Kahla in alten Ansichten

Kahla in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Willy Schilling und Heinz Berger
Gemeente
:   Kahla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5457-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kahla in alten Ansichten'

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49. Brauerei Degen. Die Brauerei 'Fürstenkeller' wurde von Kar! Christian Friedrich Degen (18531945) im Jahre 1890 erbaut. Er errichtete diese auf dern Grundstück der Blank- oder Geisenmühle. Zugleich wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Die Familie Degen konnte einen größeren Brauereibetrieb aufnehmen, da sie bereits seit einigen Jahrzehnten Braulose verschiedener Kahlaer Häuser käuflich erworben hatte. Friedrich Degen gab die Leitung des gut florierenden Unternehmens 1911 an seine beiden Söhne Carl und Paul ab. Carl fiel1918 im Ersten Weltkrieg und Paul verstarb 1925. Die Witwe von Paul Degen verkaufte Mühle und Brauerei an die Klosterbrauerei Stadtroda, die 1935 den Betrieb einstellte.

50. Beim Bier. Wir wissen heute nicht mehr. wann und wo diese Aufnahme entstand. Doch sie vermittelt einen Eindruck von der Geselligkeit, die in Kahla über die Jahrhunderte gepflegt wurde. Dazu gehörte natürlich auch ein Gläschen Bier. Besonders gern Ieierten die Kalenser in Gattenlokalen. allein schon wegen der frischen Luft, die man während der Arbeit in den Kontoren. Büros und Werkstätten kaum hatte. Im Jahre 1901 besaß Kahla 17 Schaakstellen. Der Bierverbrauch betrug pro Kopffast 300 Liter bei 5331 Einwohnern.

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51. Thûringer Hof in Lobschûtz, Die Gemeinde Löbschütz erscheint in der Kahlaer Chronik erstmals im Jahre 1365. Während Kahla auf der linken Uferseite der Saale entstand, entwickelte sich Löbschütz am gegenüberliegenden Saaleufer. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts stand die Frage der Eingerncindung. Doch brachten zunächst die Kahlaer Stadtväter wenig Verständnis dafür auf. So wurde 1912 ein entsprechendes Gesuch der Löbschützer abgelehnt, doch 1922 erfolgte letztlich doch der Zusamrnenschluß mit Kahla. Der auf dem Bild sichtbare Thüringer Hof entstand 1901. Bauherr war Franz Hartmann.

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52. Bliek auf Kahla-Löbschütz. Bei der Eingemeindung vergrößerte sich die Einwohnerzahl Kahlas von rund 6 400 auf 7 100; die Zahl der Haushaltungen stieg um 175 auf insgesamt 1 825. Die Gemeindeflur der Stadt vergrößerte sich um 201,5 ha auf 806,5 ha. Löbschütz behielt trotz Eingemeindung seinen dörflichen Charakter, da es durch die Saale getrennt nicht direkt mit Kahla verwachsen konnte. Bei einem Gang duch den Ortsteil wird dies überall spürbar. Zudem bewahrten sich die hier wohnenden Menschen eine eigene (Löbschützer) Identität.

53, Der Anger. Das Bild zeigt den Löbschützer Anger auf der rechten Uferseite der Saale. Hinter den Bäumen ist das Gebäude eines ehemaligen Sägewerkes zu erkennen, Davor liegen angef1ößte Holzstämme. Im Grunde lag es nahe, daß im Uferbereich der Saale, durch Wasserkraft , Flößerei und Brükkenamt angezogen, auch in der Kahlaer Flur Sägemühlen und -werke entstanden. allein schon wegen der Weiterverarbeitung beschlagnahmter Flöße und des Baumaterialbedarfes der Stadt. Kleine Sägewerke (Schneidrnühlen) sind dann auch verbürgt. Doch das heute noch bestehende Sagewerk hinter dem Bahnhof ist eine Gründung späterer Industrieansiedlung.

