Kahla in alten Ansichten

Kahla in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Willy Schilling und Heinz Berger
Gemeente
:   Kahla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5457-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kahla in alten Ansichten'

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59. Getreideernte. Rund um die Leuchtenburg befinden sich große Feld- und Wiesenflächen, die zu den Fluren von Kahla und den umliegenden Dörfer gehören. Die meisten Flächen wurdcn landwirtschaftlich genutzt, teils als Getreidefelder, teils als Futterflächen für die Viehwirtschaft. An besonders steilen Hängen standen Obstbäume. Im Vordergrund zeigt die Aufnahme Bauern bei der Einbringung ihrer Ernte. Typisch waren die Ochsengespanne bei den hiesigen Bauern, die sich oft keine Pferde halten konnten.

60. Das Saalewehr. Die erhaltenen Urkunden sprechen erstmals im 15. Jahrhundert von einem Wehr. Damals eine einfache Holzkonstruktion, die dazu diente, die Fließgeschwindigkeit der Saale besonders im Bereich der Wasserkräfte zu erhöhen und abzuzweigen. So geschah es mit der Mühllache , an der die Saalmühle, die größte Kahlaer Mühle , lag. Die Mühllache selbst war ursprünglich ein versandetes Flußbett der Saale. Der Umbau zu einer modernen Wehranlage erfolgte im Jahre 1921. Bereits 1908 war eine halbseitige Umgestaltung vorgenommen worden. Die eingebaute Floßgasse passierte am 28. Oktober 1921 erstmals ein Floß, jedoch nur noch für kurze Zeit.

61. Flößer auf der Saale. Die Saaleflößerei bis Cam burg ist seit 1258 urkundlich. Bereits 1369 gestatteten die Landgrafen von Thüringen der Stadt Kahia die Pfändung von Flößen, sofern diese die Brücke beschädigten. Zunächst flossen die Einnahmen der Krone bzw. den Landgrafen zu. Zumindest ab dem 16. Jahrhundert gelangten diese Einnahmen direkt ins Kahlaer Stadtsäckel. Die Abgaben wurden durch das Brücken- und Floßamt erhoben. Im Jahre 1566 passierten laut Brückenrechnung 126 Flöße Kahla; 1851 waren es immerhin 125790 Stämme, 390311 Bretter und rund 57000 Latten und Stangen. Das Floßamt im Kahla wurde 1868 aufgehoben. Der Floßzoll entfiel 1873 generell. Mit der Inbetriebnahme der Bleilochtalsperre 1932 endere dann auch die SaaJeflößerei.

62. Badenixen. Die alte Plattenkamera belauschte eine Mädchenklasse bei einern Badeausflug. Badehäuschen und Badestego gab es in Kahla schon vor der Einrichtung des Saaleflußbades. Doch für Mädchen war der Badeplatz oberhalb des Saalewehrs erst nach 1908 offiziell zugelassen, und zwar rnittwochs und sonnabends. Genau vorgeschrieben war damals auch die Badebekleidung. Es ging recht zuchtig zu, aber so war die Mode.

63. Das Saaleflußbad. Die Saale diente noch bis ins 18. Jahrhundert hinein als Trinkwasserspender. Dann allerdings verschlechterte sich die Wasserqualität zunehrnend, so daß eine Nutzung für diesen Zweck nicht mehr in Frage kam. Im Jahre 1840 wurden zwei Badeplätze am Saalewehr eingerichtet, die 1868 vom Turnverein zur städtischen Schwimmanstalt für Knaben ausgebaut wurden. Im Jahre 1875 erfolgte eine bauliche Verbesserung der Anlagen und ab 1908 wird vom städtischen Flußbad am Saalewehr gesprochen. Diese Badeeinrichtung erfuhr 1921 eine weitere Verbesserung und blieb bis in die vierziger Jahre in Betrieb.

