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Jena in alten Ansichten

Jena in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Peter Kaupp
Gemeente
:   Jena
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1189-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Jena in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Jena liegt zwar iiberal von den Bergen eingeschloßen. Dennoch hat es seinen Ruhm iiber alle Berge ergoßen.

Mit diesen Zeilen hat ein unbekannter Autor des frühen 18. Jahrhunderts etwas überschwenglich ein kleines thüringisches Städtchen gepriesen, das damals wenig mehr zierte als seine anmutige Lage im Saaletal. 'Über alle Berg' ergossen hat sich der Ruhm Jenas erst später, als

- Joharm Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller 1794 in Jena Freundschaft schlossen,

- Schiller von 1789 bis 1799 hier die wichtigsten und erfolgreichsten Jahre seines Lebens verbrachte,

- die 'Rornantiker' (Wilhelrn, Friedrich und Caroline Schlegel, Wilhelm Tieck, Clemens van Brentano, Novalis und Schelling) sich von 1796 bis 1800 in Jena zusarnmenfanden,

- 1815 im Gasthof 'Zur Tanne' die Burschenschaft. unter den Farben Schwarz-Rot-Gold Vorkärnpferin de;' nationalen Einheit Deutschlands, gegründet wurde,

- der Mechaniker Carl Zeiss 1846 eine optische Werkstatt gründete , die seit 1866 unter Abbe zu einer Weltfirma wurde, und als

- Ernst Abbe 1889 die Carl-Zeiss-Stiftung mit vorbildlichen Sozialleistungen für die Arbeiter ins Leben rief. Mit diesen Namen, Ereignissen und Leistungen wurde die kleine thüringische Residenzstadt in Deutschland , ja bald in aller Welt bekannt. Dabei waren die Anfänge, wie so oft in der Geschichte von Städten und Staaten, eher bescheiden. Erstmals urkundlich er-

wähnt wird Jena um 880 im Hersfelder Zehntregister ('Jani'). Im 12. und 13. Jahrhundert war die Stadt im Besitz der aus Franken stammenden Lobdeburger, von denen es ~ wohl zwischen 1216 und 1222 auch die Stadtrechte erhielt. 1236 wird Jena erstmals urkundlich als Stadt genannt.

Das alte Jena zeigt alle Merkmale einer planmäßigen Stadtgründung, Feste Mauern in Form eines Rechtecks von 400 x 500 Metern mit wuchtigen Ecktürrnen sowie tiefe Gräben schützten die Bürger. Von den Eekttirmen sind nur noch der Pulverturm und der Schloßturm an der Universität erhalten. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Stadtmauer bereits an vielen Stellen zerfallen. Durch stattliche Tore führten aus allen Himmelsrichtungen Straßen zum Mittelpunkt der Stadt. Bis auf das Johannistor sind heute alle Tore verschwunden, Auch der Verlauf der Straßen belegt die planrnäßige Anlage der Stadt: von Osten nach Westen verlaufen drei Straßen, die durch sie rechtwinklig schneidende Gäßchen verbunden waren, parallel: Johannis-, Leutrastraße und Kollegiengasse. Durch die Straßen floß - zum Teil als Stadtkanalisation in Stein gefaßt und überdeckt - die Leutra, mit deren Wasser zweimal wöchenlich die Straßen überschwemmt und gereinigt wurden.

Nach der Heirat Elisabeth von Lobdeburg-Arnshaugks mit Friedrich dem Freidigen, Landgrafen von Thüringen, f'iel die Stadt 1289 an das thüringische Landgrafenhans. Ab 1331 im Besitz der Wettiner, kam Jena nach verschiedenen Erbteilungen 1485 zur ernestinischen Linie. Von maßgeblicher Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt war die

Gründung des 'Collegium lenense' 1548 durch Kurfürst Johann Friedrich 1. ('Hanfried'). 1558 wurde die 'Hohe Schule' durch kaiserliches Privileg zur Universität erhoben. Von 1672 bis 1690 war das nur 14 Quadratmeilen große Sachsen-Jena ein selbständiges Herzogtum. Danach gelangte die Stadt in den Besitz der Eisenacher Linie und 1741 wieder an SachsenWeimar, wo es verblieb, bis das Großherzogturn am 1. Mai 1920 in den FreistaatThüringen aufging. Heu te liegt Jena (etwa 100000 Einwohner) in der DDR und ist Sitz der Verwaltung des Landkreises Jena (Bezirk Gera). Die Friedrich-Schiller-Universität zählt ungefähr 5 000 Studenten. Die optischen Erzeugnisse Jenas (VEB Carl Zei ss) haben Weltruf.

