Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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19. Das Bild zeigt links, zum Teil verdeckt durch den Telegrafenrnast, den Gasthof 'Zum Strauß' im Zustand vor dem Brand von 1898. Das Feuer war ausgebrochen, nachdem hinter dem 'Strauß' eine Feuerwehrübung abgehalten worden war. Im Saal wurde gerade eine Hochzeit gefeiert. Das an den 'Strauß' anschließende Haus (Bildmitte) war unter anderem auch einmal Postamt. 1877 erwarb es der Posthalter und Kreuzwirt Müller und verlegte die Post vom 'Kreuz' (vergleiche Bild 23) hierher. von wo aus sie 1889 den Neubau beziehen konnte (vergleiche die Bilder 17 und 18). Im Jahre 1895 kaufte der Buchbindermeister Hieronirnus Mader das Gebäude und richtete darin eine Lichtdruckerei ein, auch fotografische Apparate aus Metall (Marke 'Invisibile') stellte er her.

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Kirchp!atz.

Isny,

20. Links im Bild ist der Gasthof 'Zum Strauß' zu sehen, wie er nach dem Brand von 1898 wieder aufgebaut worden war. Der neue Saal wurde 1899 eröffnet, wobei besonders die Lichtfülle der elektrischen Beleuchtung gerühmt wurde. Der Torbogen rechts im Bild gehört zum Haus von Otto Wiek, der hier seit 1880 ein gemischtes Warengeschäft und einen Handel mit Spezerei- und Langwaren betrieb. Dann folgte das Geschaft von Friedrich Schön. Er handelte mit Eisen und Kohlen und übergab seinen Betrieb 1918 an Friedrich Weidenbacher. Ganz am Eek, der Kirche zu, ist noch die Eisenhandlung von Arnold Geiger zu sehen. Der Brunnen wurde vom Kirchplatz auf den Annaplatz in der Wassertorvorstadt versetzt und das Kriegerdenkmal steht seit 1929 auf dem ehemaligen Karlsplatz (beim neuen Postgebäude).

21. Die von Werkmeister Schmid gezeichnete Skizze zeigt das sogenannte Kraft'sche Haus (genannt nach seinem letzten Besitzer Joharm Anton Kraft), das den Kirchplatz weitgehend von der Wassertorstraße abschirmte. Das Gebäude war in früheren Jahrhunderten im Besitz von Schreinern, Gürtlern, Zinngießern und Glasern gewesen. 1856 wurde das Haus, zusammen mit der Kirchenstiege, die zur Nikolaikirche führte, abgebrochen. Damals entstand erst der erweiterte Kirchplatz.

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22. Im Jahre 1884 wurde in Isny der Beschluß gefaßt, ein Kriegerdenkmal aufzurichten und als Platz das 'große Dreieck vor dem Ölberg' in Aussicht genommen. Aber erst 1889 konnte man sich für den Entwurf von Robert Schmohl entscheiden,der von Bildhauer Teufel in Alpirsbacher Buntsandstein ausgeführt wurde, 'Die Kolossalgestalt eines die Flügel ausbreitenden Adlers' wurde 1890 in der Erzgießerei des Professors Lenz in Nürnberg gegossen. Im gleichen Jahr, am 7. September, wurde das Denkmal mit Festzug, Ansprachen und Liedern feierlich eingeweiht. Es behielt seinen Platz vor dem Ölberg bis zum Jahr 1929. Damals wurde es an die Kirchstraße (heute Notre Dame de Gravenchon-Straße) versetzt.

23. Das Gasthaus 'Zum Kreuz' besteht seit 1719 (Erteilung der Weinschenkgerechtigkeit). Als 1737 die Häuser am Wassertor abbrannten, konnte der damalige Wirt Johann Jakob Gaumer zu seinem Haus das Nebenhaus erwerben und das Gebäude in seiner heutigen Länge aufbauen. Das Haus kam 1865 in den Besitz des Postverwalters Müller, von da an bis zum Jahre 1877 befand sich hier die Poststation. Der Gasthof, der damals in 'Alte Post' umbenannt wurde, erhielt 1900 einen Stock aufgesetzt und damit im Wesentlichen sein heutiges Aussehen. Die im Bild gezeigte Ansicht stammt aus dem Jahre 1906. Der Fußgängerdurchlaß neben dem Wassertorturm wurde 1902 angelegt.

HOTEL ALTE POST, JSNY Bes. J. Allgäuer.

