Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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29. Die rechts und links vom Espantor zu sehenden Häuser verengen die vorher marktartig erweiterte Espantorstraße. Sie markierten bis zum 19. Jahrhundert das Ende des Roßmarktes. Das Haus rechts vom Espantor, ehemals das Hauptgebäude eines größeren Baukomplexes, der sich bis an die Stadtmauer hinzog, war 1765 in den Besitz der Familie von Eberz übergegangen, der es bis 1872 gehörte. 1876 erhielt Jakob Spengler die Erlaubnis, hier eine Schankwirtschaft einzurichten, die danach an Heinrich Wilhelm Vespermann überging. Das Haus links vom Torturm erwarb 1901 der Maurer Bernhard Miller und eröffnete hier ein Baugeschäft mit Materialienhandlung. Beim Kaufmann Hugo Frühauf (im Bild ganz links) gab es seit 1912 Kolonialwaren, Düngemittel und Landesprodukte und zwar en gros und en detail zu kaufen.

30. Das auf der rechten Bildseite abgebildete Gebäude ist eines der ältesten in Isny. Wohl seit der Reformation diente es als Pfarrhaus und war als solches im Besitz der Stadt. Erst 1876 ging es in Privatbesitz über, 1921 erwarb es der Glasermeister Georg Schittenhelm. Der Staketenzaun links im Bild markiert den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. Dieser Teil wurde schon vor 1832 von dem Fabrikanten c.u. Springer erworben, 1834 ließ er den Zaun oder einen seiner Vorgänger errichten.

31. Wie andere Städte durchfloß auch Isny ein offener Bach. Der Krumbach tritt oben an der Hofstatt in die Stadt ein und heißt dann einfach Stadtbach. Beim Hallgebäude überquert er den Markt, fließt dann am Spitalgebäude vorbei, dem Straßenzug 'Am Stadtbach' folgend zur ehemaligen Stadtmühle. Heute ist der Bach in den Untergrund verbannt. Der Fotograf stand in der Nähe der ehemaligen Stadtmühle. Der Bliek reicht von dem Straßenstück 'Am Stadtbach' bis in die Spitalgasse. Unterhalb des Blaserturms ist das ehemalige Spitalgebäude zu erkennen. Das Haus links im Bild brannte 1925 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

32. Am 23. Oktober 1864 brach in der hölzernen Stadelgruppe hinter den Gasthaus 'Zum Grünen Baum' Feuer aus, dem in kurzer Zeit das ganze Neustadtviertel, aber auch ein Teil der Häuser an der Wassertor- und der Bergtorstraße zum Opfer fielen. Achtunddreißig Wohngebäude und siebenundvierzig Scheuern, ein Siebentel aller Häuser in der Stadt, wurden bei diesem letzten Großbrand in Isny zerstört. Der Gesamtschaden betrug 306 000 Gulden. Die Aufnahme, einer der ältesten Fotografien der Stadt, wurde von Gustav Fleischer vom Blaserturm aus aufgenommen.

33. Der Gasthof 'Zum Grünen Baum' war 1850 von der gräflich v. Quadt'schen Standesherrschaft gekauft worden. Der Brand von 1864 bot ihr die Gelegenheit das Häuser- und Stadelgewirr um die Gastwirtschaft, zum Teil auch durch Zukauf von Häusern, zu sanieren. So entstand 1868 der ansprechende Bau mit anschließendem großzügigern Garten. Der Name 'Grüner Baum' wollte für das neue Haus nicht mehr recht passen. Also wurde der Gasthof 'Zur Reichsstadt' daraus, der bis 1893 bestand. Im gleichen Jahr erwarb Dr. med. Carl Ehrle das Anwesen. Das Haus wurde 1972 abgebrochen.

Dsny - Hïrdi-Strasse

34. Der Brand von 1864 gab Gelegenheit zu durchgreifenden stadtplanerischen Maßnahmen im Neustadtviertel (Gebiet zwischen Wassertor- und Bergtorstraße). Das bedeutete damals: Gerade und möglichst im rechten Winkel aufeinanderstoßende breitere Straßen. Es entstand der Gasthof 'Zur Reichsstadt' mit seinem großen Garten (links im Bild) und davor der Karlsplatz (Standpunkt des Fotografen). Die verbreiterte Kirchstraße (heute Notre Dame de Gravenchon-Straße) mündet seitdem auf den Kirchplatz, vorher stellte nur ein Fußweg die Verbindung her. Das Gebäude rechts im Vordergrund war das Schulhaus der ehemaligen Gemeinde Isny-Vorstadt,

35. Als 1889 das alte Spritzenhaus (vergleiche Bild 16) dem Neubau der Post weichen mußte, wurde auf Vorschlag von Stadtbaumeister Schmohl und im Wesentlichen nach seinen Plänen das neue Spritzenhaus errichtet. Der Platz war zu Zeiten der Reichsstadt nicht bebaut gewesen, sondern hatte als Graben zur Stadtbefestigung gehört. Deshalb mußte vor Beginn der Bauarbeiten der Weiher, 'der durch seine Versumpfung und Unordnung stets einen schlechten Prospekt gewährt' hatte, entwässert und aufgefüllt werden. Als Auffüllmaterial diente der Bauschutt vom alten Spritzenhaus. 1896 wurde der Spritzenhaussaal 'provisorisch und bis einmal der Zeitpunkt zum Neubau einer Turnhalle gekommen sei' als Turnsaal eingerichtet.

Jsny im Winter.

Partie an der Stadtsäge.

36. Das gezeigte Gebiet gehört zur Wassertorvorstadt, die schon 1290 bestand und zu Ende des 15. Jahrhunderts stark erweitert wurde. Hier wohnten zu Zeiten der Reichsstadt vor allem Weber, Gerber und Schmiede. Die unterhalb des St. Georgkirchturms zu sehende Bruckmühle (daran angesetzt die Überdachung für das Wasserrad) war ehedem im Besitz des Klosters Isny. 1874 wurde die Mahlmühle in eine Säge umgebaut.

37. Das Bild zeigt ebenfalls eine Partie der Wassertorvorstadt, genannt 'im Pfannenstiel', Im Vordergrund links ist die Überdachung des Wasserrads der Bruckmühle zu sehen und anschließend die Hinterfront von Häusern an der Bahnhofstraße, darunter vor allem die vom Wirtshaus 'Zum Hecht'. Diese Häuser waren 1 72 7 nach einem Brand wieder aufgebaut worden. Die Ach war früher hier stark verbreitert und ein Paradies für spielende Kinder, wie man auf dem Bild sehen kann.

ISNY i.A.

Schlachthausstraße.

38. Die ehemalige Schlachthausstraße gehörte zur Wassertorvorstadt und ist als 'Entenrnoos' seit 1511 bezeugt. Nach dem Stadtbrand von 1727, dem das Gebiet zum Opfer fiel, wurde der ganze Straßenzug, den hauptsächlich Weber bewohnten, einheitlich wieder aufgebaut. Das ist an der im Bild zu sehenden Häuserreihe noch gut erkennbar. Das im Vordergrund rechts stehende ehemalige Schlachthaus wurde 1897 eröffnet und 1911 erweitert. Nach ihm bekam das 'Entenmoos' den Namen Schlachthausstraße, da die Anwohner den alten Namen, der wohl auf ein feuchtes Quartier hindeutet, als unfein empfanden. Heute ist die alte Bezeichnung wieder gultig.

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