Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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9. Das Haus am Markt, das dem Betrachter die Giebelseite zeigt, ist 1857 erbaut worden. Zunächst sollte es ein Walmdach erhalten, aber die Lokalbauschau war der Meinung, daß die Außenseite des Hauses mit einem Giebeldach 'einen weit freundlicheren Prospekt mache und eine entschieden freundlichere Front erhalte'. Der Platz ('Ballofs Hofstatt' oder 'Stadtgärtle' genannt) war seit dem Brand von 1631 unbebaut geblieben. Er hatte bis 1852 der Familie von Eberz gehört. Das Haus, das 1879 Friedrich Fleischer erworben hatte, brannte 1898, zusammen mit dem Weinrestaurant 'Zum Schatten' ab und machte einem Neubau Platz, der heute noch steht (vergleiche Bild 11).

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Oberthorstrassc

10. Der Marktplatz, hier im Bliek vom im vorigen Bild gezeigten Haus Fleischer aus, wirkte bis 1904 etwas leer. Das Hallgebäude (siehe Bild 7) hatte nach dem Brand von 1866 ein Stockwerk aufgesetzt bekommen, während sein Laubengang erst 1954 vorgebaut wurde. Vor dem Blaserturm ist die Stadtwaage zu sehen. Das SpitaJgebäude gegenüber dem Hallgebäude zeigt den Zustand nach dem Umbau ab 1870. Damals erhielt die Spitalkirche (Wiederweihe 1873) die neugotische Fassade. Beim Umbau des Spitalgebäudes (1973-1975) erhielt das Haus (heute Paul Fagius Haus) seine jetzige Gestalt.

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11. Um den Marktplatz zu beleben beschloß der Stadtrat 1904 'Kugelakazien, möglichst hohe und mit entsprechendem Abstand' zu pflanzen. Als diese im Winter 1928/29 erfroren, wurden sie durch Kugeleschen ersetzt. Das Haus Fleischer (vergleiche Bild 9) brannte 1898 ab und erhielt nach seinem Wiederaufbau sein heutiges Aussehen (im Bild rechts). Seit 1846 ist das Haus am Markt (im Bild ganz links) im Besitz der Familie Angele. Zunächst nur Seifensiederei, wurde 1858/59 ein 'offener Laden und Kleinhandel mit Zunftfreien Gegenständen' eingerichtet. Das an das Haus Angele angebaute Gebäude war immer im Besitz führender Familien (Wolf 1618, Feuerstein 1665, von Eberz 1711-1762). Im Jahr 1762 erwarb der Apotheker Johann Karl Xell das Haus und seither dient es als Apotheke.

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12. Die Bauten, die das Bild zeigt, haben sich bis heute nur unwesentlich verandert. Und doch welche Veränderung. Fußgängerzone in der Wassertorstraße um 1900. Noch braucht man vor dem 'Ochsen' und dem 'Schatten' keinen Bürgersteig. Unter den Rathausarkaden wird Obst und Gemüse verkauft und auf der Straße kann man gemütlich einen Handkarren schieben. Nur das Telegrafengestänge vermißt man heute nicht.

13. Bis 1898 besaßen auch ein Teil des 'Ochsen' und das (ab 1897 aus zwei Häusern bestehende) Weinrestaurant 'Zum Schatten' einen Laubengang. Die 'bürgerlichen Kollegien' hatten für den Neubau des 'Schatten' nach dem Brand von 1898 auch der 'Überschreitung der Baulinie durch einen Arkadenbau' zugestimmt, obwohl es unbequem sei, 'werm das Webersche Haus wieder so nah vis à vis vom Rathaus zu stehen komme und man von dort aus alles verfolgen könne, was irn Rathaus vorgehe.' Höheren Orts wollte man aber keinen Laubengang. Ein Ministerialerlaß verbot die Überschreitung der Baulinie. Und so entstand das Haus in seiner heutigen Gestalt. Der Ochsenbrunnen (zur Reichsstadtzeit Schmalzbrunnen genannt) wurde mit der Einführung der Wasserleitung 1894 aufgehoben und abgetragen.

