Kahla in alten Ansichten

Kahla in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Willy Schilling und Heinz Berger
Gemeente
:   Kahla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5457-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kahla in alten Ansichten'

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!9. Im Kontor. Die Aufnahme zeigt Kar! August Lehmann (!855-1917), den eigentlichen Gründer der Porzellanfabrik Lehmann & Sohn im Arbeitszimmer. Zur Porzellanfertigung kam Kar! Lehmann mehr zufällig. Ursprünglich stellte der väterliche Betrieb in der Saalernühle, die Lehmanns zur Hälfte gehörte, Porzellanmasse für die Kochsche Fabrik und die Porzellanfabrik Röschlau, Müller, Büchel und Genossen her. Die letztere Firma war aber so bei Lehmann verschuldet. daß dieser 1883/84 die Fabrikan!agen mit fünf Brennöfen in der Bahnhofstraße übernahm. Damit war der Anfang getan. Zehn Jahre später folgte dann der Fabrikneubau. Die alten Fabrikgebäude hatte zuvor im Jahre 1890 die Porzellan AG von Lehmann gekauft.

20. Bei der Porzellanfertigung. In der Fabrik wird die schon gemischte Porzellanmasse nochmals in einer letzten Bearbeitungsstufe behandelt, bevor sie vom Porzellandreher in die endgültige Form gebracht wird. Die Porzellanmasse muß sehr gleichmäßig durchmischt sein, damit das Endprodukt in guter Qualität entstehen kann. Weitere Bearbeitungstufen sind die Bemalung oder Gestaltung sowie die Glasur, dann folgt der Brand. Je nach Anspruch kann auch mehrfach glasiert und gebrannt werden. Das Geheimnis des 'Akanums' konnte weder nach Böttgers Entdeckung 1708 noch nach der Thüringer Nacherfindung 1760-1762 bewahrt werden, wohl aber die verschiedenen 'Familienrezepturen'. Das Zeitalter des Massenbedarfs setzte jedoch neue Maßstäbe, die in Kahla verstanden wurden.

21. Kahlaer Klassiker. Es blieben nur wenige Zeugnisse und Muster der Produktpalette der Kahlaer Porzellanfabrik AG aus der Zeit um die lahrhundertwende erhalten. Zwei Kriege , verschiedene Umzüge in neue Produktionsstätten und viele weitere Umstände bewirkten das. Das Bild zeigt uns Gebrauchsporzellan um die lahrhundertwende. In Kahla wurden robuste Geschirre hergestellt, die in einfache Haushalte sowie Hotels und Gaststätten gelangten. Darin lag eines der Erfolgsrezepte , denn die Massenproduktion ermöglichte eine günstige Marktpreisgestaltung. Größerer Absatz wiederum steigerte den Gewinn und sicherte die Produktion.

22. Das Bahnhofsgebàude. Im Jahre 1874 wurde die Eisenbahnverbindung Großheringen-Saalfeld eröffnet. Darnit verfügte auch Kahla über einen Anschluß an das deutsche Eisenbahnnetz und war mit dem Hauptknotenpunkt Leipzig direkt verbunden. 1890 unterbreitete die Betreibergesellschaft Preußen ein Angebot zur Übernahme der Strecke; 1895 übernimmt die Preußische Staatsbahn die Saalebahn. Am 21. Dezember 1907 wird der Betrieb der Saalebahn zweiglcisig betrieben, Das Bild zeigt das Kahlaer Bahnhofgebäude um 1910. Es handelt sich dabei um einen Typenbau, der auch in Porstendorf, Dorndorf und Camburg errichtet wurde. Vor dem Gebäude haben sich alle Beschäftigten des Bahnhofes versammelt.

23. Spediteur Schroth. Das Bild zeigt den bahnarntlichen Spediteur Robert Schroth aus Kahla rnit seinem Wagen am Oberen Tor. Schroth führte dieses Amt bis Dezember 1900 aus. Sein Nachfolger wurde Ernst Zwanziger. Die Aufgaben des Spediteurs urnfaßten den Transport von Gütern vom Bahnhof zum Empfänger oder umgekehrt. In Kahla erfolgte das Ausfahren solcher Güter noch lange mittels Pferdewagen. Eingeschlossen waren dabei natürlich auch Koffer und Taschen der Reisenden. Was von der Bahnspedition an Fracht transportiert werden durfte. war genau festgelegt.

