Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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Isny i. R.

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Fürstl. Schloss u. kath. Kirche,

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49. Das 1096 gegründete Benediktinerkloster wurde 1803 bei der Säkularisierung aufgehoben und gelangte mit allen Einkünften in den Besitz der Grafen von Quadt-Wykradt. Sie benutzten das Klostergebäude als Schlofs. Die rechts von den beiden Kugelbäumen sichtbare sogenannte Reitschule wurde 1905 abgebrochen. Sonst hat sich arn Baubestand nicht viel geändert,

50. Die Aufnahme vermittelt einen Eindruck von der intimen Atrnosphäre im Innenhof des Schlosses (vor 1803 Kloster), das der gräf1ichen (ab 1901 fürstlichen) Familie von Quadt-Wykradt und Isny von 1803 bis 1942 als Wohnsitz diente. Damals wurden die Gebäude an die Stadt Stuttgart verkauft.

51. Im 19. Jahrhundert nahm die katholische Bevölkerung der Stadt Isny, die seit der Reformation bis zum Ende der Reichsstadtzeit rein evangelisch gewesen war, stark zu, Die Katholiken bemühten sich deshalb eifrig um eine eigene Kirche (die St. Georgskirche war nur für die Gemeinde Isny-Vorstadt zuständig). Die Pfarrei St. Maria wurde 1888 gegründet und 1903 konnte Bischof von Keppler die nach Plänen von Architekt Cades durch den Isnyer Werkmeister J. Burger erbaute Marienkirche einweihen. Vor dem Neubau haben sich, stolz auf ihr Werk, daran beteiligte Handwerker aufgestellt.

52. Bei der Vergabe der Bauarbeiten für die neue katholische Kirche St. Maria im Mai 1902 erhielt Werkmeister Karrer die Zimmerarbeit zugesprochen. Er ließ sich (stehend mit Plan in der Hand), zusammen mit seinen Mitarbeitern, bei der Arbeit am Dach- oder Glockenstuhl der Marienkirche fotografieren. Die Presse bemerkte als 'höchst erfreulich ... daß sämtliche bis jetzt vergebenen Arbeiten hiesigen Meistern zugefallen sind, von deren Tüchtigkeit eine gute Ausftihrung erwartet werden kann.'

Isny

Wilne/m.titt

53. Im Jahre 1841 war zum Andenken an die fünfundzwanzigjährige Regierung von König Wilhelm I. von WÜIttemberg ein Banfonds für ein Krankenhaus geschaffen worden. Mit diesem Geld konnte 1866 ein Haus mit Garten am Rain gekauft und in ein Krankenhaus umgebaut werden, das aber bald nicht mehr ausreichte. 1908 wurde dann 'in schonster Lage südlich der Stadt inmitten einer großen Gartenanlage' das nach Plänen von Stadtbaumeister Haueisen gebaute Krankenhaus Wilhelmsstift eröffnet, das anfangs vierzig bis fünfzig Kranken Platz bot.

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Ruhme bi in Iernsre Zeit

Löbliche Wohlthitill:keit.

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j)as Springers!ij!.-

54. Die Stiftungsurkunde des Springerstifts wurde 1890 aufgesetzt, hat aber Vorgänger aus den Jahren 1814 und 1843. 1898 konnte die Stiftung einen Teil des Amtshausgartens von der Stadt erwerben und hier 1901 die neugebaute Kleinkinderschule Springerstift einweihen. Die vorliegende Postkarte wurde bei der Einweihung unter anderem auch an die Kleinkinderschüler verteilt, die bei den Festlichkeiten gesungen hatten.

Gruss aus ISNY LAlIgäu !

55. Zwar wurde 1874 die Bahnlinie Isny-Leutkirch feierlich eröffnet, der Bahnhof Isny blieb aber noch lange Jahre ein Provisorium. Der obere Teil der gezeigten Ansicht erschien 1900 als eigene Postkarte und machte auf den Mißstand aufmerksam. Mit viel Humor wie man sehen kann. Den hatte die königliche Generaldirektion der Staatseisenbahnen nicht. Am 21. September 1901 mußte der Stadtrat eine Eingabe unterzeichnen, 'in welcher das Bedauern über eine hier in Umlauf gesetzte Ansichtspostkarte, die eine Lächerlichmachung des Eisenbahnbetriebs auf der hiesigen Station betrifft' ausgesprochen wurde. 1906 konnte das neue Bahnhofsgebäude eingeweiht werden. Ein Express BerlinIsny-Fempass-Brenner-Rom war damals wie heute ein frommer Wunsch.

Partie vor dem Wassertor.

Wo gohscht naaa?

Jn ljuizelm:Jaa!

56. Mit dem 'Huizelmaa' ist die 'Krone' gemeint (in der Mitte des runden Bildausschnittes), die bis 1911 im Besitz der Familie Heinzelmann war. Das dazugehörige Brauhaus (vergleiche auch Bild 57) ist unterhalb dem Turm der Nikolaikirche, neben dem Spritzenhaus zu sehen. Schon um 1840 war das Gasthaus Treffpunkt einer fröhlichen Stammtischrunde, die hier dem braunen Bier zusprach. Die Teilnehmer hatten noch Jahrzehnte spater Heimweh nach dem Kronenstüble. Das beweisen die Briefe, die sie aus aller Welt an Johann Michael Heinzelmann, den Besitzer der 'Krone' schrieben. Dieser hatte auf seiner Wanderschaft 1849 in Frankfurt am Main auch die Paulskirche (Tagungsort der Nationalversammlung) besucht und darüber nach Isny berichtet.

57. Vor dem Verkauf von Gast- und Brauhaus, 1911, ließ sich Michael Heinzelmann, Bierbrauereibesitzer 'Zur Krone', mit Frau und Personal vor seinem Brauhaus am Burgplatz fotografieren. Rechts im Bild, in einem Notizblock schreibend, steht der Chef, neben ihm seine Frau Josephine geborene Thomann. Der Schlüsselbund an ihrem Gürtel verrät, daß sie gewohnt ist, in Küche und Keller zu regieren. Der Hausknecht (Wunibald Rudolf) hält die Pferde, der Oberbrauer (Georg Thomann) füllt ein Bierfaß und der Brauer (Andreas Ostermayer) bedient die Bierpumpe. Neben ihm steht der Ausgehbube (Felix Jager). Der Schweizer (Gebhart Jungblut) hat die Kuh herausgeführt und die Kellnerin Babette Walser trägt den Bierkrug in der Hand, neben ihr steht die Küchenhilfe. Eine wohlgeordnete Hierarchie.

58. Dieses Haus am Roßmarkt ist eines der ältesten Gebäude in der Stadt, Davor hat sich die Familie Biart aufgestellt, der das Haus ab 1888 gehörte und nach der es oft auch Biart'sches Haus genannt wurde. Im Jahr 1620 war das Gebäude im Besitz der Stadt, der 'doctor medicinae', also der Stadtarzt, bewohnte es damals. Danach diente es, weiterhin in städtischem Besitz, als evangelisches Pfarrhaus. 1723 wurde es zu einer deutschen Knabenschule eingerichtet. Da alle anderen alten Schulgebäude abgebrannt oder abgebrochen sind, ist dieses Haus das älteste noch stehende Schulhaus in Isny. 1761 verkaufte die Stadt das Haus an einen Metzger, es blieb in Privathand und wurde erst vor einigen Jahren von der Stadt zurückgekauft.

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