24. Das Bild zeigt eine der ältesten fotografischen Aufnahmen von Gebäuden der Stadt. Da das im Bild gezeigte Bergtor 1859 auf Wunsch der Anwohner abgebrochen wurde, muß die Fotografie vorher entstanden sein. Vor dem ersten Haus auf der rechten Bildseite ist einer der einfachen Kastenbrunnen zu sehen, die vor der Einführung der Wasserleitung (1894) die Stadt mit Wasser versorgten. Vor der Fassade des Bergtors hängt eine der dreiundzwanzig Straßenlaternen über der Straße, die 'spärliches Licht für den Verkehr von Menschen und Fuhrwerken' lîeferten. Über sie wurde 'wenn es sich um die Übergangszeit vom Vollmond zum Neumond handelte' in der Presse vielfach Klage geführt, 'weil zu dieser Zeit die Laternenanzünder stets im Zweifel' waren, ob ein Anzünden notwendig sei oder nicht. Ab 1896, mit der Einführung der Elektrizität, erhellten zwei Bogen- und einundfünfzig Glühlampen die Straßen und Plätze der Stadt.

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Jsny im Winter.

Kempterstrasse.

25. Die Bergtorstrafse, diesmal stadteinwärts gesehen, und zwar vor dem Jahre 1918 (damals stellte die Spezereihandlung ven Caspar Felle, die mit einem Stechschild auf der rechten Bildseite um Kunden wirbt, ihren Betrieb ein). Es muß recht ruhig zugegangen sein in der Stadt zur Winterszeit. Die Schneeberge geben kaum dem Pferdeschlitten vor dem 'Goldenen Lamrn' den Weg frei. Das Gasthaus wird seit dem 17. Jahrhundert genannt, es besaß in früherer Zeit zur Gasthaus- und Brauerei- auch die Feueressengerechtigkeit. Auf dem Bild sind interessante gemalte Fensterumrahmungen zu erkennen. Vielleicht könnten sie bei einer Restaurierung wiedererstehen. Sie würden dem Haus sicher zur Zierde gereichen.

JS Y I. F1.

Kemp erstraße.

26. Noch einmal die Bergtorstraße, beinahe aus dem gleichen Bliekwinkel und etwa zur gleichen Zeit, aber ohne Schnee, dafür parkt vor dem 'Lamm' ein Motorrad mit Beiwagen, dahinter ein Automobil. Für diese Fahrzeuge erließ 1906 die Stadt eine Verordnung. Darin heißt es unter anderem: 'Jedes Motorfahrzeug muss an einer ins Auge fallenden Stelle die Angabe des Namens des Besitzers tragen', Und: 'In keinem Falle darf die Fahrgeschwindigkeit innerhalb der Ortschaften und auf belebten Straßen 12 km und ausserhalb der Ortschaften, auf freier Bahn 30 km in der Stunde überschreiten. Es darf also die Fahrgeschwindigkeit innerhalb Isny's keine größere sein, als daß beispielsweise für die Strecke von der Straßenkreuzung am Marktplatz bis zur katholischen Stadtkirche am Kemptertor mindestens eine Minute gebraucht wird.'

ISNY, Ke-MPTE"R5TRII55t

27. Die Häuser auf der rechten Seite der Bergtorstraße entstanden nach dem Brand von 1864 (vergleiche Bild 32) neu. Die Häuser der linken Straßenseite fielen 1866 einem Brand zum Opfer und wurden in den folgenden Jahren wieder aufgebaut, Auf das Haus links vorn baute sein Besitzer der Maler Gustav Fleischer einen weiteren Stock (früherer Zustand siehe Bild 24) und die Hauswand zur Straße hin verzierte er mit Malereien. 1910 übersiedelte die 'Spar- und Vorschußbank Isny' ins Haus. Sie war die Vorläuferin der Volksbank, der heute das Gebäude, sehr verändert und um die nächsten zwei Häuser vergrößert, gehört. Die vor diesen Gebäuden abgestellten Leiterwagen hatte wohl der Hufund Wagenschmied Herburger in Reparatur. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie, verkaufte er 1919 den Betrieb an seinen ehemaligen Mitarbeiter Hohl.

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Espanntor-Sirake

28. Die Espantorstraße war vor dem 19. Jahrhundert eines der bevorzugten Wohnquartiere. Allein fünf Häuser an der Straße (auf dem Bild sind vier davon zu sehen) gehörten zu verschiedenen Zeiten im 17. und 18. Jahrhundert der Familie von Eberz. So auch (im 17. Jahrhundert) das Gebäude im Bild ganz links, das um 1700 als Gasthof ('Zum Goldenen Kreuz') eingerichtet wurde. Der bestand, 1818 umbenannt in Gastwirtschaft 'Zu den Drei Rosen', noch im 19. Jahrhundert, Auf der rechten Bildseite sind zwei Häuser zu sehen, die seit der Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Eberz nachzuweisen sind. Das Haus mit der Uhr als Aushängeschild erwarb 1868 der Uhrmacher Jakob Meißburger aus von Eberz'schem Besitz. Vom darauffolgenden Gebäude trennten sich die von Eberz erst 1873.

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