Isny im Allgäu in alten Ansichten

Isny im Allgäu in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Friedrich Eisele
Gemeente
:   Isny im Allgäu
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3444-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Isny im Allgäu in alten Ansichten'

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59. Die Brüder Theodor und Hermann Schuler (sie stellten in ihrem Betrieb auf dem Gelande der heutigen Firma Auto-Seitz Filtiriersteine her) in ihrem Benz Type 'Comfortable', der von 1897 bis 1902 gebaut wurde. Daneben steht der Büchsenmacher Epp. Mit dem Fürsten von Quadt und dem Käsereibesitzer Immler waren die Brüder Schuler die ersten Autobesitzer in Isny. Das erste Auto überhaupt erreichte Isny am 9. Februar 1896. Die Presse berichtete über das Ereignis: 'Nicht geringes Aufsehen erregte heute vormittag ein Motorwagen der Firma Daimier in Cannstatt, welcher fast geräuschlos in raschem Tempo die Straßen daher fuhr ... Die Betriebskosten betragen 1 Pfennig pro km. Der Motorwagen kann auf ebener Straße in einer Stunde 22 km zurücklegen.' Von Stuttgart bis Isny (über Reutlingen, Riedlingen, Wurzach) benötigte das Auto neunzehn Stunden.

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60. Im Juli 1878 beschloß der 1876 gegründete Verschönerungsverein Isny einen Pavillon auf dem Senwarzen Grat zu errichten, 'ein Gebäude, das dem am Ziel angelangten Touristen, wenn auch nicht ein mit allem Komfort eingerichtetes Rigihotel, so doch Schutz und Obdach bieten soll.' Bei der Einweihung dieses Pavillons (Bild) war zu Anfang die Sicht etwas getrübt; 'nach und nach heiterte sich der Horizont auch nach Westen so auf, daß es einem unserer Märchenerzähler gelang, mit unbewaffnetem Auge die Westenknöpfe eines Matrosen auf einem Bodenseedarnpfer zu zählen.' So der Bericht im 'Stadt- und Landboten', 1905 wurde der Pavillon durch einen Neubau ersetzt, dessen Nachfolger der heutige 1971 eingeweillte Aussichtsturm ist.

61. Die Schletteralm, schon 1667 auf einer Waldkarte als 'Gschletter oder Bolsternanger Viehweide' eingezeichnet, war ein beliebter Ausflugsort der Touristen, aber auch der Isnyer Bürger. 1907 berichtete der 'Stadt- und Landbote': 'Allen Schwarzgratbesteigern kann eine Einkehr in der Schletteralpe, in welcher den Sommer über eine Wirtschaft eingerichtet ist, bestens empfohlen werden. Letzen Sonntag nachmittag fand sich daselbst eine zahlreiche Gesellschaft ein, die an dem Gesang der Sennen, der musikalischen Unterhaltung, dem improvisierten Tänzchen ihre helle Freude hatte. Dazu eine recht freundliche Bewirtung und, wenn man Glück hat, eine prachtige Fernsicht. Kurzum ein Bergidyll, das jeden Naturfreund für den etwas mühsamen Aufstieg reichlich entschädigt.' Leider besteht die Schietteralm seit 1967 nicht mehr.

Heilstätte Überruh mit Bolsternaug bei Jsny i. Algäu

62. Im Vordergrund das 1169 erstmals erwähnte Bolsternang rnit seiner Pfarrkirche St. Martin. Dahinter die Lungenheilstätte Überruh, die 1908 von der Versicherungsanstalt Württemberg in Betrieb genommen wurde. Einhundertachtzig Frauen konnten damals in Zirnmern zu vier und zwei Betten gepflegt werden. Die versicherten Frauen in Württemberg waren vorher auf die allgemeinen Krankenhäuser angewiesen gewesen. Die Lungenheîlstätte wurde 1972 aufgelöst. Die Gebäude beherbergen heute unter anderem eine Kurklinik für Frühheilverfahren,

63. Im Jahre 1856 beschlossen in Beuren fünfzehn Musikanten unter dem Lehrer Friedmann 'eine ganz andere Art der Blasmusik zu gründen', Seitdem ist die Musikkapelle Beuren aus dem kulturellen Leben der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Sie gibt weltlichen wie kirchlichen Festen den feierlichen Rahmen. An Sylvester wird vor jedem Hof der Gemeinde 'das Neue Jahr angeblasen', ein Brauch, der die enge Zusammengehörigkeit von Dorf und Musikkapelle unterstreicht. Das Foto zeigt die Gründungsmitglieder mit ihrem Dirigenten, Lehrer Johann Baptist Friedmann.

