Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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39. Isny-Vorstadt, auch Katholische Vorstadt oder einfach Viehweide genannt (in der Hauptsache die Häuser an der heutigen Kastellstraße und am Senngutweg bis zur Friedhofskirche St. Joseph), unterstand früher nicht der Reichsstadt, sondern dem Kloster Isny. Dieses erweiterte im 18. Jahrhundert die schon bestehende Siedlung planmäßig. Auch unter württembergischer Oberhoheit blieb die Gemeinde zunächst selbständig und wurde erst 1911 nach Isny eingemeindet.

40. Malerisoher Winkel in Isny-Vorstadt, Zu sehen sind die auf die Ach schauenden Hinterfronten von Häusern der Kastellstraße und, unter der Zwiebelhaube des Turrnes der Nikolaikirche, das in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Wasserhaus des Klosters (Brunnenmeisterei), Dieses Haus wird zum Teil verdeckt von dem mächtigen Giebel der Oberen Mühle (1966 abgebrochen), vorgesetzt das Häuslein für das Wasserrad. Zusammen mit der Bruck- und der Unteren Mühle war die Obere Mühle schon im 12. Jahrhundert im Besitz des Klosters Isny.

41. Als einziges Tor führte das 1399 erstmals erwähnte Espantor nicht über eine Durchgangsstraße zu einer benachbarten Stadt, sondern auf den Espan, daher der Name des Tores. Der Espan ist allgemein ein grasbewachsenes aber nicht sehr gepflegtes Landstück, das von der Bewirtschaftung ausgenommen ist und sich im Besitz der Allgemeinheit befindet. Diese benützt es als Lager-, Versammlungs- und Festplatz. Heute noch zieht der Festzug des Kinderfestes durch das Espantor auf den Rain, wie in lsny der Espan heute genannt wird.

Jsn!l - Espantor.

42. Schaute man um 1840 vom Espantor stadtauswärts, dann hatte man dieses Bild vor Augen. Am Platz der Lauberfärbe stand schon um 1650 eine der bedeutendsten Färben der Reichsstadt. Sie brannte 1737 ab und wurde danach in der hier abgebildeten Gestalt wieder aufgebaut. Seit 1800 Eigentum der Färberfamilie Lauber, kam die Färbe über zwei weitere Besitzer 1886 in den Besitz der Firma C. U. Springer, die das Gebäude in stark veranderter Gestalt heute noch als Seidenfärberei benutzt. Ganz rechts, teilweise durch den Baum verdeckt, ist das ehemalige Bleichereigebäude der Reichsstadt zu sehen, es wurde nach dem Brand von 1737 wieder aufgebaut und hat bis heute sein altes Aussehen bewahrt.

43. Der Rain, den man von der Stadt her durch das Espantor erreicht, ist von alters her der Fest- und Vergnügungsplatz der Stadt Isny (vergleiche Bild 41). Hier fanden und finden die Kinderfeste statt. Am Rain wurde 1903 ein neues Schützenhaus erbaut (siehe Bild 1). Der im Bild zu sehende Pavillon (heute nicht mehr vorhanden) erhielt 1913 ein neues Dach.

JSNY i. Allgäu.

Schlössle am Rain.

44. Die vornehmen Familien der Stadt hatten sich früher zu ihrer Erholung Gärten mit Gartenhäusern vor der Stadtmauer angelegt. Aus einer solchen zum Teil befestigten Gartenanlage ist das Rainschlößle hervorgegangen. Es war bis 1876 im Besitz der Familie von Eberz. Im Jahr 1900 kauften Karl Pfeilsticker und Friedrich Binder das Anwesen. In dem dazugehörigen Weiher unterhielten sie das erste Schwimmbad, zu dem eine Zeit lang auch ein Luftbad gehörte,

45. Die Brücke, über die die Straße von Kempten in die Stadt führte, besteht heute nicht mehr. Die Auffüllung des Grabens ab der Brücke in Richtung Pulverturm und Kloster machte sie überflüssig. Der Zwinger (eigentlich der Raum zwischen der Hauptstadtmauer und einer vorgelagerten Wehrmauer) hat sich bis heute kaum verändert. Die gesamte im Bild zu sehende Befestigungsanlage wurde 1808 von der Stadt verkauft und ging 1856 an C. U. Springer über. Er ließ vermutlich den heute leider sehr baufälligen Pavillon auf dem Wehrturm erbauen.

46. Ansicht der Stadt von Nordwesten um 1845 nach einer Lithographie von J.A. Weissenbach. Links unter dem Blaserturm (mit alter Zwiebelhaube, vor 1866) die ehemalige Stadtmühle. Sie wurde 1833 von e.D. Springer gekauft und 1834 zur Aufnahme von Seidenspinn- und Seidenzwirnmaschinen eingerichtet. Der Hafendeckelturm hat noch nicht seinen heutigen Zinnenkranz, sondern ein wohl provisorisohes Schrägdach. Rechts vorn Baum ist das alte Badhaus zu erkennen. Hier steht heute das 1957 eröffnete Ringtheater.

-:- 1:spantor u Puloerturm.

47. Bei der Überschrift zu dieser Ansichtspostkarte irrte der Verleger. Der behäbige runde Turm war schon immer der Mühlturm, so genannt nach der ganz rechts im Bild zum Teil sichtbaren ehemaligen Stadtmühle. Der Turm gehörte zur Stadtbefestigung und hatte den Austritt des Stadt- oder Mühlbaches in den Stadtgraben zu schützen, Gräben und Mauer haben an dieser Steile (seit der Mitte des 19. Jahrhunderts) einer gefälligen Anlage Platz gemacht. Die Kühe und die Dame mit Sonnenschirm gehören zu der 'hübschen Staffage', die die 'anmutigen Bildehen' der Postkarten beleben sollten. Von denen der Fremdenverkehrsverein schon 1907 überzeugt war, daß sie nicht nur Sammler- sondern auch grofsen Reklamewert besitzen.

48. Ein Abschnitt der Stadtmauer zwischen Bergtor und Diebsturm innerhalb der Stadt um 1900. Nur die Scheune im Bild rechts ist verschwunden, sonst hat sich nicht viel geändert, Im 20. Jahrhundert wurde kein größerer Teil der ehemaligen Befestigungsanlage mehr zerstört. Die Mauer im Bild war zwar ursprünglich höher. Man darf sich aber freuen, daß sie noch steht. Trotz eines Stadtratsbeschlusses von 1855, der befahl: 'das Dach der Stadtmauer an der Strecke vom Diebsrurm bis zum Bergtor. .. abzudecken, um durch Einwirkung der Witterung, den Abbruch dieses Teils der Stadtmauer zu erleichtern.'

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