14. Das Bild zeigt den Brand des Gasthauses 'Zum Ochsen' am 22. Juli 1905. Das Haus bestand damals aus drei Gebäuden. Das eine hatte Arkaden und stand wie das nächste Haus mit der Traufseite zur Straße (vergleiche Bild 13). Das dritte Gebäude, im Bild ganz links (Giebelseite zur Straße), war das sogenannte 'Neue Haus'. Als solches wird es 1565 im Besitz der Stadt erwähnt und beherbergte damals die Stadtkasse und das Steueramt, ab 1631 (Stadtbrand) diente es außerdem als Rathaus. 1733 verkaufte die Stadt das Gebäude und verwendete den Erlös beim Ankauf des Albrecht'schen Hauses, schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite, das jetzt als Rathaus eingerichtet wurde. Rechts im Bild ist das Weinrestaurant 'Zum Schatten' zu erkennen, das der Brand verschonte.

LUFTKURORT ISNY IM ALLGAU.

~ASSERTORSTRASSE

15. Die Postkarte zeigt den Neubau des 'Ochsen' vom Marktplatz aus gesehen. Mit den Bauarbeiten war 1905 begonnen worden. Die Bauleitung hatte Stadtbaurneister Haueisen, von dem auch die Baupläne stammten. Am 1. September 1906 konnte der Ochsensaai mit einern Freikonzert der städtischen Musikkapelle eingeweiht werden. Rechts vom 'Ochsen' ist ein Teil des 'Schatten' zu sehen. Dieses Lokal machte 1899 auf den Berichterstatter des 'Stadt- und Landboten' einen 'höchst vcrteilhaften gewinnenden Eindruck' und das Gebäude bezeichnete er als 'eine Zierde unserer Stadt'. Weiter unten in der Straße lädt die Aufschrift 'Kino' zum Besuch von Filmen ein, die bis 1940 im Erdgeschoss des Mohren gezeigt wurden.

16. Das Kornhaus, 1453 in städtischen Quellen erstmals erwähnt, war nach dem Brand von 1631 wieder aufgebaut worden. Es bestand aus zwei Häusern, die durch eine breite Einfahrt miteinander verbunden waren. An das kleinere untere Haus schloß sich das Feuerspritzenhaus der Stadt an, Bis ins 19. Jahrhundert hinein war das Kornhaus eine wichtige Einrichtung als Verkaufsplatz für Getreide, verlor dann aber rasch an Bedeutung. Als die Postverwaltung den Bau eines Postgebäudes am Bahnhof plante, entschloß sich die Stadt, das untere Kornhaus und das Spritzenhaus an die Postverwaltung zu verkaufen (1889), um die Post in der Stadtmitte halten zu können, Das obere Kornhaus wurde 1902 verkauft und abgebrochen,

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Hauptstrasse m. , "assertor

17. Links im Bild sind aus ähnlichem Bliekwinkel wie beim Bild 16 die beiden Häuser zu sehen, die heute, wenn auch stark verandert, auf dem Platz des ehemaligen Korn- und Spritzenhauses stehen. Anstelle des oberen Kornhauses baute Johann Hauser 1902 ein Wohnhaus mit Käsekellerei. Vom Neubau der Post 1889 wurde geurteilt: 'in edlem Renaissancestil gehalten stellt es einen Backsteinbau mit Zementquadern dar, dessen stilvolle Fassade mit hochanstrebendem reichgegliedertem Giebel die Wirkung des Vornehmen in dem Auge des Beschauers hervorruft.' Rechts vorn im Bild ist das Gasthaus 'Zur Traube' zu erkennen, das 1920 den Ausschank einstellte.

IS NY i. Allgäu

Partie beim K. Postamt

18. Im Jahr 1813 wurde die Poststation von Großholzleute (Gasthof 'Adler') in die Stadt verlegt. Hintereinander dienten dann verschiedene Gasthöfe als Post, bis 1889 das abgebildete Postgebäude erbaut wurde, das bis 1972 seinen Dienst tat. Das Haus rechts von der Telegrafenstange wurde 1876 von J.F. Binder auf einer von Eberz'schen Brandstätte von 1631 neu erbaut. Der in der Zwischenzeit hier gestandene Schopf hatte, wie die anstoßenden Häuser dem Marktplatz zu, einen Laubengang, der beim Neubau der Baulinie zum Opfer fiel. Der runde Bildausschnitt zeigt die dem Postamt gegenüberliegende Straßenseite. Alle hier abgebildeten Häuser sind Neubauten nach dem Brand von 1864, ausgenommen der Gasthof 'Zum Schwarzen Adler'.

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