64. Die Saalebrûcke. Die alte Brückc, die die Saale unmittelbar bei der Stadt Kahla überspannt, ist seit 1365 urkundlich. Damals bestand sie irn wesentlichen noch aus Holz. Die Brücke wurde vom Brückenmeister betreut. der das Brückengeld einnahm. Im Jahr 1561 verliehen die regierenden Herzöge der Stadt Kahla das ausschließliche Recht auf Brückenzoll, Für jedes Floß mußten z.B. zwei Groschen gezahlt werden. Im Jahre 1563 erhält die Brücke drei neue Pfeiler und Bögen, so daß die Koristruktion nunmehr ganz aus Stein bestand, 16 (später 17) Bögen aufwies und 250 Schritte lang war. Im Jahre 1892 wird der eiserne Bogen der Brücke fertiggestellt. Die Vorbereitungen begarmen bereits 1877 durch das Eisenwerk Lauchhammer als Lieferfirma.

65. Vor dem Schützenhaus. Erste Nachrichten über eine Schießhütte auf dem Gries sind uns aus dem Jahre 1564 überliefert. Im Jahr l686 entstand die Kahlaer Schützengilde, auf die alle folgenden Schützenorganisationen zurückgehen. Mehrfach bauten sich die Schützen Schießhäuser auf dem Gries. 1813 wurde ein Schützenrnusikkorps gegründet. Im Jahre 1886 begingen die Kahlaer Schützen ihr 200jähriges Bestehen. Die zwei alten Schützenhäuser mußten dem Eisenbahnbau 1872 weichen, so daß von der Schürzengesellschatt ein neues Schützenhaus auf dem Gries im Jahre 1886 erbaut wurde. Dieses Schützenhaus steht heute noch, allerdingsdient es einern anderen Zweck.

66. Autofuhrer in Kahla. Auch in Kahla hielt die Motorisierung mit PKWs ihren Einzug, Freilich nur langsam und nicht ohne Widerstände. Kahla, mit seinen engen Straßenzügen und verwinkelten Vierteln, war diesen Ansprüchen vorerst nicht gewachsen. Eine Reihe baulicher Veränderungen, zu denen der Abriß des Oberen Tores oder die Verbreiterung der Einfahrt in Höhe des Jenaischen Tores zählten, verbesserten die komplizierten Straßenverhältnisse . Der erste private Autofahrer war im Jahre 1905 soweit bekannt - Pa ul Baumgard, dessen Sohn später eine Autowerkstatt in der Bergstraße aufmachte.

67. Schutzmannschaft. Bei einer Jause im Garten hielt der Fotograf einige Herren der Kahlaer Ortspolizei mit Frontkameraden während des Ersten Weltkrieges im Bild fest. Kahla verfügte um die Jahrhundertwende über fünf Schutzpolizisten. Viele Jahre fungierte Bruno Möbius, seit 1899 als Polizist in Kahla, als Schutzmann Nr. 1. Ursprünglich unterstanden die Schutzleute als Ortspolizisten dem Bürgermeister und nahmen eine Reihe städtischer Verwaltungsaufgaben neben der eigentlichen Polizeiarbeit wahr. Dazu gehörte zum Beispiel die Einholung von Abgaben und Steuern bei Handwerkern und Gewerbetreibenden. Das änderte sich 1922. Weitere Änderungen kamen 1933 hinzu. Im Jahre 1938 schied Bruno Möbius als Polizeiobermeister aus dem Dienst und ging in Pension.

68. Der Kahlaer Arbeiter- und Soldaten rat. Am 11. November 1918 erfolgte auch in Kahla der revolutionäre Umbruch. Es konstituierte sich ein Arbeiter- und Soldatenrat. der im kleinen Rathaussaal seine Tagungen durchführte. Dem Gremium gehörten an: Fritz Jecke , Georg Söllner, Albert Paschold, Gustav Heunemann (alle USPD), August Hofrnann, Ernst Oswald, Friedrich Riemann, Paul Pipprich. Willi Hart (alle SPD), Heinrich Fillmann, Karl Anders, Karl Lehrnann, Franz Grafe (bürgerliche Demokraten) und derSoldat Rittlewsky vom Ersatzbataillon 173. Der ASR nahm seine Tätigkeit unter dem Schillerwort 'Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit/Und neues Leben blüht aus den Ruinen' auf. Am 15. Mai 19191öste er sich auf.

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