Jessen in alten Ansichten Band 1

Jessen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Paul Träger
Gemeente
:   Jessen
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5548-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Jessen in alten Ansichten Band 1'

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9. Innenhof des Schlosses (um 1930). Ein besonderes Schmuckstück war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges der Innenhof des Schlosses. Die Besitzerin, Fräulein Toni Raschig (ab 1904), ließ die Anlagen in vorbildlicher Weise pflegen.

10. Wohnzimmervon Toni Raschig (um 1925). Die Gesamtwohnfläche des Schlosses betrug etwa 1 020 qm. Anfang 1945 befanden sich dort 21 Familien mit 75 Personen. Die Besitzerin, gelernte Gärtnerin und außerdem bürgerliche Frauenrechtlerin, begründete auf den zum Schloß gehörenden umfangreichen Flächen einen Betrieb für Obstbau und Obstverarbeitung und widmete sich viele Jahre lang der Ausbildung von Gärtnerinnen. Mit ihren Angestellten bewohnte Toni Raschig, die sich auch viele Jahre lang als Stadtverordnete große Verdienste erwarb, im Parterre des Nordflügeis sieben Zimmer. Das Foto zeigt die Besitzerin mit ihrer Lebensgefährtin in ihrem mit Hellerau-Möbeln ausgestatteten Wohnzimmer.

11. Bliek von Schloßturm auf die Stadt (urn 1905). Diese Karte weist die Schule am Kirchplatz (erbaut 1901/02) als 'neue Schule' aus. Im Hintergrund rechts ist der Schornstein der Dampfmühle zu erkennen (heute Kindergarten Süd). Das unten links eingearbeitete Foto dürfte ebenfalls vom Schloß aus aufgenommen worden sein. Im Vordergrund rechts ist darin die Dampfmolkerei zu erkennen; der große Schornstein gehörte zur Fuhrmannschen Fabrik.

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12. Bliek ûber den Marktplatz nach Sûden (um J 920). Die Gebäude am Markt sind durchweg zwcigeschossige Traufhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts, lediglich das 1854 erbaute Rathaus am südlichen Marktausgang ist dreigeschossig, Das repräsentative Wohn- und Geschäftsgebäude zwischen der Langen Straße und der Ziegengasse (jetzt Weberstraße) war im Jahre 1919 umgestaltet worden.

13. Bliek ûber den Markt nach Norden (um 1910). Der Jessener Marktplatz (dieses Foto beweist es) ist von ansehnlicher Größe. Schon damals verdeckten während der Vegetationsperiode die Kastanienbäume das eigentliche Kirchengebäude. Etwa 25 Meter vor dem Zaun, der damals die Kirche umgab, wurde im Jahre 1890 ein Denkmal errichtet, das den im Kriege 1870/71 gefallenen Vätern und Söhnen der Stadt gewidmet wurde. Die beiden Häuser neben der Gaststätte 'Stadt Berlin' (Markt Nr. 17 und 18) wurden Mitte der dreißiger Jahre abgerissen. An ihrer Stelle wurde das Gebäude der Kreissparkasse errichtet.

14. Nikolaikirche (um 1910). Die Kirche bildet den nördlichen Abschluß des Marktplatzes. Sie fand 1283 erstmalig Erwähnung. Beim großen Schwedenbrand am 29. August 1646 brannte sie bis auf die Grundmauern nieder und wurde danach zügig wiederaufgebaut. Nach 1754 erfolgte eine gründliche Renovierung und Erweiterung. Schwierigkeiten bereiteten lange Zeit der Bau und die Erhaltung des Kirchturmes, der an der Westfront nachträglich angebaut wurde und Elemente der Frührenaissance aufweist. Die Grundsteinlegung zu dem heute noch stehenden Turm erfolgte am 17. Mai 1823.

15.1nneres der Nikolaikirche (um 1910). Die Kirche besaß einen durchgehenden Hauptraum, der sich gegen die Querarme in weiten. aus der Wand geschnittenen Rundbögen öffnete. Der Holzaltar trug die Jahreszahl1662. In seinem Hauptbild war das Abendmahl dargestellt. Die Kanzel, ebenfalls aus Holz, war aufvier Seiten mit Evangelistendarstellungen versehen (Öl aufHolz). Die Ernporen stammten aus dem 17. Jahrhundert, die Taufe (Holz mit vierteiligem Volutenfuß) ebenfalls.

16. Pfarrhaus (um 1920). Im Pfarrhaus am Kirchplatz wurde am25. Februar 1856 der berühmteste Sohn der StadtJessen geboren, Karl Lamprecht, der ab 1891 als bedeutender deutscher Historiker an der Universität Leipzig wirkte. Am 15. Februar 1916, dem 60. Geburtstag des Historikers, wurde am Pfarrhaus eine Gedenktafel enthüllt, die folgende Inschrift enthält: Hier ist geboren IDr. Karl Lamprecht, IProf. der Geschichte in Leipzig, lam 25. Februar 1856. Zum 100. Geburtstag erfolgte die Namensgebung für die 'KarlLamprecht-Straße'. Mit seinem Buch 'Kindheitserinnerungen' (1. Auflage im Verlag Perthes, Gotha, 1918) setzte Lamprecht seiner Vaterstadt ein unvergängliches literarisches Denkmal.

17. Denkmalweihe (1890). Das Denkmal auf dem Marktplatz wurde den Gefallenen der Stadt Jessen in den Kriegen 1866 (1) und 1870/71 (6) gewidmet. Die Initiative dazu war vom Landwehrverein ausgegangen, dessen Mitglieder am 1. September 1889 die Grundsteinlegung vornahmen. Die Denkmalweihe fand am 17. August 1891) statt.

18. Das 50jährige Stiftungsfest des Landwehrvereins (1921). Der Verein war am 18. Juni 1871 gegründet worden. In seinem Statut stand an erster Stelle 'die Pflege der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich' und die 'Aufrechterhaltung kameradschaftlicher Treue und vaterländischer Gesinnung'. Ferner wollte man sich der 'Würdigung der Gedenktage der glorreich beende ten Kriege' widmen und sicherte den verstorbenen Mitgliedern ein 'militärisches Begräbnis'. Zu besonderen Gedenktagen wurden der 27. Januar (Kaisers Geburtstag), der 18. Juni (Friedensfest, Stiftungsfest) und der 2. September (Jahrestag der Schlacht von Sedan) erklärt.

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