erstreckt sich der Langbau mit dem romanischen Turm der St-Moritz-Kirche. Im Volksmund wird Ingolstadts älteste Kirche 'Untere Pfarr' genannt. Der Pfeifturm links im Bild gehört nicht zur Kirche, er diente städtischen Wächtem, um Brandherde in der Stadt möglichst rechtzeitig zu entdecken. Noch heute wird in der Sylvesternacht vom Turm herunter das neue Jahr eingeblasen. Durch die Umgestaltung des Platzes versucht man gegenwärtig, die alte Atmosphäre zurückzugewinnen .

82. Südlich vom Rathaus stand einst die alte Hauptwache. Als 'corps de garde' im Jahre 1668 erbaut, ging allabendlich von hier aus der Zapfenstreich durch die Straßen der Stadt zu den Kasernen, um die Soldaten an das Schlafengehen 'zu erinnern'. Anschließend kam der Wach-Gefreite mit dem Schlüssel zur Torsperre. Die von Palisaden umgebene und von hohen Pappeln beschattete Hauptwache wurde im Jahre 1874 abgebrochen, da die Wachsoldaten das Gouvernementsgebäude bezogen.

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83. Für die Militärverwaltung der Garnison Ingolstadt wurde 1875 das Königliche Gouvernement errichtet. Der Gouverneur war nach dem Bürgermeister der wichtigste Mann in der Stadt. Im Parterre des Gebäudes waren die Hauptwache und das Telegrafenamt untergebracht. Die Amtszimmer des Gouverneurs befanden sich im ersten Stock, den zweiten Stock teilte sich der Platzmajor mil dem Festungskommandanten. Das Gouvernementsgebäude wurde 1945 Opfer des Luftkriegs, an seinem Platz steht seit 1965 das neue Rathaus.

84. Seit 1783 war im ehemaligen Städtischen Tuchhaus (LudwigstraßelEcke Moritzstraße) das Stadttheater untergebracht. Im Laufe der Zeit entsprach das Gebäude nicht mehr den Anforderungen, so daß bereits 1836 der Landrichter Gerstner dem Stadtmagistrat erklärte, ein neues Theater sei kein Luxusartikel mehr. Die Mahnung fiel jedoch auf unfruchtbaren Boden. Schauspieler und Publikum mußten sich noch bis 1874 mit dem alten Tuchhaus begnügen. Am 21. September 1874 konnte der damalige Theaterdirektor August Amon den neuen Musentempel zu Ehren der Garnison auf dem Platz des ehemaligen Schlachthauses am Salzmarkt (Rathausplatz Südseite) eröffnen. 1929 wurde das neoklassizistische Gebäude umgebaut (siehe nächste Seite).

85. Am 25. Oktober 1929 waren die Umbauarbeiten am Stadttheater beendet. Die Fassade präsentierte sich zeitgemäßer, und man bezeichnete das Bauwerk als 'wahre Zierde unter den öffentlichen Gebäuden', Der historische Salzstadel daneben mit dem Wandgemälde 'Schiffer im Frachtkahn' entstand bereits 1777, daran anschließend ist das Gouvernementsgebäude zu sehen. Den Mauritius- oder auch Moritzbrunnen ersetzte im Jahre 1881 der Ludwigsbrunnen. Die Brunnenfigur stellt den Ingolstädter Wohltäter dar: Ludwig der Bayer zeigt mit dem Schwert auf sein

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