Kahla in alten Ansichten

Kahla in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Willy Schilling und Heinz Berger
Gemeente
:   Kahla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5457-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kahla in alten Ansichten'

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9. Honoratioren, Anläßlich einer Notgeldausstellung auf der Leuchtenburg, die vom Verkehrsamt Kahla organisiert worden war, entstand diese Aufnahme. Sie zeigt unter anderen Bürgermeister Dr. jur. Paul Mehlhorn sowie den ebenfalls langjährig wirkenden Stadtbaumeister Albert Meyer. In der Mitte ist Rudolf Presuhn, damals ehrenamtlicher Leiter des Verkehrsamtes Kahla, zu sehen. Auch der langjährige Stadtrat Albert Hofmann gehört zu den abgebildeten Personen. Hofmann kam 1897 nach Kahla, wo er sich verheiratete. Ab 1903 wirkte er ununterbrochen bis zu seiner Pensionierung als Kassierer beziehungsweise Geschäftsführer der AüK. Ertsmals irn Jahre 1908 wurde er ins Stadtparlament gewählt, dem er bis 1932 angehörte. Er war der Initiator der Weihnachtsspende für Schulkinder 1922-1932.

10. Der Entenplan. Die romantische Ansicht zeigt den Entenplan in seiner ursprünglichen Gestalt. die er über viele Jahrzehnte bis um 1850 besaß, Gut sichtbar ist der Teil der 'Burg', das älteste Viertel Kahlas, mit den auf der Stadtmauer errichteten Häusern. Diese Häuser entstanden in ihrer Bauanordnung nach dem Weggang des letzten Burgvogts und dem großen Brand 1410. Zunächts wurde aber die Stadtrnauer vcrstärkt, so daß sich der Aufbau der Häuser nicht gleich zu dieser Zeit vollzogen haben kann. Der Entenplan war lange Jahre nur lose bebaut und besaß keine festen Wege. Abbildungen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigen noch Teiche über die ein Steg von der Burgpforte aus führte.

11. Bliek zur Stadtkirche. Das Bild zeigt die Stadtkirche vom ehernaligen Entenplan. der heutigen Heimbürgestraße, aus. Inzwischen sind die Scheunen verschwunden. An die Stadtmauer. die nicht mehr überall deutlich sichtbar ist, wurden Häuser angebaut. Verschwunden sind auch die Teiche und Scheunen. Hier entstanden ebenfalls Häuser, hinter denen sich Gemüsegärten befanden. Links neben der Stadtkirche ist ein Teil der 1864 eingeweihten (alten) Schule von Kahla zu sehen. Bei der Erneuerung der dort befindlichen Stadtmauer fanden Bruchsteine vom Jenaischen Tor Verwendung.

12. Kirchplatz und Stadtkirche Sankt Margarethen. Die Stadtkirche steht im ältesten Stadtteil Kahlas, dem Burgviertel. Erste Nachrichten über eine Kapelle stammen bereits aus der vorstädtischen Zeit. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert in ihren Grundlagen erbaut und von 1791 bis 1793 in ihrer heutigen Gestalt aufgerichtet. Der Turm steht in keiner baulichen Verbindung mit dem Langhaus und diente offensichtlich vor seiner Einbeziehung in den Kirchenbau anderen Zwecken. Weitere Umbauten erfolgten wiederholt bis 1920. Rechts neben der Kirche ist ein Teil der 1864 gebauten Schule zu sehen. Davor steht das vom Kriegerverein gestiftete Sedandenkmal, eingeweiht am 2. September 1877. Die Beseitigung des Denkmals erfolgte im Jahre 1948.

13. Beim Orge/bau. Die historische Aufnahme zeigt zwei Orgelbauer in der Stadtkirche um 1900. Musik, insbesondere Kirchenrnusik, wurde in Kahla schon seit der Lutherzeit gepflegt. Immerhin gehört der Lieder- und Tondichter Joharm Walter (1496-1560), ein Lutherfreund und Namenspatron der Kahlaer Kantorei, zu den großen Söhnen der Stadt. Walter wirkte unter anderem in Wittenberg zur Verbesserung des Kirchgesanges, später als Hofkantor in Torgau. In Wittenberg schuf er ein Chorgesangbuch, das auch das Waltersche genannt wurde. Sein Leben gehörte ganz der Pflege der musica sacra. Die Kahlaer Kantorei fühlt sich dieser Tradition seit langem verpflichtet und pflegt sie in besonderer Weise.