24. Briefträger Schaub. Für Kahla und Löbschütz gab es vor 1900 drei Briefträger. Das Postgebäude befand sich zu dieser Zeit in der Bahnhofstraße , gegenüber dem jetzigen Postamt , das kurz vor der lahrhundertwende bezogen wurde. Die alte Posthalterei innerhalb der Stadtmauern war mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnverbindung 1875 aufgehoben worden. Sie befand sich in der Roßgasse zusammen mit dem Marstall, wo die Pferde einstanden. Der letzte Kahlaer Postmeister. Heinrich Frornhold, ging 1891 nach 32 Dienstjahren in den verdienten Ruhestand. Er hat ein wirkliches Stück lokaler Postgeschichte mitgeschrieben und den Übergang des Postregals von Thurn und Taxis bis zur Reichspost erlebt.

25. Postkutsche in Lobschûtz, Die Aufnahme zeigt den letzten Kahlaer Postkutscher Kar! Hermann Buhrnann in Löbschütz. Das Postregal in Kahla besaßen ursprünglich die Herren von Thurn und Taxis. Mit der Übernahme durch die Königlich-Sächsische Postadministration 1847 änderte sich das. Zwischen Kahla , Roda und Eisenberg wurde sonntags, mittwochs und freitags eine Fahrpost eingerichtet. Die Ordonnanz wurde aufgehoben. Im Jahre 1867 geht die Post auf Preußen, wenige Jahre später auf das Reich über. Die Postkutschen kamen zunehmend mit dem Eisenbahnverkehr zum WegfalL Beibehalten wurde vorerst die Linie Kahla-Hurnrnelshain-Neustadt. Mit der Einstellung dieser Linie 1905 wurde K.H. Buhmann Gastwirt im Rosengarten.

26. In der Werkstatt. Das Foto entstand in der Sattlerwerkstatt von Meister Rausch in der Margarethenstraße. Es zeigt uns, wie noch in den ersten Jahrzehnten nach der Jahrhundertwende in den kleinstädtischen Handwerksbetrieben gearbeitet wurde. In Kahla waren viele Handwerke beheimatet: die Schuhmacher, Sattler, Seiler , Töpfer, Gerber, Färber, Bäcker, Tischler, Glaser und so weiter. Sie bestirnrnten vor der Industrialisierung der Stadt vor allern das wirtschaftliche Leben zusammen mit den Gewerbetreibenden. Deshalb kamen auch viele Ratsherren und Bürgermeister aus dern Handwerkerstand. bevor die Ämter besoldet und von Beamten übernommen wurden.

27. Forstarbeiter. Die alte Plattenkamera verewigte eine Gruppe von Waldarbeiterinnen und -arbeitern. Die Waldarbeit, sowohl das Holzschlagen als auch das Sammeln von Waldfrüchten, Zapfen und Zweigen, hat eine lange Tradion in unserem Raum. Die Waldarbeit selbst ist schwer. Als Wirtschaftsfaktor bietet der Wald jedoch vielfältige Möglichkeiten, so zur Holz- und Harzgewinnung. zur Gewinnung von Fichten- und Kiefernadelextrakten und vieles mehr. Noch in den dreißiger Jahren wurden in Kahla Zweige und Äste von Nadelbäumen gesammelt und zur Weiterverarbeitung nach Rudolstadt geschafft, war aus ihnen Naturextrakte für Medizin und Bäder gewonnen wurden.

28. Feuerwehrumzug, Seit 1862 besteht in Kahla eine organisierte Stadtfeuerwehr, die in Sachsen-Altenburg anerkannt war. Mehrfach richtete diese in Kahla Feuerwehrtreffen der Sächsich-Altenburgischcn Feuerwehren, aber auch anderer Gebietsfeuerwehren , aus. Bei einem solchen Anlaß enstand die Aufnahme. Festlich war die Stadt gcschrnückt, tast so wie bei Kaiserbesuchen. Solche Treffen waren stets ein Ereignis für die Stadt und wurden wie Volksfeste begangen. Neben verschiedenen Feuerwehrübungen gab es darüber hinaus immer auch Feuerwehrbälle und andere Belustigungen.

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