Am 19. März 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, wurde die Innenstadt von Jena durch Bombenangriffe weitgehend zerstört. Unersetzliche Kulturwerte und Gedenkstätten gingen dabei verloren, darunter der Renaissancebau des Burgkellers, oder wurden schwer beschädigt, Nicht alles konnte wiedererrichtet oder restauriert werden. Und so sehen denn heute viele Häuser, Straßen und Plätze anders aus, als es viele noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg kennen. Dieses Bändchen mit ausgewählten alten Ansichten von Jena, bekarmten und weniger bekannten, soll eine Reise in das 'alte Jena' ermöglichen, wie es viele noch kennen und lieben. All denen, die mir mit 'Leihgaben' (oder, um im Bilde zu bleiben: bei der Auswahl der Stationen) behilflich waren, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

DI. Peter Kaupp

Quellennachweis

NI. 1,2,3,4,6,8,9,10,11,14,15,16,18,19,20, 21,22,23,24,25,26,27,28,31,32,33,34,35,36, 38,39,41,42,44,45,46,47,50,51,52,54,58,59, 66,67, 68, 69, 70,71,72,73, 74a, 75,78,80,81, 82,84,89,91,92,93,94,95,96,97,99,102,103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 113, 114, 115, 116: Archiv der Jenaischen Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller (Mainz).

NI. 7, 17, 30, 56, 57, 86, 88: DI. Neuenhoff (Hannover).

NI. 12, 13a: Werksarchiv Carl Zeiss (Oberkochen).

NI. 13b, 65,101,111 aus: 'Jena, die Musenstadt im Saaltale'. Herausgegeben vom Verkehrsverein Jena (Jena o.J.).

NI. 29, 48, 79, 98: Lorenz Kördel(Laubach).

NI. 37, 83: Frau Schneider-König (Witten/Ruhr). NI. 40, 76: DI. Breternitz (Bad Oeynhausen).

NI. 43, 53,112: DI. Stoya (Wiesbaden).

NI. 49: Stadtmuseum Jena.

Nr. 55 aus: Ottogerd Mühlmann: 'Die Universitätsstadt Jena' (2. Aufl., Jena o.J.).

Nr. 60,61,62,63,64 aus: Paul Lehfeldt: 'Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens.' Heft 1: Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach. Amtsgerichtsbezirk Jena(Jena 1888).

NI. 100 aus: Günter Steiger: 'Ich würde doch nach JENA gehn .. .' (Weimar 1978).

NI. 74b: DI. Krietenstein (Ratingen).

NI. 77, 85 aus: 'Der Schnapphans'. Jenaer Heimatbrief, 31. Ausgabe, Dezember 1977.

Nr. 90 aus: 'Jena, Thüringens schöne Universitätsstadt im Saaletal' (o.O. und o.J.).

1. Umgeben von Bergen, Wäldern und Feldern. Jena von Nordwesten aus gesehen, Die Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1886 und läßt noch viele Ackerflächen erkennen, die heute längst bebaut sind. Jena ist noch eine Kleinstadt, die sich aber rasch zur Großstadt entwickelt. 1880 wurde das erste Fabrikgebäude durch die Firma Zeiss errichtet, 1884 das Glaswerk Schott und Gen. gegründet. 1880 zählte die Stadt 10 300 Einwohner, 1900 waren es bereits 20 700. Vor der Jahrhundertwende studierten in Jena im Semester durchschnittlich nur etwa 600 Studenten.

2. Hier ein Bliek vorn Landgrafenberg auf die Kernberge jenseits der Saale. Von dem um die Kernberge herumführenden 'Horizontalweg' (9 Kilometer lang, in etwa 300 Meter Höhe) hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und das Saaietal. Das Foto aus dem Jahr 1897 läßt bereits die ersten Zeugen der Industrialisierung erkennen: schon raucht der erste Schornstein der Zeiss-Werke, Seit 1887 gibt es eine Kanalisation, seit 1893 Fernsprechleitungen, seit 1897 die Bauspargenossenschaft. Aus der kleinen Gelehrtenstadt ist das größte Industriezentrum Thüringens geworden.

B ick auf Jena.