54. Brauerei Schönmann. Nicolaus Schönmann übernahm die Brauerei am 9. Mai 1901 von Deinhardt Weimar, der diese von der Familie Hoffmann übernommen hatte. Über 25 Jahre wurde durch N. Schönmann in Löbschütz Bier gebraut und erfolgreich vertrieben. Die Löbschützer Brauerei fiel nicht unter die Braugerechtigkeit der Kommune Kahla, die argwöhnisch ihr Braumonopol in der Ratsbrauerei zu schützen wußte. Schließlich bildete die Brau- und Schankgerechtigkeit eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt - und der Bierdurst der Kahlenser galt als sehr, sehr groß. Der Chronist schreibt dazu: ' ... in Kahla hat man große Kulturaufgaben sowie Kriegs- und andere Nöte immer mit dem Bierkrug bezwungen.' Ob's in Löbschütz anders war?

55. Zur Taufe. Auf dern Weg zur Taufe in der Flur zwischen Großeutersdorf und Kahla entstand dieses Bild. Es zeigt uns ein junges Paar im Kreise der Familie. Die Kleidung erinnert in ihrem Aussehen an alte Trachten, wie sie über Jahrhunderte von der Landbevölkerung getragen wurden. Typisch waren die Hauben und Schleifen als Kopfputz für die Frauen, die Männer trugen Hüte oder Zylinder. Die Altenburger Tracht zählt im Thüringer Raum zu den folkloristisch schönsten. Sie hat sich bis heute erhalten. In und um Kahla blieben nur Elernente der Trachtenmode erhaltcn und wurden überliefert.

56. Kinderfest in Löbschütz. Wie schon an anderer Stelle gesagt, bildeten Kinderfeste in Kahla und den umliegenden Dörfern eine feste Tradition. Das Foto aus dem Jahre 1916 zeigt Löbschützer Kinder vor dem Thüringer Hof anläßlich eines solchen Kinderfestes, Die Kleidung, vor allem der Feder- und Kopfschmuck, aber auch die Schärpen und Beigaben entsprachen dem typischen Schmuck und dem heiteren Charakter dieser Feste. Vor allem das Kindervogclschicßen. aber auch Feuerwehrveranstaltungen und Vereinstreffen boten den Kindern vielfältige Möglichkeiten der Unterhaltung. Auch an städtischen Feiertagen fanden Kinderumzüge statt. Sie endeten zumeist auf dem Gries, wo die Kinder in den zwei Schützenhäusern bewirtet wurden.

57. Schuierinnen. Der Fotograf hinterließ uns eine gelungene Aufnahme für das Familienalbum. Eine Gruppe junger Mädchen - es dürfte sich um SchüIerinnen einer höheren Lehranstalt handeln - steilte sich mit ihren Schuitasehen und in der damals üblichen Kleidung zum Gruppenbild. Von einern der Mädchen, sie steht vorn in der Mitte , wissen wir den Namen. Es ist eine Tochter des damaligen Kirchrates Burger. Welches Schicksal mag diesem jungen Mädchen in den Jahren ihres Lebens widerfahren sein? Darüber wissen wir nichts. Aber - das Bild vermittelt etwas von der 'Guten alten Zeit' - alles wirkt ruhig und friedfertig.

58. Die Leuchtenburg. Etwa um 1830 entstand dieser romantische Stich der Leuchtenburg. Sie wird zurecht als Königin des Saaletals bezeichnet: einmal wegen ihrer krafvollen Schönheit, die das geschlossene Bauensemble bietet, zum anderen aufgrund ihrer herrlichen Lage. Weithin sichtbar dominiert sie nach allen Seiten das weitausladende Saaietal als klassische Höhenburg. In einer Urkunde aus dem Jahre 1221 wird die Burg erstmals erwähnt. Nachdem sie in den Besitz der Wettiner gelangte, richteten diese 1401 die Burg als Arntssitz ein. Nachdern das Amt 1700-1702 nach Kahla verlegt worden war, diente die Burg bis 1871 als Gefängnis bzw. als Armen- und Waisenhaus. Danach wurde sie zu einem vielbesuchten Ausflugsziel mit Museum, Hotel und Herberge umgestaltet.

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