Kahla in alten Ansichten

Kahla in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Willy Schilling und Heinz Berger
Gemeente
:   Kahla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5457-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kahla in alten Ansichten'

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69. Fahnenweihe. Von 1924 bis 1929 bestand in Kahla eine Ortsgruppe der kommunistisohen Wehrorganisation Rotfrontkämpferbund. Das Foto zeigt Mitglieder dieser Gruppe im Rosengarren anläßlich ihrer Fahnenweihe, Die Bewegung war ebenso wie das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, die Eiserne Front oder die Sturmabteilung der NSDAP als Selbstschutz- und Militärorganisation ins Leben gerufen worden. Ihre Aufgabe bestand in der Sicherung politischer Veranstaltungen der KPD. Allerdings besaßen alle Wehrorganisationen der damaltgen Parteien und Bewegungen mehr oder weniger auch pararnilitärischen Charakter hinsichtlich rnöglicher politisch-rnilitärischer Aktionen.

70. Muck-Lamberty auf dem Gries. Erstmals im Sommer 1920 erschienen Friedrich Muck-Lamberty (gestorben 1984) und Mitglieder seiner Neuen Schar in Kahla. Er hielt Vorträge über seine Ideen und Ziele auf dem Gries, seine Anhänger führten Tänze auf. Die Jugendbewegung vertrat eine einfache und gesellige Lebensweise. Doch darüber hinaus praktizierte sie einen primitiven religiösen Kollektivismus und vertrat ein konfuses Weltbild (Laqueur), das vor allem sittliche Empfindungen verletzte. So bezeichneten die Anwohner 'das Zusammenleben von Parteien beiderlei Geschlechtes bei Tag und Nacht als unsittlich und bekämpften es'. Der Konflikt führte 1923 zu einern Aufenthaltsverbot der Neuen Schar und Mucks auf der Leuchtenburg für alle Zeiten. Die Sache wirbelte noch Jahre später viel Staub auf.

71. Kahlaer Notgeld. Das erste städtische Notgeld wurde 1917 in Kahla ausgegeben. Den Höhepunkt und zugleich das Ende städtischer Notgeldausgaben brachte das Jahr 192!. Unter den in diesem Jahr herausgebrachten Emissionen erregte vor allem die sogenannte Muck-Serie Aufsehen. Persifliert wurde von dem Gestalter der Aufenthalt Muck-Lambertys und seiner Schar auf der Leuchtenburg und die Folgen. Der Sinnspruch verrät alles über die Vorgänge. Die Serie war nicht unumstritten und wurde sowohl gelobt als auch verteufelt. Bei den Notgeldsammlern jedenfalls erfreute sie sich großer Beliebtheit.

72. Dr. med. Kutschbach. Sanitätsrat Dr. med. Robert Kutschbach gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der wilhelminischen Zeit in Kahla. Er wurde am 4. Oktober 1854 in Collis bei Gera geboren, erhielt 1880 die Approbation als Arzt und ließ sich 1881 in Kahla nieder. Von 1896 bis 1922 wirkte er als Bezirksarzt neben vielfältigen anderen Aufgaben im Stadt- und Amtskreis. Dem Stadtrat gehörte er von 1896 bis Ende 1918 an. Er verstarb am 15. Dezember 1931. Wenige Monate zuvor , im Januar 1931, hatte ihrn die Stadt die Ehrenbürgerschaft verliehen. Dr. Kutschbach mochte sich nicht der neuen Mode anpassen und mit dem Auto zu seinen Patienten fahren. Und so lernten ihn auch nach 1920 noch viele mit seinern Fahrrad kennen.

73. Geglückte Landung. Es war gewiß eine kleine Sensation, als der Fliegeroffizier Ing. Robert Kutschbach jun. (1894-1965) mit seinem Doppeldecker in Kahla auf den Saaie wiesen landete, um Heimaturlaub während des Ersten Weltkrieges zu machen. Es wird dies wohl auch eine der ganz wenigen Gelegenheiten gewesen sein, daß die Kahlenser unmittelbar in ihrer Nähe ein Flugzeug bestaunen konnten. Und so kamen sie in Scharen.

74. Marktumzug. Das Bild zeigt einen Umzug. Heute wissen wir nicht mehr den Anlaß. Es könnte sich um ein Vereinstreffen gehandelt haben, denn die verschiedenen Gruppen tragen ein Namensschild und ihre Fahnen voran. Solche Veranstaltungen fanden häufiger in Kahla statt, bildeten doch die mehr als dreißig Vercine mit ihren Aktivitäten den eigentlichen Träger des städtischen Kulturlebens. Die Palette von Veranstaltungen reichte von Vereinstreffen, farbenprächtigen Auf- und Umzügen über die verschiedenen Schützenveranstaltungen für Kinder, Frauen und die Herren bis zu öffentlichen Sportvorführungen. Bekannt ist, daß bei Kahlaer Schützenaufzügen die Jungfrauen weiß gekleider mit grünen Kränzen aufrnarschierten, die Ratspersonen im Frack.

75. Turner auf dem Markt. Das Turnen, im weiresten Sinne überhaupt eine sportliche Betätigung, zählte in Kahla zu den alten Traditionen. Die Impulse kamen aus der Turnbewegung, die Friedrich Ludwig Jahn in Deutschland ins Leben gerufen hatte und die zudem freisinnig-demokratische Ideale vertrat. In Kahla organisierte sich die Vaterländische Turnerschaft, ab 1860 der Turnverein, der von 1915 bis 1933 als Freier Turn- und Sportverein fortbestand. Als Trainings- und Veranstaltungsstätte diente den Turnern der Rosengarten-Saal. Außerdem bestanden versebiedene Übungsplätze. Auch die Arbeiterbewegung - wie im Bildzu sehen - verfügte über Turn- und Sportvereine.

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76. Alte Massemühle. Die alte Mühle von 1781 wurde von C.l. Eckardt, dem Gründer der Kahlaer Porzellanfabrik, zur Massemühle umgebaut. Sie stand an der Bibraer Landstraße und nutzte die dort vorhandene Wasserkraft des Baches aus. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufstiegs der Porzellanfabrik Kahla reichte die Kapazität der alten Massernühle bereits vor 1890 nicht mehr aus, um den Bedarf an Porzellanmasse zu decken. Deshalb erwarb die Porzellanfabrik AG 1890 die Saalmühle zur zusätzlichen Produktion. Zwischen 1904 und 1906 wurde dann an der Mühllache die neue Massemühle gebaut. Die alte Massemühle wurde so überflüssig und stellte ihren Betrieb ein.

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