64. Im Jahr 1862 fand sich in Rohrdorf eine Laienspielgruppe zusammen. Zuerst waren ihre Aufführungen nur als Fastnachtunterhaltungen gedacht, doch bald wurden 'große historische Schauspiele' gegeben ('Stufenalter', 'Andreas Hofer', 'Rudolf von Habsburg', 'Frauentreue' und andere), die auch auswärtige Besucher anzogen. Geduldig standen diese in der Anfangszeit stundenlang im Schnee, der oft zuvor von Schulkindern festgestampft werden mußte. Gespielt wurde irn Januar. Das Bild zeigt eine der ersten Aufführungen und vermittelt eine Vorstellung davon, mit welcher Begeisterung Spieler und Zuschauer bei der Sache waren. Am Vorrnittag vor der Aufführung besuchte der Reiterzug die Stadt: 'Frohe Madehen verteilen Zigarren und mancher Humpen wird herumgereicht.,; Und von Überall her der Ruf: Wie wirds nachmittags? Wir kommen zu euch hinaus.'

65. Kinderfest ist heute. 'Sonntag früh 1/2 6 Uhr weckten die munteren Trommler und auch unsere wackere Stadtmusik die Siebenschläfer und verkündeten den Festtag ... Nachmittag 2 Uhr fand alsdarm der Festzug auf den Rain statt, unter Musik und Trommelschlag und mit fliegenden Fahnen ... Bald herrschte ein reges Leben und Treiben und jederrnann konnte sich nach seinem Dafürhalten amüsieren' ('Stadt- und Landbote', 1912). Auch heute noch ist das Kinderfest (1620 erstmals als Bogenspringen erwähnt) eines der beliebtesten Feste in der Stadt. Das war auch 1901 nicht anders, als sich, seiner Wichtigkeit bewußt, das Trommierkorps dem Fotografen stellte.

66. Vom 9. bis zum 16. August 1903 feierte die Schützengilde Isny ihr vierhundertjähriges Bestehen (seit 1503 wurde in der Schützengilde neben der Armbrust auch die Feuerbüchse verwendet). Zum umfangreichen Festprogramm gehörte auch ein Festzug. Im Bild zieht gerade der Junggesellenclub Lindenberg hinter einer mit einem Herzen bestickten Fahne vorbei, gefolgt von den Schiltzen von Sonthofen, die zu den strammen Gebirglern gehörten, die, wie der 'Stadt- und Landbote' berichtete, im Zug besonders hervorstachen. 'S'Schützefest z'Isny ! das feire mer heut r mer feire s'Fest deshalb ' weil's sunst koine geit. ! Am Fest do wird g'schosse ! mit Stutzen und G'wehr ï und g'esse und trunke! bis der Geldbeutelleer.'

67. Die Besitzergreifung von Kiaotschau war das Thema der lsnyer Fastnacht von 1898. 'Im pompösen Festzug waren vertreten drei deutsche und ein chinesisches Kriegsschiff, ausgerüstet vom Arbeiterbildungs-, Gesellen-, Turn- und Veteranenverein in entsprechenden Uniformen als Matrosen, Soldaten und Chinesen. Nach der Ankunft in der von der lieben Schuljugend durch Schneernassen gebildeten Kiaotschau-Bai (Marktplatz) wurden verschiedene Szenen dargestellt.' Im Bild, vor dem Blaserturm:

Die Unterzeichnung eines Pachtvertrags durch den Vicekönig. 'Es war ein berückend schöner Anblick, diese Personen in ihren schimmernden Gewändern von der Sonne beschienen zu sehen.' 'Kimm - Du Au - Und - Schau', so hatte die Zeitung geworben. 'Und hätte man nie geglaubt, daß in Isny ein solch glänzendes Faschingsspiel möglich sein werde.'

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68. Am 19. Februar 1901 veranstaltete die Fastnachtsvereinigung Narrhalla im Straußsaal ein 'Theater Variété'. Das reichhaltige Programm war der Glanzpunkt der damallgen Fastnachtssaison und der Berichterstatter des 'Stadt- und Landboten' war voll des Lobes. Unter den verschiedenen Darbietungen ('Fräulein Witwe', 'Raufszene: Die lustigen Dachauer', 'Isnyer Weiber-Reparaturanstalt' und anderen) ernteten auch die 'Vier lustigen Babies' (im Bild), dargestellt von R. Dethleffs, M. Donderer, K. Felle und H. Maier, größten Applaus.

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