Kahla

Bliek » ~ Brücke

14. Der Brûckenplatz mit Nicolauskirche. Die Nicolauskirche, auch Gortesaoker- oder Hospitalkirche genannt, besitzt eine sehr wechselvolle Geschichte. Ihr heutiges Aussehen bekam sie im Jahre 1486. Nach der Reformation diente sie zeitweilig als Lagerraum, ab 1588 mit Unterbrechungen als Gottesackerkirche , da sich der alte städtische Friedhof unmittelbar hinter ihr entlang dem Saaleufer erstreckte. Während der Napoleonischen Zeit wurde die Kirche zum Waffen- und Zeuglager umfunktioniert, bevor sie nach gründlicher Renovierung 1844 erneut als Gotteshaus geweiht und bis heute von der katholischen Pfarrgemeinde genutzt wird.

15. Bliek auf den alten Friedhof Der alte Friedhof befand sich unmittelbar hinter der Nicolauskirche. Seine Anfänge weisen bis auf das Jahr 1550 zurück. Er war eine schöne, friedliche Stätte. Viele eindrucksvolle Grabmale schrnückten den Friedhof, der mit der Weihe des neuen Friedhofes in der Bachstraße im Jahre 1900 geschlossen wurde. Heute erinnert an dieser Stelle nichts mehr an die frühere Funktion. Zu den beiden Gräbern im Vordergrund noch ein Wort: Hier handelte es sich um zwei Menschen, die 1903 freiwillig aus dem Leben schieden, weil sie nicht zusammenkommen durften. Das tragische Geschehen bewegte damals die ganze Stadt. Ihr letzter Wunsch, wenigstens im Tode vereint zu sein, wurde von den Familien respektiert.

KAH LA MIT DER LEUCHTENBURG .

16. Kahla mil der Leuchtenburg, Die Gesamtansicht zeigt Kahla um 1880. Im Hintergrund ist die Leuchtenburg auf dem Lichtenberg zu sehen. Links erhebt sich der Dohlenstein, dessen häufige Bergabstürze den kahlen Fels hervortreten lassen. Anläßlich eines solchen Ereignisses besuchte 1805 Joharm Wolfgang von Goethe den Bergabsturz, um nach Versteinerungen zu suchen. Rechts von der Leuchtenburg erhebt sich der Pfaffenberg. Die Stadt Kahla selbst liegt unmittelbar im weitflächigen Saaietal am linken Saaleufer. Die Gemeinde Löbschütz am rechten. Gut erkermbar sind die industriellen Anfänge Kahlas, die außerhalb des alten Stadtkerns lagen. Zu sehen ist die Obere Fabrik am Zollhügel, die zunächtst Eckardtscher. dann Kochscher Besitz war.

17. Visitenkarte der Porzellanfabrik Kahla. Die Porzellanfabrik wurde von CJ. Eckardt im Jahre 1843/44 errichtet. Nachdem Eckardt seine Fabrik versteigern mußte. um aufgelaufene Schulden abzutragen, erwarb der Gutsbesitzer Friedrich August Koch (1818-1894) diese im Jahre 1856. Im Jahre 1872 verkaufte Friedrich August Koch das Unternehmen an seinen Sohn Hermann Koch (1842-1905). Der inzwischen konsolidierte Betrieb erlebte unter dessen Führung seine erste große Blüte. Um den wirtschaftlichen Aufschwung weiter extensiv zu gestalten, erfolgte am 5. Januar 1888 die Überführung des Unternehmens in eine Akticngcscllschaft, deren maßgeblicher Mitgestalter die Thüringer Bank Strupp aus Meiningen war. Die Marktanteile der Kahlaer Porzellan AG nahmen in den folgenden Jahren deutlich zu.

18. Porzellanfabrik C.A. Lehmann & Sohn. Die Familie Lehmann bildete über vier Generationen eine bedeutende Dynastie in Kahla. Im Jahre 1815 kam der Stammvater von Schulpforta nach Kahla und erwarb die Papiermühle (Linzmühle) im Leubengrund. Mit der Porzellanfertigung kam die Familie um 1870 in Berührung, als sie für die Kochsche Fabrik in der Saalrnühle, die sie 1864 erworben hatte, Porzellanmasse produzierte. In den Jahren 1894/95 errichtete sie eine eigene, vollständig neue Porzellanfabrik an der Jenaischen Landstraße, die im Jahre 1932 infolge der großen Wirtschaftskrise jedoch zur Zwangversteigerung kam. Teile der Fabrik sowie Immobilien übernahmen die Kahla AG und die offene Handelsgesellschaft Müller & Guhlmann.

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