3. Während sich die Grenze der bebauten Stadt immer mehr hinausschiebt, blieb der Stadtkern vorerst noch weitgehend unverändert. Hier ein Bliek über die Dächer der Altstadt auf die Stadtkirche St. Michael (um 1907). Eng nebeneinander, wie im mittelalterlichen Stadtbild, stehen die hochaufgerichteten Bürgerhäuser mit zum Teil kunstvoll gestalteten Fassaden und Giebeln. Der historische Stadtkern Jenas wurde zwischen dem 9. Februar und 19. März 1945 durch Luftangriffe nahezu vollständig zerstört.

4. Eines der romantischsten 'Postkartenmotive' des alten Jena: das 'Paradies', eine bis heute vielbesuchte Parkanlage an der Saale mit einem herrlichen Bliek auf den Jenzig. Die Lindenallee wurde 1780 von Bürgermeister Paulssen angepflanzt. Früher stießen die Gärten bis an diese Anlagen, darunter der Garten Karl Ludwig von Knebels, in dessen Haus Goethe regelmäßig verkehrte. Im Hintergrund ist die 1882 errichtete Schützenbrücke zu erkennen.

5. Sei mir gegrüßt, mein Berg mit dem rotlich strahlenden Gipfel! Sei mir, Sonne, gegrüßt, die ihn so lieblicb bescheint. Schiller begrüßte damit 1795 in seinem Gedicht 'Der Spaziergang' den Jenzig (364 Meter) im Hintergrund des 'Paradieses' an der Saale. Vom Jenzig aus hat man eine der schönsten Ansichten Jenas und des Saaletals. Der Berg - früher auch 'Hundskuppe' genannt - wurde schon 1158 zum Reichsgut erhoben. Die Weiriberge an den Südhängen wurden 1214 dem Kloster Bosau bei Zeitz, andere den Klöstern Kapellendorf und Thalbürgel übereignet.

6. Die Camsdorfer Brücke stammt aus dem 15. Jahrhundert; vorher stand hier nur eine hölzerne Brücke mit einem 1416 erbauten Häuschen. Nach der Überlieferung soll die neue Brücke von den Steinen der zerstörten Burgen des Hausbergs erbaut worden sein und nur einen Dreier mehr gekostet haben als der Turm der Stadtkirche. Diese Brücke hatte neun Bogen von je etwa 20 bis 24 Schritt Lange. 1637 zerstörten die Schweden den Camsdorfer Bogen, 1640 ließ General Banér auch den hölzernen Ersatzbogen verbrennen. 1655 wurde ein neuer steinerner Bogen eingesetzt. Wir sehen hier eine der letzten Aufnahmen vor dem Abriß der Brücke im Jahr 1912.

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i"S·~_;~';;.'::C amsdorfer-Brücke und Gelei ts haus in Jenä~·..!l="·'1'·5~".; en

Brücke, erbau/. um das Jahr 1fKo. (]elûtshaus, a6JJe6rannt u.nneder

Abgebrochen d.1.) Juli 1912. neu aufjebau-t JNß. AqyeorQchm d.t.Au!f 1.91.2.

7. Im historischen Gasthof 'Zur Tanne' am Ostufer der Camsdorfer Brücke wurde am 12. Juni 1815 mit Verlesung und Billigung der Verfassungsurkunde die Burschenschaft gegründet, Die 'Tanne' wurde auch später als Kommershaus ('Burschenhaus') beibehalten. Im Erkerstübchen des Gasthofes, Goethes 'Zinne über dem rauschenden Brückenbogen', verbrachte der Dichter sonnige Tage der Jahre 1817 und 1818. Daß der 'Erlkönig' hier entstanden sei, ist eine Legende. Das Geleitshaus, in dem früher das Brückengeld entrichtet wurde, mußte 1912 einem Neubau der Brücke weichen. Heute ist in der 'Tanne' eine Jugendherberge untergebracht.

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Jena mit Camsdorfer .Brücke.

8. Um den wachsenden Anforderungen des Verkehrs - insbesondere im Zuge der beginnenden Eingemeindungen der Vororte nach 1900 - zu entsprechen, wurde 1912/13 anstelle der alten Camsdorfer Brücke aus dem 15. Jahrhundert eine neue errichtet. Die Pläne dazu starrunten von Theodor Fischer, dem Erbauer der Jenaer Universität. Irn Hintergrund sind die noch weitgohend unbebauten Hänge des Hausbergs zu erkennen. Kurz vor Kriegsende gesprengt, wurde die Brücke bereits 1946 wieder aufgebaut und dem Verkehr übergeben. Die Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1919.

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